Eisen Überdosierung
Zuletzt aktualisiert: 17. Dezember 2020

Eisen ist ein essentieller Bestandteil des Organismus und das am häufigsten vorkommende Spurenelement im Körper. Im Alltag sorgt Eisen für ein starkes Immunsystem und hilft bei der Bindung von Sauerstoff im Blut. Generell kann der Körper seinen Eisenhaushalt selbst regulieren, liegt jedoch ein Überschuss vor muss dieser manuell behandelt werden.

In diesem Artikel haben wir Dir die wesentlichen Funktionen von Eisen erklärt und Dir alles rund um das Thema Eisenüberschuss zusammengefasst. Im weiteren erhältst Du wertvolle Tipps was es bei einer Eisenüberdosierung zu tun gilt und zeigen Dir auf welche weiteren Maßnahmen Du ergreifen kannst, um eine Eisenüberdosierung zu vermeiden.




Das Wichtigste in Kürze

  • Eisen ist ein lebensnotwendiges Spurenelement im Körper, dass zur Speicherung und zum Transport von Sauerstoff im Blut beiträgt.
  • Ein zu hoher Eisenhaushalt irritiert die Darmschleimhaut und kann gravierende Auswirkungen, wie Erbrechen, Fieber oder blutigen Stuhl, haben. Unentdeckt oder unbehandelt kann es sogar zur Zerstörung von Organen führen.
  • Je nach Schweregrad und Gesundheitszustandes kann eine Ernährungsumstellung den Abbau von Eisen begünstigen. In schlimmeren Fällen müssen Therapien wie die Chelat-Therapie oder der Aderlass angewendet werden.

Definition: Was ist Eisen?

Eisen ist ein Spurenelement, ein anorganischer Nährstoff der nur in geringen Spuren vom Körper benötigt wird, aber selbst vom Körper nicht produziert werden kann. Dennoch ist Eisen ist am häufigsten vorkommende Spurenelement im Menschen. Der Mineralstoff sorgt für starke Nägel, Haare und Haut und ist damit ein wichtiger Bestandteil für ein starkes Immunsystem (1).

Grundsätzlich unterscheidet man zwischen mehreren Oxidationsstufen, wobei jedoch nur zwei eine essentielle Bedeutung für unseren Organismus haben:

  • zweiwertiges Eisen – Ferroverbindungen
  • dreiwertiges Eisen – Ferriverbindungen

Der Unterschied besteht in der Löslichkeit und im Ursprung. Das zweiwertige Eisen wird aus tierischen Lebensmittel aufgenommen und ist besser löslich. Damit hat es auch eine bessere Bioverfügbarkeit. Das dreiwertige Eisen kommt aus pflanzlichen Lebensmittel (2).

Hintergründe: Was Du über eine Überdosierung von Eisen wissen solltest

Du hattest selbst bereits einmal den Fall oder Du kennst jemanden, der schon einmal zu viel Eisen genommen hat? Wir haben Dir die häufigsten Fragen zum Thema Eisen Überdosis zusammengefasst und ausführlich beantwortet.

Um dem Problem des Eisenüberschusses im Körper entgegenwirken zu können, ist es gut die Hintergründe zu kennen und diesen auf den Grund zu gehen. Darum empfehlen wir die Fragen vor dem Teil der Problem-Lösungsansätze durchzugehen und zu hinterfragen. Dieses Hintergrundwissen wird Dir später helfen.

Welche Funktion hat Eisen im Körper?

Eisen ist ein essentieller Bestandteil für fast alle Lebewesen. Das Spurenelement hat die Eigenschaft Sauerstoff transportieren und speichern zu können und unterstützt die Neubildung von roten Blutkörperchen. Damit kann mithilfe von Eisen, der über die Lungen aufgenommene Sauerstoff in den roten Blutkörperchen an den Blutfarbstoff Hämoglobin gebunden und ist Gewebe weiter transportiert werden (3).

Eisen ist für den Menschen lebensnotwendig und unterstützt den Körper in vielen Bereichen.

Eisen unterstützt auch viele andere Bereiche. Zum einen wird Eisen zur Produktion von Hormonen und Botenstoffen benötigt und zum anderen ist Eisen auch an der Kollagensynthese (Bildung von straffer, glatter Haut) beteiligt. Eine besonders wichtige Aufgabe hat Eisen in der Wachstumsphase und Gehirnentwicklung bei Kindern (4).

