Antiseptikum
Zuletzt aktualisiert: 2. November 2020

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Ein Antiseptikum wird vorrangig im medizinischen Bereich eingesetzt, um die Infektion einer Wunde zu verhindern. Es kann verschiedene Keime wie Viren, Pilze und Bakterien abtöten. Aufgrund dieser antiseptischen Wirkung werden Antiseptika auch als Desinfektionsmittel verwendet.

Mithilfe von unserem Antiseptikum Test 2020 möchten wir dir alle wichtigen Informationen zum Thema Antiseptikum näher bringen. Dazu zählen die Wirkung und Anwendung von Antiseptika sowie mögliche Alternativen. Zudem haben wir verschiedene Antiseptika miteinander verglichen und die besten für dich herausgesucht.




Das Wichtigste in Kürze

  • Antiseptika werden sowohl im medizinischen als auch im privaten Bereich zur Verhinderung einer Wundinfektion verwendet. Zudem kann Antiseptikum auch zum Desinfizieren von Oberflächen genutzt werden.
  • Es wird zwischen flüssigen Antiseptika und Antiseptikum-Salben und -Gelen unterschieden. Vor dem Kauf eines Antiseptikums gibt es eine Kriterien, die du bei deiner Auswahl beachten solltest.
  • Auch wenn Antiseptikum mit seiner effektiven Wirkung überzeugt, gibt es viele Alternativen, die du durchaus in Betracht ziehen kannst und die mindestens genau so wirksam sein können.

Antiseptikum Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Antiseptikum zur Wundreinigung

Das Antiseptikum von Hansaplast kommt in einer praktischen Sprühflasche mit 50 Milliliter Inhalt. Es ist für die Reinigung von akuten Wunden vorgesehen und beugt somit Infektionen vor. Da das Antiseptikum keinen Alkohol enthält, reinigt es die Wunde schmerzfrei und ohne die Haut auszutrocknen.

Das Wundspray ist somit ideal für Kinder und Menschen mit empfindlicher Haut geeignet. Wenn du nach einem Antiseptikum zur schnellen und schmerzfreien Wundreinigung suchst und es auch unterwegs verwenden möchtest, ist dieses Produkt perfekt für dich.

Das beste Antiseptikum für Hand- und Flächendesinfektion

Das Antiseptikum der Marke Terra Domi ist für die Desinfektion von Händen und Oberflächen gedacht und ist gegen 99,9% aller Viren, Bakterien, Pilze und Sporen wirksam. Das Desinfektionsmittel befindet sich in einem großen 3 Liter-Kanister. Der Hersteller empfiehlt, die Lösung in einen Spender oder eine Sprühflasche zu füllen.

Da das Antiseptikum weder Alkohol noch Chlor enthält, ist es sehr hautfreundlich und ist zudem mit einem Dermatest-Siegel versehen. Solltest du dich also nach einem wirksamen und trotzdem schonenden Desinfektionsmittel im Vorteilspack umschauen, bist du mit diesem Produkt fündig geworden.

Das beste Antiseptikum für Schleimhäute

Das Azulenal Antiseptikum ist auf die Behandlung von Schleimhäuten spezialisiert. Es wirkt desinfizierend, entzündungshemmend und wundheilend. Die Lösung kommt in einer kleinen 10 Milliliter Glasflasche mit Tropfeinsatz, sodass eine einfache Dosierung ermöglicht wird.

Das Antiseptikum ist für die Anwendung im Mund- und Rachenbereich, bei Entzündungen in der Nase und den Ohren sowie als Rollkur im Magen und Darm geeignet. Falls du also ein Antiseptikum speziell für Schleimhäute suchst, solltest du zu diesem Produkt greifen.

Kauf- und Bewertungskriterien für Antiseptikum

Antiseptikum ist nicht gleich Antiseptikum. Es gibt einige Kriterien, die für die Auswahl des richtigen Produkts von Bedeutung sind. Diese Aspekte umfassen:

Vor dem Kauf eines Antiseptikums solltest du die verschiedenen Angebote anhand dieser Merkmale miteinander vergleichen.

