Kopfschmerzen stellen für viele Menschen einen wöchentlichen Begleiter dar, dabei sind ihre Erscheinungsformen vielseitig. Ebenso vielseitig sind die Begleiterscheinungen, die mit Kopfschmerzen einhergehen.

Um Kopfschmerzen besonders schnell loszuwerden, wird dabei oftmals zur Tablette gegriffen. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig die nachhaltigste und beste Behandlungsmethode für unseren Körper, da auf lange Sicht ebendiese Schmerzmittel, auch zu einer erhöhten Schmerzempfindung, der sogenannten Schmerzkrankheit, führen können.

Insbesondere bei leichten und mittelstarken Kopfschmerzen können natürliche Hausmittel auf schonende Art und Weise Abhilfe gegen Kopfschmerzen verschaffen.

In diesem Artikel möchten wir dir daher das komplexe Krankheitsbild Kopfschmerzen etwas näher bringen und dir aufzeigen, welche natürlichen Hausmittel gegen Kopfschmerzen helfen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kopfschmerzen sind eines der häufigsten Beschwerden der Bevölkerung. Generell unterscheidet man über 220 verschiedene Arten von Kopfschmerzen.
  • Verschiedene Symptome treten bei Kopfschmerzen auf: Fieber, Erkältungssymptome, Übelkeit , Müdigkeit, Tinnitus. Diese Symptome können sich bei unbehandelten Kopfschmerzen verschlimmern.
  • Mithilfe von natürlichen Hausmitteln kannst du leichten bis mittelstarken Kopfschmerzen gut entgegensteuern und deinen Körper dabei nachhaltig gesunden lassen. Dabei haben sich Kaffee mit Zitrone, Heiltees, Bewegung, Wärme und Akupressur als wahre Helfer bei Kopfschmerzen etabliert.

Hausmittel gegen Kopfschmerzen Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Wärmekissen gegen Kopfschmerzen

Dieses Körnerkissen lässt sich ganz einfach im Backofen oder der Mikrowelle erwärmen und kann dir so schnell gegen deine Kopfschmerzen helfen. Für langhaltende Wärme kann das Kissen auch deine Körperwärme speichern.

Alternativ ist dieses Kissen auch als Aromakissen mit Duft einer Mischung aus Lavendel, Eukalyptus und anderen Kräutern. Der Bezug beider Kissen lässt sich zudem ganz einfach bei 60 ° waschen.

Die beste kalte Kompresse gegen Kopfschmerzen

Diese Mehrfach Kompressen werden in einem praktischen Set mit insgesamt fünf Kompressen geliefert. Praktisch dabei ist, dass du die Kompressen sowohl kalt als auch warm für deine Kopfschmerzen einsetzen kannst, je nachdem, was angenehmer für dich ist.

Zusätzlich wird auch eine Hülle aus Vlies für die Kompressen mitgeliefert, damit sich die Kompressen angenehm auf deiner Haut anfühlen.

Das beste ätherische Öl gegen Kopfschmerzen

In diesem kleinen Fläschchen Pfefferminzöl steckt zu 100 % reines und biologisches Öl. In dem Fläschchen sind 5 ml Pfefferminzöl enthalten, die bei Kopfschmerzen einfach aufgetragen werden können.

Da du nicht viel Öl benötigst, um den Kopfschmerz zu lindern, kommst du mit dem kleinen Fläschchen trotzdem lange aus. Außerdem kannst du es auch für Anwendungen der Kosmetik oder in der Küche verwenden.

Die besten Koffeinkapseln gegen Kopfschmerzen

Diese hochdosierten Koffeinkapseln enthalten pro Kapsel 200 mg Koffein und entsprechen so etwa zwei Tassen Kaffee. Positiv an diesen Kapseln ist, dass sie bei der Herstellung ohne die Zugabe von Magnesiumstearat auskommen.