Trotz seiner äußerst wichtigen Funktion im Körper, muss Eisen durch Organismen stark kontrolliert werden, da Eisen durch eine ausgelöste Reaktion auch giftig wirken kann (5).

Was ist der tägliche Bedarf von Eisen?

Grob gesehen haben wir 2 bis 4 Gramm Eisen in unserem Organismus. Der größte Teil davon, ca. 70 % des Eisens befindet sich in unserem Blut. Durch kleine Abschürfungen verliert ein Erwachsener ungefähr 1 bis 2 mg Eisen pro Tag, bei menstruierenden Frauen kann der Verlust auf 3 bis 60 mg Eisen steigen. Schwangere geben darüber hinaus ca. 500 mg Eisen pro Schwangerschaft an das Kind ab.

Betrachtet man die reguläre Ernährung werden pro Tag ca. 10 bis 30 mg Eisen durch Lebensmittel aufgenommen. Davon werden allerdings nur ein Teil, ca. 1 bis 3 mg, auch resorbiert (6).

Alter Eisen mg/Tag
Säuglinge 0 bis 12 Monate 0,5 bis 8
Kinder 1 bis 7 Jahre 8
Kinder 7 bis 10 Jahre 10
Kinder 10 bis 19 Jahre männlich 12, weiblich 15
Erwachsene 19 bis 51 Jahre männlich 10, weiblich 15
Erwachsene 51 + Jahre 10
Schwangere 30
Stillende 20
Sportler 10 bis 20

 (7)

Der NOAEL Wert gibt an bis zur welcher Dosis Eisen keine schädigende Wirkung beobachtet wurde. Diese liegt bei Eisen bei 10 bis 20 mg Fe/kg Körpergewicht (8).

Wie lange braucht der Eisenaufbau?

Da Eisen nur sehr langsam vom Körper aufgenommen werden kann, werden Therapien von mindestens 3 bis 6 Monaten empfohlen. Die meisten Eisenpräparate werden täglich in Tablettenform geschluckt. Auch wenn es recht lange braucht bis die Eisenspeicher wieder voll sind, kann man bereits nach ca. 10 Tagen eine Veränderung im Blutbild feststellen (9).

In welchen Lebensmitteln ist Eisen enthalten?

Die beste bioverfügbare Form von Eisen befindet sich in Fleisch und Meeresfrüchten. Das zweiwertige Eisen kann vom oberen Dünndarm aufgenommen werden. Anorganisches Eisen, also dreiwertiges Eisen steckt vor allem in Gemüse und Früchten.

Quelle (Ranking von sehr gut bis gut) mg Eisen pro 100g
Muscheln 15 bis 30
Leber und Innereien 6 bis 32
Rind- und Schweinefleisch 2 bis 28
Geflügel 1 bis 27
Vollkornbrot 1 mg pro Scheibe
Grünes Gemüse 1 bis 3 mg pro ½ Tasse
Nüsse 1 mg pro 30 g

(10)

Wie viel Eisen auch wirklich aufgenommen wird, hängt von mehreren Faktoren ab. Einerseits, ist die Wertigkeit des Eisens wichtig und andererseits, beeinflussen auch andere Lebensmittel, die gleichzeitig konsumiert werden, wie gut das Eisen vom Körper aufgenommen wird. (5)

Welche Nebenwirkungen kann eine Eisenaufnahme haben?

Bereits in therapeutischen Dosen können orale Eisenpräparate Übelkeit, Erbrechen oder Beschwerden im Oberbauch verursachen. Diese Nebenwirkungen können von der Irritation der Darmschleimhaut herrühren. Die Nebenwirkungen scheinen jedoch auch vom Säure Inhalt des Magens abhängig zu sein (11). Ebenfalls kann eine Steigerung der Eisengabe auch die Nebenwirkungen verstärken (12).

Eisentabletten sind nicht zwingendermaßen gut verträglich. Achte daher auf die empfohlene Einnahme, am besten 1 Stunde vor oder nach der Mahlzeit.