Inhaltsstoffe

Die Zusammensetzung der Inhaltsstoffe von Antiseptika ist einerseits vom Hersteller und andererseits von der vorgesehenen Anwendung abhängig. Auch die Anteile der unterschiedlichen Stoffe kann stark variieren.

Gängige Inhaltsstoffe eines Antiseptikums sind gereinigtes Wasser und Alkohole wie Ethanol, Hexanol und Propanol. Aber auch andere Substanzen wie Polyhexanid, Natriumchlorid, Povidon-Iod, Chlorhexidin und Natriumhydroxid.

Bei Antiseptika wird vor allem ein Unterschied zwischen Produkten mit und ohne Alkohol gemacht. Alkohol hat eine sehr starke antiseptische Wirkung, kann aber für manche Anwendungsbereiche zu aggressiv sein.

Hautverträglichkeit

Ein weiterer wichtiger Punkt bei der Auswahl eines Antiseptikums ist die Verträglichkeit des Produkts auf der Haut. Die Hautverträglichkeit hängt unter anderem von den Inhaltsstoffen des Antiseptikums ab.

Die bekanntesten Qualitätssiegel kommen von Dermatest, ECARF, DAAB und der Deutschen Haut- und Allergiehilfe e.V.

Du kannst eine Unverträglichkeit des Produkts auf der Haut anhand von Kundenbewertungen erkennen. Die häufigsten Beschwerden sind dabei ein brennendes Gefühl auf der Haut, Schmerzen bei Kontakt des Antiseptikums mit Wunden und allergische Reaktionen.

Darüber hinaus solltest du auch darauf achten, ob das Produkt dermatologisch getestet wurde. Eine solche Kennzeichnung zeigt in erster Linie, dass das Antiseptikum verschiedenen Untersuchungen unterzogen wurde. Allerdings solltest du dir zusätzlich immer die Inhaltsstoffe des Produkts anschauen.

Geruch

Der Geruch des Antiseptikums wird ebenfalls von der Zusammensetzung der verschiedenen Inhaltsstoffen beeinflusst. Die Wahrnehmung der Gerüche ist dabei sehr subjektiv und individuell.

Generell kann ein Antiseptikum entweder relativ neutral und mild riechen oder sehr penetrant. Produktrezensionen zufolge haben Kunden von einem chemischen Duft berichtet. Bei Antiseptika mit hohem Alkohol-Anteil wurde ebenfalls oft ein strenger Geruch verzeichnet.

Wie ein Antiseptikum riecht, hat nichts mit der Qualität oder der Wirkung des Produkts zu tun. Allerdings kann ein neutraler beziehungsweiser angenehmer Geruch ein wichtiges Kaufkriterium darstellen.

Verpackung

Die Verpackung hat auf den ersten Blick nichts mit dem Produkt an sich zu tun, kann aber durchaus die Kaufentscheidung stark beeinflussen.

Antiseptikum gibt es in Vorteilspacks und handlichen Verpackungen. Diese sollte immer robust und dicht sein.

Es gibt einerseits handliche und praktische Verpackungen, die ideal für unterwegs geeignet sind und andererseits sehr große Packungen, die als sogenannte Vorteilspacks bezeichnet werden. Bei diesen kannst du in der Regel etwas Geld sparen und eine große Menge de Produkts auf einmal kaufen.

Die Verpackung von Antiseptika sollte immer robust und luftdicht sein damit das Antiseptikum nicht versehentlich auslaufen kann. Idealerweise besitzt es zudem eine Kindersicherung. Alternativ kannst du das Antiseptikum natürlich auch an einem Ort verwahren, der Kindern unzugänglich ist.

Ratgeber: Häufig gestellte Fragen zum Thema Antiseptikum ausführlich beantwortet

In den folgenden Abschnitten haben wir dir alle wichtigen Informationen zum Thema Antiseptikum zusammengefasst, um dir alle potenziellen Fragen zu beantworten und dir den aktuellen Stand der Wissenschaft näherzubringen.

