Brennnesseltee Wirkung
Veröffentlicht: 19. März 2021

Der französische Kräutersammler Maurice Messegue sagte einst: “Wenn man mir sagen würde, ich dürfte nur eine einzige Heilpflanze sammeln, dann wäre das zweifellos die Brennnessel.” Die Brennnessel, genauer genommen ihre Blätter und die Wurzel, gelten bereits seit vielen Jahrhunderten als eine der Heilpflanzen schlechthin.

Dennoch ist die Brennnessel bei uns Menschen in Vergessenheit geraten. Dabei kann die Heilpflanze unzählige Beschwerden lindern und das ganz einfach, in Form eines Tees, der von jedem leicht selbst hergestellt werden kann. In diesem Beitrag erfährst du unter anderem, wogegen die Blätter der Brennnessel wirken, wie du den Tee selbst herstellen kannst und wann du das Getränk besser nicht zu dir nehmen solltest.




Das Wichtigste in Kürze

  • Von der Brennnesselpflanze gibt es zwischen 30 und 70 Arten. Bereits seit mehreren Jahrzehnten werden ihre Blätter zur Heilung unterschiedlichster Krankheitsbilder verwendet.
  • Der Tee, bestehend aus der Heilpflanze, kann gegen einige krankheitsbedingte Beschwerden eingesetzt werden, aber auch bspw. um das Hautbild zu verbessern. Dennoch sollte der Tee nicht über einen längeren Zeitraum, von Schwangeren oder stillenden Müttern eingenommen werden.
  • Für das altbekannte Heilmittel, den Brennnesseltee, werden ausschließlich die Blätter der Pflanze verwendet, bzw. können auch Teile der Wurzel hinzugefügt werden. Die Blätter können sowohl frisch, als auch getrocknet verwendet werden.

Die Einnahme von Brennnesseltee: Was du wissen solltest

Der Brennnesseltee gilt bereits seit Jahrhunderten als bekanntes Heilmittel und wird hierfür in Form von Kuren oder Tees gegen jegliche Beschwerden angewendet. Während die Pflanze für jeden Gärtner den reinsten Albtraum darstellt, entfalten die Blätter der Brennnessel in der Küche ihr Potential.

Durch die breite Produktwahl an Medikamenten in der Apotheke oder im Discounter, vergessen wir heutzutage viel zu schnell, dass wir auch eine Vielzahl an natürlichen Heilmitteln zur Auswahl haben, auf die wir zurückgreifen können. Um Dir einen Überblick über die Vor- und Nachteile des altbekannten Heilgetränks geben zu können, haben wir die wichtigsten Fragen im Folgenden ausführlich beantwortet.

Wieso ist Brennnesseltee gesund?

Der Brennnesseltee wird hauptsächlich aus der Pflanze selbst hergestellt. Hierzu können frische oder auch getrocknete Blätter der Brennnessel verwendet werden. Diese Blätter beinhalten viele Mineralien und Vitamine, welche für unsere Körper essenziell sind.

Die Blätter der Brennnessel enthalten zahlreiche Mineralien und Vitamine.

Zu den Inhaltsstoffen zählen bspw. Eisen und Kalzium, Eiweiße, sowie die Vitamine B, C und D. In der Brennnessel ist mehr Vitamin C enthalten, als z. B. in Zitrusfrüchten. Durch das Trinken des Brennnesseltees kannst Du bspw. auch die Einnahme von Vitaminkapseln umgehen.

Die Kombination der vielen unterschiedlichen Nährstoffe erwirkt die besonders vielen Effekte auf die Gesundheit. Sie stärkt unter anderem die Abwehrkräfte, unterstützt das Immunsystem und hilft im Kampf gegen Krankheitserreger. Zudem kann die Einnahme der Brennnesselpflanze zur Durchspülung der Harnwege führen. (1)

Wie wirkt Brennesseltee?