Eine unbedenkliche Nebenerscheinung bei der Einnahme von Eisen kann die Schwarzfärbung von Stuhl sein. Um unangenehme Bauchschmerzen zu vermeiden, empfiehlt es sich das Eisenpräparat 1 bis 2 Stunden vor oder nach einer Mahlzeit einzunehmen.

Warum wirkt sich eine Überdosierung schlecht auf den Körper aus?

Nur rund 10 bis 20 % der oralen Eisen Einnahme kann vom Körper aufgenommen werden. Die verbleibenden 80 bis 90 % lagern sich in den Organen ab oder verweilen im Darm. Wird zu viel Eisen eingenommen, können oralen Eisenpräparate Gewebeschäden an der Schleimhaut und im Magen hinterlassen (13).

Überschüssiges Eisen lagert sich im Darm und den Organen ab und kann zu Gewebeschäden führen.

Das konsumierte Eisen kann im Darm einen toxischen Mechanismus auslösen. Mit der Zeit kann ein Überschuss an Eisen im Körper zur Zerstörung von Organe führen. Zur Folge sind typische Eisenspeichererkrankungen wie Leberzirrhose (Endstadium einer Leberschädigung) und Fibrose des Pankreas mit Diabetes mellitus (irreversible Einschränkung der Bauspeicheldrüse) (14).

Egal ob ein erhöhter Eisenspiegel erblich bedingt ist oder durch eine überhöhte Einnahme herrührt, wichtig ist zu bedenken, dass eine Eisenüberladung auf verschiedene Organe übergehen und dort entsprechende Gewebeschäden verursachen kann. Daher können auch Haut, Herz und Gelenke von einem Eisenüberschuss in Mitleidenschaft gezogen werden (5).

Auch bei Kindern könnte eine Wachstumsstörung auftreten oder bei Erwachsenen zur Impotenz oder Unfruchtbarkeit führen. Generell sollte dem Körper keine unnötige Dosis an Eisen verabreicht werden, da diese womöglich Entzündungen und Infektionen verstärken kann (6).

Was sind die Symptome einer Eisenüberdosierung?

Hierbei wird zwischen kurzfristigen und langfristigen Symptomen unterschieden. Kurzfristig ergeben sich, durch die verursachten Abschürfungen der Magen und Darm Oberfläche, Symptome wie Fieber, Erbrechen von Blut, blutiger Durchfall gefolgt von einer bis zu 24 Stunden symptomfreien Zeit. Dies sind die ersten Anzeichen einer akuten Eisenvergiftung (15).

Der Körper reagiert mit einem Schock auf die toxische Wirkung des Eisens, was zu einer Erweiterung der Arteriolen (Venen zur Regulierung des Blutdruckes), zu einem Kapillarleck oder gar Herzversagen führen kann (8).

Wird über eine längere Zeit unnötig Eisen eingenommen, kann es zu Schwächeanfällen, Gewichtsverlust, dunkler Hautpigmentierung oder Gelenkbeschwerden kommen. Sollten diese Symptome nicht rechtzeitig behandelt werden, können sich darauf Langzeitfolgen bzw. Schäden entwickeln (15).

Wann spricht man von einer Eisenüberdosierung und einer Eisenvergiftung?

Prinzipiell arbeiten Organismen im Körper, die den Menschen vor einem Eisenüberschuss schützen sollen. Handelt es sich aber um eine akute orale Eisenvergiftung sind diese Organismen zu schwach. Damit solle eine orale Einnahme auch immer abgesprochen werden. Eine Eisenüberladung liegt meist vor, wenn der Ferritinspiegel über 1000 ng/ml liegt und es keine begleitende Entzündung gibt (6).

Eisen übernimmt bei vielen Reaktionen eine wichtige Aufgabe, jedoch kann Eisen bei einem Überschuss auch als Gift vom Körper wahrgenommen werden (5). Bei älteren Menschen kann eine Einnahme von mehr als 30 mg/Tag bereits eine Überschreitung darstellen (16).

Eisen Überdosierung

Kinder und ältere Menschen sollten ihren Eisenspiegel beobachten, da ein Eisenüberschuss ihnen besonders schaden kann (Bildquelle: Nani Chavez / Unsplash)

Solange Eisen an Transport- oder Speicher-Moleküle gebunden ist, ist Eisen ungefährlich. Doch treffen zu viele freie Eisenionen auf Peroxide, kann der Körper eine chemische Reaktion hervorrufen, bei denen Sauerstoffradikale entstehen, die eine radikale toxische Auswirkung haben (17).