Was ist Antiseptikum und wie wirkt es?

Als Antiseptikum wird ein chemischer Stoff beschrieben, der hauptsächlich in der Medizin zur Verhinderung einer Sepsis in Folge einer Wundinfektion eingesetzt wird.

Eine Sepsis wird durch Keime ausgelöst und schädigt die körpereigenen Organe und das Gewebe auf lebensbedrohliche Art und Weise.

Antiseptika haben die Aufgabe, verschiedene Bakterien, Viren und Pilze abzutöten, zu entfernen oder inaktiv zu machen (1).

Antiseptikum

Antiseptika spielen eine große Rolle in der Medizin, da sie sowohl Patienten als auch Ärzte schützen. (Bildquelle: Kreuz_und_Quer / pixabay)

Antiseptika werden aber auch im alltäglichen Gebrauch zur Wundreinigung und Desinfektion genutzt. Dem Stoff werden folgende Wirkungen nachgesagt:

  • Bakterizid, bakteriostatisch
  • Fungizid, fungistatisch
  • Viruzid, virustatisch
  • Sporizid

Antiseptika können sowohl zur inneren als auch äußeren Anwendung eingesetzt werden und besitzen in den meisten Fällen alle der genannten Eigenschaften.

Bakterizid, bakteriostatisch

Eine Eigenschaft des Antiseptikums ist die bakterizide Wirkung. Das Antiseptikum kann Bakterien so stark schädigen, dass sie zu mindestens 99 % abgetötet werden und das innerhalb der ersten 4 Stunden nach der Anwendung (2, 3).

Zudem können Antiseptika auch noch bakteriostatisch wirken, was bedeutet, dass die Bakterien in ihrem Wachstum gehemmt, aber nicht abgetötet werden. Hoch konzentrierte Antiseptika mit bakteriostatischen Eigenschaften können häufig auch bakterizid wirken, während sehr niedrige Mengen an bakteriziden Antiseptika auch bakteriostatische Wirkungen haben können (2).

Fungizid, fungistatisch

Antiseptika können auch als Fungizide dienen, welche verschiedene Arten von Pilzen abtötet. Fungizid bedeutet wortwörtlich auch pilzabtötend und der Vorgang wird Fungizidie genannt (4).

Wie bei Bakterien auch, können Pilze ebenfalls in ihrem Wachstum und dementsprechend in ihrer Vermehrung gehemmt werden. Ein Antiseptikum mit solchen Fähigkeiten, hat eine sogenannte fungistatische Wirkung (5).

Viruzid, virustatisch

Viruzide Antiseptika können eine virusabtötende Wirkung aufzeigen, indem sie die Viren vollständig umhüllen und ihre Infektiosität verhindern. Antiseptika mit viruziden Fähigkeiten werden nicht zur inneren Anwendung eingesetzt, sondern meistens als Desinfektionsmittel (6).

Ein Antiseptikum mit virustatischer Wirkung, auch Virostatikum genannt, kann die Vermehrung von Viren hemmen, ohne sie abzutöten. Es wird vor allem bei Virusinfektionen, bei denen das Immunsystem nicht in der Lage ist, den Virus alleine zu bekämpfen. Stoffe, die arzneilich gegen Viren eingesetzt werden, haben ausschließlich virustatische Eigenschaften (7).

Sporizid

Antiseptika können darüber hinaus die Sporen, also die Vermehrungs- und Überdauerungsformen von Pilzen, Bakterien und Protozoen abtöten und sie somit keimunfähig machen. Diese Eigenschaft wird sporizid genannt. Sporizide können die Keimfähigkeit möglicherweise durch eine Schädigung der inneren Sporen-Membran unterbinden (8).

Welche Nebenwirkungen kann Antiseptikum haben?