Am Bekanntesten ist wohl die harntreibende und entwässernde Wirkung des Brennnesseltees. Das lässt sich auf die vielen enthaltenen Mineralien, vor allem aber auf Kalium, zurückführen. (2) Zudem kann die Heilpflanze durch das Zusammenspiel der unterschiedlichen Nährstoffe, insbesondere durch die Gerbstoffe und Fettsäuren, schmerzstillend und entzündungshemmend wirken. (3)

Diese Stoffe lassen sich aus den Blättern der Pflanze ziehen. Die Wurzeln hingegen enthalten Stoffe, die das Wasserlassen erleichtern können. Ein Tee aus den Wurzeln der Brennnesselpflanze kann bspw. bei einer beginnenden Prostatavergrößerung verwendet werden. (4)

durch Studien bewiesene Wirkungen nicht bewiesene Wirkungen
harntreibend Blutdrucksenkend
versorgt Körper mit Eisen, Folsäure und Vitaminen  Reduzierung Magen- und Menstruationsschmerzen
Reduzierung von Harnwegsentzündungen Entschlackung
regt Appetit an und unterstützt den Stoffwechsel Linderung von Muskel- und Gelenkschmerzen
reduziert Hautprobleme Unterstützung zum Abnehmen
schmerzlindernde und entzündungshemmende Funktion  verhindert die Entstehung von Nierensteinen

Bedenke aber, dass natürliche Heilmittel nur eine begrenzte Wirkung haben können und nicht bei jedem Menschen das selbe Ergebnis ermöglichen.

Wann setzt die Wirkung von Brennnesseltee ein?

Je nach Ausmaß der Erkrankung bzw. der gewünschten Wirkung variiert die Dosierung und somit das Einsetzen der Beschwerdelinderung durch den Brennnesseltee. Nach chinesischer Medizin liege die beste Zeit zum Trinken des Tees zwischen 15:00 und 19:00 Uhr.

Zu dieser Zeit erreichen Blase und Nieren den Höchstpunkt ihrer Aktivität. Somit können die meisten der Beschwerden zu dieser Zeit beglichen werden. (5) Der Tee kann jedoch unabhängig von Mahlzeiten zu Dir genommen werden.

Befindet sich die Entzündung am Anfang können mehrere Tassen Brennnesseltee über den Tag verteilt getrunken werden. Je mehr Tee Du zu Dir nimmst, desto größer kann der harntreibende Effekt und das Ausspülen der Keime sowie der Bakterien werden.

Wie wird Brennnesseltee zubereitet?

Brennnesseltee kann in Teeshops oder in der Drogerie erworben werden. Du kannst ihn aber auch ganz einfach selbst herstellen. Zum Herstellen des Brennnesseltees werden frische oder getrocknete Blätter des Heilkrauts benötigt. Auch diese kannst du kaufen oder selbst ernten. Die perfekte Zeit zum Ernten liegt im Frühling, zwischen März und Mai.

Du solltest für die Ernte unbedingt Handschuhe tragen und die Blätter von unten nach oben vom Strang abziehen, um dich an den Nesseln der Blätter nicht zu verletzen. Sollen die Blätter getrocknet werden kannst Du diese kopfüber an einem dunklen Ort aufhängen. Hierauf sollten sie luftdicht verschlossen werden. (6)

Brennnesseltee Wirkung

Die Blätter der Brennnessel werden meist im Frühjahr geerntet und können anschließend zur Zubereitung eines Tees sowohl frisch, als auch getrocknet verwendet werden. (Bildquelle: Unsplash/ Paul Morley)

Für den Tee werden je nach Geschmack und gewünschter Wirkung höchstens 3 Teelöffel getrocknete Blätter bzw. eine handvoll frischer Blätter verwendet und mit kochendem Wasser bedeckt.

Der Tee sollte zwischen fünf bis zehn Minuten ziehen und währenddessen mit einem Tuch oder Ähnlichem bedeckt werden. (8) Anschließend kannst Du die Blätter entnehmen und den Tee nach Wunsch süßen. Bei Brennnesseltee eignet sich hierfür Honig besonders gut.

Wie viel Brennnesseltee kann täglich getrunken werden?