Tödliche Folgen kann eine orale Einnahme von 180 bis 300 mg Fe/kg Körpergewicht haben. Bei Kindern in ist die Einschätzung der Dosis im Verhältnis zum Körpergewicht noch kritischer und sind daher besonders gefährdet (18).

Eisenüberdosierung: Die besten Tipps & Ansätze bei zu viel Eisen im Körper

Auch wenn Eisen ein wichtiges Spurenelement ist, sollte man sich nicht selbst diagnostizieren, sondern eine Einnahme immer vorab mit dem Arzt besprechen. Besonders Kinder können schnell an einer Überdosis erkranken (19).

Eisen Überdosierung vermeiden

Ist bekannt, dass Du zu viel Eisen im Körper hast, sollte eine ausgewogene Ernährung der erste Schritt sein, um einen Eisenüberschuss vorzubeugen.

  1. Versuche auf besonders eiweißreiche Lebensmittel wie Fisch oder Fleisch zu verzichten.
  2. Nimm viel frisches Gemüse zu Dir.
  3. Der regelmäßige Konsum von schwarzem Tee zu Deiner Mahlzeit kann die Eisenaufnahme reduzieren.

Wurden Dir Eisentabletten verschrieben, solltest Du Dich an die vorgeschriebene Einnahme des Arztes halten.

Durch regelmäßige Kontrollen beim Arzt kannst Du frühzeitig eine Überdosierung feststellen lassen.

Wichtig ist es Eisenpräparate kindersicher aufzubewahren, da eine zu große Menge besonders bei kleineren Kindern schwerwiegende Folgen haben kann. Wurden unbeabsichtigt zu viele Tabletten auf einmal eingenommen sollte umgehend ein Arzt konsultiert werden (20).

Therapie bei einer Eisenüberdosierung

Liegt eine akute Eisenvergiftung vor, sollte eine weitere Aufnahme von Eisen in den Stoffwechsel verhindert werden. Meist wird dafür eine Magenspülung vorgenommen oder bestimmte Medikamente verabreicht. Ist die Einnahme der Tabletten erst vor Kurzem (weniger als 1 Stunde) erfolgt, kann durch Erbrechen einer Überdosierung entgegengewirkt werden (6).

Aderlass-Therapie

Eine bewährte Methode bei einem chronischen Eisenüberschuss, ist der Aderlass. Die Therapie ist darauf ausgerichtet, dass über einen längeren Zeitraum (Wochen bis Jahre) Blut abgenommen wird um langsam den Eisenspiegel zu senken. Aber auch mit dem ist es noch nicht getan. Um eine langfristige Senkung des Eisengehalts zu ermöglichen, wird weiterhin Blut abgenommen, um den Spiegel konstant zu halten (21).

Eisen Überdosierung

Durch die Chelat-Therapie kann das Eisen im Körper gebunden und ausgeschieden werden und damit das Leben Vieler deutlich verlängern. (Bildquelle: Obi Onyeador / Unsplash)

Wie lange die Therapie fortgesetzt werden muss, hängt von Alter und Geschlecht ab (21).

Chelat-Therapie

Der Name Chelat-Therapie kommt aus dem griechischen bedeutet soviel wie Krebsschere. Denn das gegebene Medikament kann wie eine Krebsschere das Eisen umgreifen. Gemeinsam mit dem Chelatormolekül kann nun das Eisen über die Galle ausgeschieden werden. Dies muss allerdings gleichmäßig über den Tag verteilt geschehen, um eine dauerhafte Wirkung zu erzielen. Einen Behandlungserfolg kann im 24-Stunden-Sammelurin gemessen werden (6).

Diese Therapie mit dem Wirkstoff Deferoxamin ist invasiv und muss fünf bis sieben Tage die Woche aufwendig per Infusionstherapie ins Unterhautfettgewebe verabreicht werden. Wichtig ist, dass die Infusion sich richtig entfalten kann, da ansonsten gesundheitliche Folgen auftreten könnten (5).