Selbstverständlich können Antiseptika auch Nebenwirkungen hervorrufen. Den gefährlichsten Effekt, den Antiseptikum haben kann, ist eine Zytotoxizität, die im Vergleich zu Antibiotika ziemlich hoch ist (9).

Dieser Effekt kann dazu führen, dass die Zellproliferation, also das Wachstum und die Vermehrung von Zellen, signifikant reduziert wird. Dies könnte zudem zu möglichen Gewebeschädigung führen. Diese Wirkung wurde allerdings erst von einigen wenige Studien erforscht (10).

Weitere mögliche Nebenwirkungen, die durch die Verwendung von Antiseptikum auftreten können, sind:

  • Juckreiz
  • Hautrötung
  • Blasenbildung
  • Allergische Reaktionen

Antiseptika haben in der Regel keine schwerwiegenden Nebenwirkungen und werden sogar für Anwendungen auf Wunden (11) und im Mund (12) als sicher beachtet.

Welche Arten von Antiseptikum gibt es?

Generell gibt es drei verschiedene Arten von Antiseptika. Diese werden in ihrer Darreichungsform voneinander getrennt. Du kannst Antiseptika in flüssiger Form, als Salbe oder Gel kaufen.

Art Beschreibung
Flüssigkeit Flüssige Antiseptika können als Lösung oder Spray verwendet werden. Der größte Vorteil dieser Art ist die schnelle Einwirkzeit des Mittels. Antiseptika in flüssiger Form können zudem individuell dosiert und in verschiedenen Konzentrationen gemischt werden.
Salbe Salben-Antiseptika zeichnen sich durch einen hohen Fettanteil aus und ziehen deshalb langsamer ein. Sie eignen sich sehr gut für trockene Wunden und sollten bei nässenden Verletzungen lieber nicht verwendet werden, da das Wundsekret möglicherweise aufgrund des Fettgehalts angestaut wird. Hier solltest du lieber zu flüssigen Antiseptika greifen.
Gel Antiseptika, die als Gele verlauft werden, überzeugen durch ihre kühlende Wirkung. Sie haben einen hohen Wassergehalt und sind fettfrei. Aufgrund dieser Eigenschaften sind Antiseptika-Gele ideal für Brandwunden, Insektenstiche und Hautirritationen in Folge von allergischen Reaktionen geeignet.

Antiseptika in Salben- und Gel-Form haben im Gegensatz zur flüssigen Alternative nur eine begrenzte Haltbarkeit. Darauf solltest du unbedingt bei der Verwendung von Antiseptikum achten.

Antiseptikum

Flüssige Antiseptika lassen sich in Sprühflaschen sehr gut dosieren und einfach anwenden. (Bildquelle: Squirrel_photos / pixabay

Welche Darreichungsform des Antiseptikums die richtige für dich ist, kommt auf den vorgesehenen Verwendungszweck des Mittels an.

Wie ist Antiseptikum zu dosieren?

Die Dosierung eines Antiseptikums ist stark davon abhängig, in welchem Bereich du das Mittel anwenden möchtest. In der folgenden Liste findest du eine Übersicht der Anwendungsempfehlungen für unterschiedliche Areale.