Täglich kann, vor allem bei Entzündungen oder Beschwerden im Anfangsstadium, ein Viertelliter des Brennnesseltees getrunken werden. Dieser Wert sollte nicht überschritten werden.

Täglich sollte auf keinen Fall mehr als ein Viertelliter getrunken werden.

Zudem solltest Du diese hohe tägliche Menge des Heilpflanzengetränks, laut dem DKG (Deutschen Grünen Kreuz), maximal für 3 – 4 Wochen einnehmen. (8) Die Wurzel der Brennnessel kann über einen längeren Zeitraum eingenommen werden, da bei ihr bislang keine Langzeitnebenwirkungen aufgetreten sind.

Zum Stärken des Immunsystems reicht bereits eine Tasse täglich vollkommen aus. Besonders bei einer hohen Dosis solltest Du zusätzlich zu dem Brennnesseltee ausreichend Wasser zu Dir nehmen. Ansonsten besteht die Gefahr, dass durch den harntreibenden Effekt Dein Körper austrocknet.

Welche Nebenwirkungen hat Brennnesseltee?

Nebenwirkungen durch die Einnahme der Brennnessel in Form eines Tees treten sehr selten in vereinzelten Fällen auf.

Bei diesen Fällen handelt es sich vorrangig um Personen mit Vorerkrankungen, wie eine Herz- oder Niereninsuffizienz oder einer Kreislauferkrankung, oder um Personen die den Tee überdosiert zu sich genommen haben. Dennoch kann es durch die Säure, die die Pflanze enthält, bei einzelnen Personen zu Sodbrennen kommen. (9)

Es kann zu folgenden Nebenwirkungen kommen:

  • Magen-Darm-Beschwerden (z.B. Übelkeit, Sodbrennen, Durchfall)
  • allergische Reaktionen (z.B. Hautirritationen, Juckreiz, Hautausschlag)
  • bei Überdosierung: Magenreizung, Durchfall

Um Nebenwirkungen zu vermeiden sollte nicht mehr als ein Viertelliter täglich getrunken werden. Zudem darf der Tee nur für einen bestimmten Zeitraum, dieser liegt bei zwischen 4 und maximal 6 Wochen, eingesetzt werden. Außerdem solltest Du, während der Einnahme von Brennnesseltee, über den Tag verteilt ausreichend Wasser trinken, um eine Austrocknung des Körpers zu vermeiden.

Gibt es Unterschiede zwischen der Einnahme von kaltem und warmem Brennnesseltee?

Ob Du Deinen Brennnesseltee kalt oder warm trinkst ist reine Geschmacksache und hat keinerlei Einfluss auf die Wirkung des Tees. Da die Wirkung sowieso individuell von Mensch zu Mensch verschieden ist, ist die Temperatur nicht ausschlaggebend.

Das Relevante an deinem Tee sind die Inhaltsstoffe und vor allem, dass die Blätter der Heilpflanze nicht zu alt sind bzw. getrocknete Blätter zuvor luftdicht verschlossen waren.

Der Brennnesseltee kann besonders im Sommer kalt getrunken werden, wenn eine zusätzliche Erfrischung gewünscht ist. Zu dem kalten Tee kann zum Süßen besonders gut Fruchtsaft verwendet werden. Ansonsten passt zu dem kalten, ebenso wie zu warmem Tee ein wenig Zitrone. Zum Verfeinern des warmen Brennnesseltees kann Honig verwendet werden.

Kann Brennnesseltee während der Schwangerschaft bzw. während der Stillzeit getrunken werden?

Viele Schwangere kennen das Problem der Wassereinlagerungen in den Beinen. Doch auch wenn Brennnesseltee entwässernd wirkt – das Getränk aus der Heilpflanze regt die Nierenfunktion an.