Der Wirkstoff Deferasirox wird als Filmtablette eingenommen zur Therapie von chronischem Eisenüberschuss. Durch das Medikament kann das überflüssige Eisen auf Leber und Herz abtransportiert werden. Die Wirkung hält 24 Stunden und kann je nach Alter des Kindes, bei jenen und Erwachsenen angewendet werden (6).

Ernährungstipps bei Eisenüberschuss

Auch wenn der Körper nur einen Bruchteil des konsumierten Eisens aufnehmen kann, wird der Eisenhaushalt durch eine richtige Ernährung begünstigt oder vermindert.

Einnahme von Eisenaufnahme-Hemmer

Gewisse Umstellungen in der Ernährung kann die zusätzliche Aufnahme von Eisen hemmen. Eisenräuber Nummer eins ist Kaffee. Die darin enthaltenen Tannine hemmen die Eisenaufnahme. Auch Lebensmittel, die besonders viel Eisen enthalten, können durch bestimmte Inhaltsstoffe die Aufnahme von Eisen verringern. Getreide, Vollkornreis, Hülsenfrüchten oder Mais enthalten Phytinsäure, welche das Eisen bindet und so nicht vom Körper aufgenommen werden kann (22).

Calcium ist ebenfalls als Eisenräuber diagnostiziert. Größere Mengen an Milch oder Milchprodukten empfehlen sich, wenn der Eisenhaushalt ausgeglichen werden soll. Weitere Lebensmittel, die zur Hemmung der Eisenresorption beitragen sind Weizenkleie und Sojaprodukte. Auch Arzneimittel können die Eisenaufnahme verringern, Aspirin und Antazida (Mittel zur Hemmung der Magensäureproduktion) sind zwei davon (5).

Zur Übersicht von Eisen-Hemmer kannst Du Dir folgendes merken:

Hemmer Vorkommen
Phytinsäure Getreideprodukte, Mais, Reis, Vollkornprodukte, Sojaprodukte, Hülsenfrüchte
Oxalsäure vor allem im Spinat, Rhabarber, Kakao
Polyphenole (z.B. Tannine) in allen Pflanzen (besonders in Trauben)
Traubensaft, Rotwein, Kaffee (auch ohne Koffein und auch in Getreidekaffee) und Tee (v.a. schwarzer und grüner Tee), Hirse, Spinat
pflanzliche Proteine (allgemein) in allen Pflanzen (insbesondere in Hülsenfrüchten)
in Vollkornprodukten
Calciumsalze Nahrungsmittel mit hohem Gehalt dieser Nährstoffe wie z.B. Käse, Überangebot durch Nahrungsergänzungsmittel
Medikamente Nahrungsmittel mit hohem Gehalt dieser Nährstoffe wie z.B. Käse, Magensäurebinder, aluminium-, magnesium- und calciumhaltige Antazida

(11)

Einschränkung von eisenhaltigen Lebensmittel

Wie es auch Eisenhemmer gibt, tragen andere Lebensmittel zu einer vermehrten Aufnahme bei. Vitamin C und Zitronensäure fördern besonders die Aufnahme von Eisen. Weitere pflanzliche Lebensmittel mit hohem Eisengehalt sind unter anderem: Vollkornprodukte, Hülsenfrüchte, Pilze, Kohlgemüse, Samen und Rote Beete (4).

Eisen Überdosierung

Vitamin C haltige Lebensmitte wie Zitronen begünstigen besonders die Aufnahme von Eisen im Körper. (Bildquelle: Ghislaine Guerin / Unsplash)

Als Übersicht für Eisen-Förderer dient Dir die nachstehende Tabelle:

Förderer Vorkommen
Vitamin C in allen Früchten, insbesondere in Zitrusfrüchten und deren Säften
in frischem Gemüse, in Nahrungsergänzungsmitteln und Vitaminpräparaten
Fleisch, Geflügel, Fisch liefern sog. Häm-Eisen und sind sehr gut verwertbar für den Körper
Fleisch (allgemein) verbessert die Eisenaufnahme aus anderen Nahrungsbestandteilen
Leber natürliches Speicherorgan für Eisen
niedriger pH-Wert saure Lebensmittel fördern grundsätzlich die Eisenaufnahme
Nielsen

(11)

Fazit

Eisen ist ein wichtiger Mineralstoff für den Körper, der uns hilft Sauerstoff im Blut zu binden. Allerdings, kann sich ein Eisenüberschuss kann sich stark auf die Gesundheit des Menschen auswirken. Ein Überkonsum an Eisen kann toxische und damit entzündliche Auswirkungen auf unsere Organe und dessen Gewebe haben, welche wiederum Infektionen begünstigen. Deshalb sollte eine Eiseneinnahme immer zuerst medizinisch abgeklärt werden.