  • Wunde: Sowohl bei offenen als auch geschlossenen Wunden wie beispielweise Schürf- oder Schnittwunden, Schnittwunden, sollten die betroffenen Stellen unmittelbar nach der Verletzung mit Antiseptikum behandelt werden. Du kannst die Wunden entweder einsprühen, mit Gel oder Salbe einreiben oder mit einer Lösung abtupfen. In den meisten Fällen reicht eine einmalige Verwendung des Antiseptikums. Es kann auch bis zum Verschwinden der Wunde angewendet werden, jedoch nicht länger als sechs Tage (13).
  • Haut: Um die Haut zu desinfizieren, müssen Antiseptika laut der DGHM-Desinfektionsmittelliste verschieden lange einwirken. Die Einwirkungszeit hängt dabei von dem Hautareal ab. Antiseptika sollten in Bereichen mit nur wenigen Talgdrüsen etwa 15 Sekunden und auf Talgdrüsen-reichen Arealen eine Minute einwirken. Auf Gelenken und Körperhöhlen kann die Einwirkzeit von einer bis zehn Minuten reichen (14).
  • Nase: Bei Infektionen in der Nasenhöhle können Antiseptika die Keime bereits nach wenigen Tagen beseitigen, wenn das Mittel täglich zwei bis drei Mal angewendet wurde. Selbst bei schwerfälligen Staphylococcus aureus-Erkrankungen konnten innerhalb einer sechsmonatigen Behandlung mit Antiseptika deutliche Verbesserungen und beinahe komplette Heilungen erzielt werden (15, 16).
  • Vaginalbereich: Antiseptika können schon 30 Minuten nach der Anwendung im Vaginalbereich erste Verbesserungen zeigen und ihre antiseptische Wirkung entfalten (17). Nach etwa sieben Tagen ist die Wahrscheinlichkeit hoch, dass die meisten Keime vom Antiseptikum abgetötet worden sind und die Behandlung der bakteriell bedingten Vaginalinfektion bereits erfolgreich abgeschlossen ist (18).
Antiseptikum

Wunden solltest du immer direkt mit Antiseptikum reinigen und mit einem Verband oder Pflaster schützen, um eine Infektion zu verhindern. (Bildquelle: Grizovskaya / 123rf)

Wenn du dir unsicher bist, wie ein Antiseptikum anzuwenden ist, solltest du dich von einem Arzt oder Apotheker beraten lassen.

Was kostet Antiseptikum?

Je nachdem in welcher Form du dein Antiseptikum kaufen möchtest, unterscheiden sich auch die Preise. In der folgenden Tabelle findest du die ungefähre Preisspanne pro 100 Milliliter für die verschiedenen Antiseptikum-Arten.

Art Preis pro 100 Milliliter
Flüssigkeit Circa 3-15 Euro
Salbe Circa 6-27 Euro
Gel Circa 12-70 Euro

Im Gegensatz zu Antiseptikum-Gele und -Salben haben Antiseptika in flüssiger Form eine sehr lange Haltbarkeit. Diese Varianten kannst du also ruhig in größeren Mengen kaufen und dir gegebenenfalls einen Preisvorteil sichern. Salben-Antiseptika kosten etwas mehr als Sprays oder Lösungen.

Mit Abstand am teuersten sind Antiseptika in Gel-Form. Diese hohe Preisspanne kommt durch die verschiedenen Anwendungsbereiche zustande. Zum Beispiel sind antiseptische Gele, die speziell für Piercings vorgesehen sind deutlich kostspieliger als konventionelle Desinfektionsgele für die Hände.

Wo kann ich Antiseptikum kaufen?

Antiseptikum kannst du entweder vor Ort in Geschäften kaufen oder ganz bequem online bestellen. Recherchen zufolge werden die meisten Antiseptika über folgende Shops verkauft:

  • docmorris.de
  • medpex.de
  • amazon.de
  • Apotheke
  • Reformhaus
  • Drogeriemarkt

Wenn du Antiseptika in Versandapotheken bestellst, kannst du verschiedene Angebote miteinander vergleichen und die beste Option für dich aussuchen.

Welche Alternativen gibt es zu Antiseptikum?

Wenn du aus verschiedenen Gründen kein Antiseptikum verwenden möchtest, haben wir dir in diesem Abschnitt einige Alternativen zusammengefasst. Die verschiedenen Optionen haben auch verschiedene Wirkungen, sodass du dir gegebenenfalls mehrere Alternativen aussuchen musst.