  1. Brennnesseltee wirkt harntreibend – regt jedoch die Nierenfunktion an.
  2. Durch die erhöhte Nierenfunktion wird das Wasser hauptsächlich aus dem Blut entzogen – bei den beispielhaften Wassereinlagerungen in den Beinen befindet sich das Wasser jedoch im Gewebe und nicht im Blut.
  3. Aus dem Gewebe wird das Wasser durch den Brennnesseltee erst entzogen, wenn das Blut bereits zu dick ist.
  4. Während dem Zeitraum einer Schwangerschaft verändert sich das Blutbild der Frau. Es werden vermehrt rote Blutkörperchen gebildet und das Blutplasmavolumen nimmt zu. Das Blut wird also flüssiger.
  5. Bewirkt der Brennnesseltee eine erhöhte Nierenfunktion wird das Wasser aus dem Blut entzogen. Das führt dazu, dass das vermehrt gebildete Blutplasma entzogen wird. Die über den Zeitraum der Schwangerschaft vermehrt gebildeten roten Blutkörperchen bleiben zurück.
  6. Das Trinken von Brennnesseltee während der Schwangerschaft begünstigt somit das Risiko eines Blutgerinnsels bzw. einer Thrombose. (10)

Zudem wird schwangeren Frauen von einer Einnahme des entwässernden Heilgetränks auf Grund fehlender Studien abgeraten. Einige Schwangere gaben an durch das Trinken von Brennnesseltee während der Schwangerschaft unter Schlafproblemen oder unter Herzrasen gelitten zu haben. Außerdem besteht die Gefahr, dass vorzeitige Wehen durch den Tee ausgelöst werden. (11)

Auf die Schwangerschaft folgt in den meisten Fällen die Stillzeit. Auch in dieser Zeit sollte auf Brennnesseltee verzichtet werden bzw. solltest Du ihn lediglich in geringer Menge und nicht als reinen Brennnesseltee zu Dir nehmen.

Verzichtet werden sollte auf den aus der Heilpflanze hergestellten Tee vor allem auf Grund seiner entwässernden Wirkung. Vor allem, da durch das ausgespülte Wasser die Bildung der Muttermilch beeinträchtig werden kann.

Brennnesseltee Wirkung

Da sich die Blutwerte einer Frau während der Schwangerschaft verändern und der Brennnesseltee das Wasser direkt aus dem Blut entzieht wird Schwangeren von einer Einnahme abgeraten. (Bildquelle: Unsplash/ Fallon Michael)

Eingesetzt werden die Blätter der Brennnessel bei einem natürlichen Milchmangel. Die Produktion der Muttermilch kann durch Kalzium, milchbildende Heilpflanzen und in bestimmter Menge durch Brennnessel angeregt werden.

Aus diesem Grund ist die Heilpflanze in manchen Stilltees in gewissem Maße enthalten. Durch eine geringe Menge der Blätter können Nebenwirkungen nahezu komplett ausgeschlossen werden.

Bist Du dennoch vorsichtig mit der entwässernden Pflanze kannst Du als Alternative bspw. auf einen Tee aus Fenchel, Anis und / oder Kümmel zurückgreifen. Tees aus diesen Pflanzen wirken, durch die Wirksamkeit gegen Krämpfe und Blähungen, auch unterstützend auf das Kind. (11)

Stärkt Brennnesseltee die Haut sowie die Haare?

Während Brennnesseltee als Heilmittel v. a. für die Blase in Vergessenheit geraten ist, gewinnt das Getränk der Heilpflanze für Haut und Haare zunehmend an Bedeutung. Besonders durch die sogenannten Influencer werden einem, in den sozialen Netzwerken, Pflegemittel für die Haare mit Brennnessel bzw. eine Brennnessel-Waschkur des Gesichts ans Herzen gelegt.

Die wichtigsten Wirkungen, die die Heilpflanze auf Haut und Haare hat, haben wir Dir in dieser Tabelle dargestellt.