Positiv ist allerdings, dass wenn nicht unbedingt eine Eisenvergiftung vorliegt lassen sich sowohl ein Überschuss an Eisen als auch eine Eisenanämie gut behandeln. Abseits von medizinischen Eingriffen kann auch eine Ernährungsumstellung positiv zur Hemmung von Eisen beitragen.

Bildquelle: Andriiakhina/ 123rf.com

Einzelnachweise (22)

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2. Andrews SC, Robinson AK, Rodriguez-Quinones F. Bacterial iron homeostasis. FEMS Microbiol Rev 2003;27:215—37. DOI: 10.1016/S0168-6445(03)00055-X
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3. Funktion von Eisen. 2014. MEDICE Arzneimittel Pütter GmbH & Co. KG, MEDICE Pharma
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4. Sonja Thüllen. EISEN – WIE VERMEIDE ICH EINEN MANGEL? 2020. Doc Morris N.V.
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5. Reinhard Saller, Christine Römer-Lüthi, Reto Brignoli, Remy Meier. Eisen – ein zweischneidiges Schwert? Systematischer Review zur klinischen Bedeutung eines essenziellen Spurenelements. Schweiz. Zschr. GanzheitsMedizin 2007;19(2):96–103. DOI: 10.1159/000283647
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6. Liana C Del Gobbo, Fumiaki Imamura, Jason HY Wu, Marcia C de Gattermann, Strupp. Transfusionsbedingte Eisenüberladung bei Patienten mit myelodysplastischem Syndrom oder aplastischer Anämie. Patientenbroschüre, Deutsche Leukämie- und Lymphom-Hilfe 2015; 6(7):3-17
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12. Reddaiah VP, Raj PP, Ramachandran K, Nath LM, Sood SK, Madan N, Rusia U. Supplementary iron dose in pregnancy anemia prophylaxis. Indian J Pediatr. 1989 Jan-Feb;56(1):109-14. doi: 10.1007/BF02749720. PMID: 2583756.
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15. Schümann, K., Ettle, T., Szegner, B., Elsenhans, B., & Solomons, N. W. (2014). Risiken und Nutzen der Eisensupplementation: Empfehlungen zur Eisenaufnahme kritisch betrachtet. Perspectives in Medicine, 2(1-4), 19–39. doi:10.1016/j.permed.2013.09.003
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16. Fleming DJ, Tucker KL, Jacques PF, Dallal GE, Wilson PW, Wood RJ. Dietary factors associated with the risk of high iron stores in the elderly Framingham Heart Study cohort. Am J Clin Nutr. 2002 Dec;76(6):1375-84. doi: 10.1093/ajcn/76.6.1375. PMID: 12450906.
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18. Anderson AC. Iron poisoning in children. Curr Opin Pediatr. 1994 Jun;6(3):289-94. doi: 10.1097/00008480-199406000-00010. PMID: 7914796.
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19. McGuigan MA. Acute iron poisoning. Pediatr Ann. 1996 Jan;25(1):33-8. doi: 10.3928/0090-4481-19960101-08. PMID: 8775917.
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20. PIERRE FABRE MÉDICAMENT PRODUCTION. Gebrauchsinformation Tardyferon-Fol.2018
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21. Sandra Roth. Blutdrucksenkende Wirkung einer Eisenreduktion durch Aderlass: Eine randomisiert-kontrollierte Studie. 2019.
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22. Weißenborn, A., Bakhiya, N., Demuth, I. et al. Höchstmengen für Vitamine und Mineralstoffe in Nahrungsergänzungsmitteln. J Consum Prot Food Saf 13, 25–39 (2018). https://doi.org/10.1007/s00003-017-1140-y
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Definition
Dr. Astrid Högemann. 2020. Spurenelement
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Scientific Review
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Defintion
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Testberichte