Alternative Beschreibung
Essig Essig ist wirksam gegen Schimmel, Viren und Bakterien. Dabei sollte die Essigessenz mindestens 25% Essigsäure enthalten. Das Gemisch ist sowohl für den Haushalt als auch zur Wundreinigung. Oberflächen kannst du mit reiner Essigessenz reinigen. Für deine Wäsche solltest du den Essig mit Wasser in einem 1:4 Verhältnis mischen und es für circa 30 Minuten einwirken lassen. Eine Wunde kannst du mit weißem Essig reinigen, um eine Infektion vorzubeugen.
Sauerstoffbleiche Diese Alternative eignet sich nicht für Wunden, aber dafür für Wäsche und Oberflächen. Für die Reinigung von Textilien solltest du ein bis zwei Esslöffel der Sauerstoffbleiche zum Waschmittel hinzugeben und die Wäsche bei mindestens 60°C waschen. Auch zum Reinigen von Oberflächen kannst du Sauerstoffbleiche in einem Verhältnis von 1:4 mit Wasser vermischen.
Salz Salz eignet sich sehr gut, um Wunden zu desinfizieren und Keime zu entfernen. Dafür musst du zunächst Wasser abkochen und anschließend das Salz hineinfüllen. Für 150 Milliliter Wasser solltest du etwa einen Esslöffel Salz verwenden. Nun kannst du das lauwarme Salzwasser entweder direkt über die Wunde gießen oder die Wunde mit einem Wattepad abtupfen. Diesen Vorgang solltest du mehrmals täglich wiederholen bis die Wunde verschlossen ist.
Zwiebeln Aufgrund des enthaltenen Stoffs Quercetin in Zwiebeln eignen sich diese hervorragend zur Desinfektion von Wunden. Dank der Schwefelverbindung wirken Zwiebeln zudem auch noch schmerzlindernd. Dafür musst du die Zwiebeln einfach nur klein hacken und auf die Wunde legen.
Knoblauch Auch Knoblauch ist wegen der antibakteriellen und entzündungshemmenden Wirkung von Allicin ideal für die Wundreinigung. Du kannst dafür vier bis fünf Knoblauchzehen zerdrücken und mit eben etwas Honig vermischen. Diese Masse gibst du dann auf die Wunde und wäscht sie nach zehn Minuten Einwirkzeit wieder ab.
Eigener Speichel Wenn du mal unterwegs bist und nichts anderes zur Hand hast, kannst du auch deinen eigenen Speichel auf die Wunde geben. Der eigene Speichel kann antibakteriell wirken und kleinere Verletzungen, wie zum Beispiel einen Schnitt im Finger desinfizieren. Dies funktioniert allerdings nur mit der eigenen Speichel, da fremder Speichel auch fremde Bakterien enthält.

Diese Alternativen sind bereits in den meisten Haushalten vorhanden und auch leicht zu besorgen. Du solltest unbedingt darauf achten, die richtige Option für den richtigen Zweck auszuwählen. Nur so kann gewährleistet werden, dass der gewünschte Effekt eintritt.

Bildquelle: Galitckaia / 123rf.com

Einzelnachweise (18)

1. Kramer A, Assadian O, Exner M, Hübner N, Simon A. Krankenhaus- und Praxishygiene. Elsevier GmbH, München. 2012;2:73-91.
Quelle

2. Rheinbaben F, Köhnlein J, Naujox K, Werner S. Zur Wirksamkeit der Kombination von Xylometazolinhydrochlorid und Dexpanthenol gegen Bakterien, Hefen und Viren. 2017;39(2):36-39. doi:10.1016/j.khinf.2017.03.002.
Quelle

3. Grünewald K. Theorie der medizinischen Fußbehandlung, Ein Fachbuch für Podologie. Verlag Neuer Merkur GmbH, München. 2006;1:232-233.
Quelle

4. Salakdeh M. Der Einfluß topisch applizierter Antiseptika auf die Mikrozirkulation der gesunden Haut. Bergmannsheil Klinik, Bochum. 2005:10-12.
Quelle

5. Assmann H, Beckmann K, Bergmann G, Bohnenkamp H, Doerr R, Eppinger H, Grafe E, Hiller F, Katch G, Nonnenbruch W, Schittenhelm A, Schoen R, Siebeck R, Strahhelin R, Stepp W, Straub H, Stroebe F. Lehrbuch der inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin. 1939;4(1):71-74.
Quelle