Effekte auf die Haut Effekte auf die Haare
Hautbild durch Flavonoide verbessert Haarwachstum wird gefördert
bessere Durchblutung mindert Haarausfall durch Stärken der Haarwurzel, sorgt für gesundes Haarwachstum
Haut wird mit Nährstoffen versorgt lindert Kopfhautjucken, Mineralien fördern die Durchblutung der Kopfhaut

Die beste Wirkung von Brennnessel auf die Haut kann sich entfalten, wenn die Blätter der Brennnessel nicht in Form eines Tees aufgenommen werden, sondern bspw. durch ein Waschgel oder eine Waschlotion, die Brennnessel enthält. Auch diese kann aus den Blättern der Heilpflanze leicht selbst hergestellt werden.

Im Gegensatz zu der etwas umständlicheren Prozedur um eine Wirkung auf die Haut erzielen zu können, befindet sich Brennnessel bereits in vielen handelsüblichen Haarshampoos oder Haarölen. Dennoch kannst Du einen Brennnesseltee abkühlen lassen und anschließend als Haarkur in Deinen Haaren verwenden.

Hilft Brennnesseltee bei Blasenproblemen?

Brennnesseltee gilt als bewährtes Hausmittel bei einer bakteriellen Infektion der Harnwege oder der Blase. Insbesondere durch das Zusammenspiel von Kalium mit den anderen Stoffen bekämpft der Tee der Heilpflanze die Bakterien. Durch den harntreibenden Effekt werden sowohl Blase als auch die Nieren durchgespült. Zudem erwirkt es eine Entkrampfung der Blase.

Bei einer akuten Blasenentzündung können die Blätter der Brennnesselpflanze frisch aufgebrüht drei- bis viermal täglich getrunken werden. Besonders wirksam ist der Brennnesseltee in Kombination mit Ingwer. Das fördert nicht nur die Wirksamkeit, sondern sorgt obendrein für einen besseren Geschmack.

Welche alternativen Tees gibt es zu Brennnesseltee?

Trotz der vielen positiven Effekte der Brennnessel auf unseren Körper kommt eine Unterstützung der Therapie durch den Tee nicht in Frage, so z. B. bei Schwangeren oder während der Stillzeit, bzw. deckt die Heilpflanze trotz ihrer vielen Wirkungen nicht alle Beschwerden ab. Um Dir einen Überblick über weitere Tees die heilen zu geben, findest Du im Folgenden eine kurze Übersicht.

  • Kamillentee: Die Kamille ist eine der vielfältigsten Heilpflanzen. Sie kann ebenso, wie die Brennnessel, entzündungshemmend, antibakteriell und krampflösend wirken. Allerdings wird Kamille insbesondere bei Beschwerden im Mund- bzw. Halsbereich, bei Erkältungen oder in den Verdauungsorganen verwendet. Durch die Stoffe, die die Kamille enthält, neutralisiert sie außerdem die Säureproduktion des Magens und kann auch bei Sodbrennen verwendet werden.
  • Ingwertee: Ingwertee hat sich vor allem bei Erkältungen als altbekanntes Heilmittel bewährt. Auch der Ingwertee kann eine entzündungshemmende und schmerzlindernde Wirkung haben. Zudem regt Ingwertee die Verdauung an und kann dadurch auch Beschwerden in der Magen-Darm-Region effektiv bekämpfen. Außerdem wird Ingwertee gern unterstützend zu einer Diät verwendet, da er den Stoffwechsel ankurbelt und gleichzeitig die Ausscheidung von Gift- und Schadstoffen anregen kann.
  • Pfefferminztee: Auch Pfefferminze teilt sich mit der Brennnessel eine Wirkung, beide wirken nämlich krampflösend. Darüber hinaus wirkt sie gallenflussfördernd und kann aus genau diesem Grund krampfartige Beschwerden in Magen oder Darm lindern. In ihren Blättern befinden sich ätherische Öle. Darauf lässt sich die antivirale und harntreibende Wirkung zurückführen. Pfefferminze kann außerdem, nach unterschiedlichen Erfahrungsberichten, auch vor allem bei Spannungskopfschmerzen eingesetzt werden.
  • Melissentee: Melisse beinhaltet zahlreiche Stoffe, die sich positiv auf unseren Körper auswirken können und denen heilsame Effekte nachgesagt werden. Melisse kann insbesondere bei geistigen Beschwerden, wie innerer Unruhe, Schlafproblemen oder Nervosität bspw. vor einer Prüfung eingesetzt werden. Diese Heilpflanze kann beruhigend auf den Darm wirken und wird aus diesem Grund besonders gerne bei einem Völlegefühl oder Blähungen in Form eines Tees getrunken. Ebenso wie der Brennnesseltee kann Melissentee eine krampflösende Wirkung haben. Diese aber ausschließlich bei Menstruationsbeschwerden.
  • Grüner Tee: Grüner Tee erlebte vor allem in den letzten Jahren eine zunehmende, aber auch berechtigte Wahrnehmung. Denn Grüner Tee ist, wie auch der Brennnesseltee, ein echter “Allrounder”. Er kann antibakteriell wirken und dadurch insbesondere Karies vorbeugen, er soll die Haut strahlen lassen und ebenso wie der Ingwertee bei der Diät unterstützen. In den letzten Jahren geriet der Grüne Tee immer mehr in den Fokus wissenschaftlicher Untersuchungen, welche besagen, dass er auch vor Alltagskrankheiten schützen soll.

Du siehst also, dass falls Brennnesseltee keine Option für Dich darstellen kann, Du trotzdem für all deine Beschwerden eine Alternative finden kannst. Die Liste an heilsamen Tees ist lang und für alle Beschwerden ist somit ein natürliches, im Idealfall sogar noch leckeres, Heilmittel zu finden.

Fazit

Die Blätter der Brennnessel sind vor allem auch in der Form eines Tees ein echtes Multitalent und vor allem bei Menschen und Ärzten, die auf Hausmittel setzen durchaus sehr beliebt.

Durch die vielen Inhaltsstoffe kann der Brennnesseltee insbesondere Beschwerden der Blase lindern, das Hautbild verbessern oder auch die Haare stärken. Dennoch solltest Du bedenken, während der Schwangerschaft bzw. Stillzeit den Tee nicht zu dir zu nehmen.

Ebenso wichtig wie die Wirkungen an sich ist, dass Nebenwirkungen nur in äußerst seltenen Fällen auftreten und das meist bei einer Überdosierung bzw. bei Vorerkrankungen. Um sicherzugehen, sollte die längere Einnahme von Brennnesseltee mit Deinem Arzt abgeklärt werden.

Leidest Du unter keinen Vorerkrankungen und hältst dich an die vorgegebene Maximaldosis für den Tag bzw. für den Zeitraum der Einnahme sind Nebenwirkungen unwahrscheinlich.

Bildquelle: Unsplash/ Engin Akyurt

Einzelnachweise (11)

1. Pagano, Ester: "Phytotherapy of benign prostatic hyperplasia. A minireview."
Quelle

2. praxistipps.focus.de: Brennnesseltee: Wirkung und Nebenwirkungen im Überblick
Quelle

3. drhohmuth-urologe.de: BRENNNESSEL? GUT FÜR DIE PROSTATA UND CO.
Quelle

4. apotheken-umschau.de: Brennnessel: Entwässerndes Wildkraut
Quelle

5. hailpraxisnet.de: Brennnesseltee – Anwendung und Wirkung
Quelle

6. veganblatt.com: Wie Du Brennnessel-Tee ganz einfach selber machst
Quelle

7. praxistipps.focus.de: Brennnesseltee selber machen: Eine Anleitung
Quelle

8. Berlin.de: Brennnessel: Nicht anfassen, sondern trinken
Quelle

9. praxistipps.focus.de: Brennnesseltee: Wirkung und Nebenwirkungen im Überblick
Quelle

10. praxistipps.focus.de: Brennesseltee in der Schwangerschaft: Worauf Mütter achten müssen
Quelle

11. Teesorten-wirkung.de: Brennesseltee in der Stillzeit
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Phytotherapy of benign prostatic hyperplasia. A minireview
Pagano, Ester: "Phytotherapy of benign prostatic hyperplasia. A minireview."
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Brennnesseltee: Wirkung und Nebenwirkungen im Überblick
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