6. Wood A, Payne D. The action of three antiseptics/disinfectants against enveloped and non-enveloped viruses. J Hosp Infect. 1998;38(4):283-295. doi:10.1016/s0195-6701(98)90077-9.
Quelle

7. Kampf G. Efficacy of ethanol against viruses in hand disinfection. J Hosp Infect. 2018;98(4):331-338. doi:10.1016/j.jhin.2017.08.025.
Quelle

8. Shapiro MP, Setlow P. Mechanisms of Bacillus subtilis spore killing by and resistance to an acidic Fe-EDTA-iodide-ethanol formulation. J Appl Microbiol. 2006;100(4):746-753. doi:10.1111/j.1365-2672.2006.02838.x.
Quelle

9. Punjataewakupt A, Napavichayanun S, Aramwit P. The downside of antimicrobial agents for wound healing. Eur J Clin Microbiol Infect Dis. 2019;38(1):39-54. doi:10.1007/s10096-018-3393-5.
Quelle

10. Hirsch T, Jacobsen F, Rittig A, Goertz O, Niederbichler A, Steinau H, Seipp H, Steinstraesser L. Vergleichende In-vitro-Studie zur Zytotoxizität klinisch eingesetzter Antiseptika. 2009;60(12):984-991.
Quelle

11. Daeschlein G. Antimicrobial and antiseptic strategies in wound management. Int Wound J. 2013;10 Suppl 1:9-14. doi:10.1111/iwj.12175.
Quelle

12. Osso D, Kanani N. Antiseptic mouth rinses: an update on comparative effectiveness, risks and recommendations. J Dent Hyg. 2013;87(1):10-18.
Quelle

13. Kramer A, Adrian V, Rudolph P, Wurster S, Lippert H. Explantationstest mit Haut und Peritoneum der neonaltalen Ratte als Voraussagetest zur Verträglichkeit lokaler Antiinfektiva für Wunden und Körperhöhlen. Springer-Verlag, Berlin. 1998;69:840-845.
Quelle

14. Borneff-Lipp M, Gebel J. Desinfektionsmittel-Liste der DGHM. mhp-Verlag GmbH, Wiesbaden. 2002:10.
Quelle

15. Steed L, Costello J, Lohia S, Jones T, Spannhake E, Nguyen S. Reduction of nasal Staphylococcus aureus carriage in health care professionals by treatment with a nonantibiotic, alcohol-based nasal antiseptic. 2014;42(8):841-846.
Quelle

16. Cernich C. Universal Preoperative Antiseptic Nasal and Skin Decolonization for Reduction in SSI and Associated Costs. 2020;48,(8):50.
Quelle

17. Enzelsberger H, Eppel W, Dorninger G, Wewalka G. Zur Effizienz von Verfahren für die präoperative Vaginalantiseptik. Geburtshilfe Und Frauenheilkunde. 1995;55:707-710. doi:10.1055/s-2007-1022319.
Quelle

18. Friese K, Neumann G, Siebert J, Harke H, Kirschner W. Vergleich zweier lokaler Antiseptika in der klinischen Anwendung bei bakteriell bedingten Vaginalinfektionen. Geburtshilfe Frauenheilkunde. 2000;60(6):308-313. doi:10.1055/s-2000-9536.
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Buchsektion
Kramer A, Assadian O, Exner M, Hübner N, Simon A. Krankenhaus- und Praxishygiene. Elsevier GmbH, München. 2012;2:73-91.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Rheinbaben F, Köhnlein J, Naujox K, Werner S. Zur Wirksamkeit der Kombination von Xylometazolinhydrochlorid und Dexpanthenol gegen Bakterien, Hefen und Viren. 2017;39(2):36-39. doi:10.1016/j.khinf.2017.03.002.
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Buchsektion
Grünewald K. Theorie der medizinischen Fußbehandlung, Ein Fachbuch für Podologie. Verlag Neuer Merkur GmbH, München. 2006;1:232-233.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Salakdeh M. Der Einfluß topisch applizierter Antiseptika auf die Mikrozirkulation der gesunden Haut. Bergmannsheil Klinik, Bochum. 2005:10-12.
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Buchsektion
Assmann H, Beckmann K, Bergmann G, Bohnenkamp H, Doerr R, Eppinger H, Grafe E, Hiller F, Katch G, Nonnenbruch W, Schittenhelm A, Schoen R, Siebeck R, Strahhelin R, Stepp W, Straub H, Stroebe F. Lehrbuch der inneren Medizin. Springer-Verlag, Berlin. 1939;4(1):71-74.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Wood A, Payne D. The action of three antiseptics/disinfectants against enveloped and non-enveloped viruses. J Hosp Infect. 1998;38(4):283-295. doi:10.1016/s0195-6701(98)90077-9.
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Klinische Studie
Kampf G. Efficacy of ethanol against viruses in hand disinfection. J Hosp Infect. 2018;98(4):331-338. doi:10.1016/j.jhin.2017.08.025.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Shapiro MP, Setlow P. Mechanisms of Bacillus subtilis spore killing by and resistance to an acidic Fe-EDTA-iodide-ethanol formulation. J Appl Microbiol. 2006;100(4):746-753. doi:10.1111/j.1365-2672.2006.02838.x.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Punjataewakupt A, Napavichayanun S, Aramwit P. The downside of antimicrobial agents for wound healing. Eur J Clin Microbiol Infect Dis. 2019;38(1):39-54. doi:10.1007/s10096-018-3393-5.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Hirsch T, Jacobsen F, Rittig A, Goertz O, Niederbichler A, Steinau H, Seipp H, Steinstraesser L. Vergleichende In-vitro-Studie zur Zytotoxizität klinisch eingesetzter Antiseptika. 2009;60(12):984-991.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Daeschlein G. Antimicrobial and antiseptic strategies in wound management. Int Wound J. 2013;10 Suppl 1:9-14. doi:10.1111/iwj.12175.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Osso D, Kanani N. Antiseptic mouth rinses: an update on comparative effectiveness, risks and recommendations. J Dent Hyg. 2013;87(1):10-18.
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Wissenschaftliche Untersuchung
Kramer A, Adrian V, Rudolph P, Wurster S, Lippert H. Explantationstest mit Haut und Peritoneum der neonaltalen Ratte als Voraussagetest zur Verträglichkeit lokaler Antiinfektiva für Wunden und Körperhöhlen. Springer-Verlag, Berlin. 1998;69:840-845.
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Richtlinien der DGHM
Borneff-Lipp M, Gebel J. Desinfektionsmittel-Liste der DGHM. mhp-Verlag GmbH, Wiesbaden. 2002:10.
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Klinische Studie
Steed L, Costello J, Lohia S, Jones T, Spannhake E, Nguyen S. Reduction of nasal Staphylococcus aureus carriage in health care professionals by treatment with a nonantibiotic, alcohol-based nasal antiseptic. 2014;42(8):841-846.
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Klinische Studie
Cernich C. Universal Preoperative Antiseptic Nasal and Skin Decolonization for Reduction in SSI and Associated Costs. 2020;48,(8):50.
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Enzelsberger H, Eppel W, Dorninger G, Wewalka G. Zur Effizienz von Verfahren für die präoperative Vaginalantiseptik. Geburtshilfe Und Frauenheilkunde. 1995;55:707-710. doi:10.1055/s-2007-1022319.
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Klinische Studie
Friese K, Neumann G, Siebert J, Harke H, Kirschner W. Vergleich zweier lokaler Antiseptika in der klinischen Anwendung bei bakteriell bedingten Vaginalinfektionen. Geburtshilfe Frauenheilkunde. 2000;60(6):308-313. doi:10.1055/s-2000-9536.
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