Die Kapseln sind frei von jeglichen Zusatzstoffen, Zucker oder Laktose und Gluten und können somit ideal auch von Allergikern konsumiert werden.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Hausmittel gegen Kopfschmerzen kaufst

Im Folgenden möchten wir auf weitere Fragestellungen eingehen, die dir einen besseren Überblick über das Krankheitsbild geben sollen.

Wie entstehen überhaupt Kopfschmerzen? Welche Arten von Kopfschmerzen charakterisiert man und wie unterscheiden sich diese untereinander?

Mit welchen Begleiterscheinungen gehen Kopfschmerzen einher? Auf diese Fragen möchten wir dir gerne in diesem Artikel eine Antwort geben.

Was sind Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen sind Schmerzempfindungen im Bereich des Kopfes. Sie zählen mit Rückenschmerzen zu den häufigsten Beschwerden der Bevölkerung.

Viele Menschen leiden mindestens einmal, meistens sogar mehrmals im Jahr an Kopfschmerzen. Dabei sind Frauen in der Regel öfters betroffen als Männer.

Die Ursachen für Kopfschmerzen können vielfältiger nicht sein. Deswegen ist es nicht verwunderlich, dass es mehr als 220 Arten von verschiedenen Kopfschmerzen gibt. (Bildquelle: 123rf.com / 69606530)

Kopfweh kommen entweder drückend, pochend oder stechend daher und können alle Bereiche des Kopfes betreffen. Sowohl einseitig als auch beidseitige Schmerzen sind möglich.

Sie können dabei kurzfristig oder regelmäßig in Wochen- oder Monatsabständen auftreten. Die Art und Stärke des Kopfschmerzes variiert sehr stark.

Generell kann man zwischen primären Kopfschmerzen und sekundären Kopfschmerzen unterscheiden. Erstere sind ein eigenständiges Krankheitsbild, die keine erkennbare Ursache haben. Die Zweitgenannten dagegen folgen aus einer anderen Erkrankung.

Der Verlauf von Kopfschmerzen lässt sich in sporadische, episodische und chronische Kopfschmerzen untergliedern.

Episodische Kopfschmerzen schrecken die Lebensqualität Betroffener sehr stark ein.

Während man unter sporadischen Kopfschmerzen seltene Schmerzepisoden mit einer Dauer von Minuten bis Tagen versteht, treten episodische Kopfschmerzen weitaus häufiger auf, beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen aber nur selten.

Hingegen ist im medizinischen Sprachgebrauch von chronischen Kopfschmerzen die Rede, wenn die Kopfschmerzen an 15 Tagen im Monat vorliegen.

Wodurch können Kopfschmerzen entstehen?

In der Forschung ist die Entstehung von Kopfschmerzen noch nicht eindeutig geklärt. Es besteht lediglich die Vermutung, dass Prozesse der Schmerzentstehung, Schmerzweiterleitung und Schmerzhemmung gestört sind.

Ferner können Kopfschmerzen und ihr Ursachengrund in primäre und sekundäre Kopfschmerzen untergliedert werden.

Während bei primären Kopfschmerzen der Schmerz selbst die Erkrankung ist, stellen sekundäre Kopfschmerzen die Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung dar.

Zwar haben primäre Kopfschmerzen keine klar ausmachende Ursache, dennoch können verschiedene Situationen, die Schmerzen auslösen.

Im Gegensatz dazu, basieren sekundäre Kopfschmerzen auf eine Krankheit bzw. auf äußere Einflüsse. Die häufigsten Auslöser bzw. Ursachen beider Arten findest du in der folgenden Tabelle.

Art des Kopfschmerzes Auslöser bzw. Ursache
Primäre Kopfschmerzen Stress, Flüssigkeitsmangel, schlechte Luft in Räumen, Arbeit am Bildschirm, Wetterwechsel, Schlafmangel, unregelmäßigen Schlaf, Rauchen, Alkohol, Hormonschwankungen während des weiblichen Zyklus
Sekundäre Kopfschmerzen Kopf- und Halswirbelsäulenverletzungen, Entzündungen, Virusinfektionen, verminderte Sauerstoffaufnahmefähigkeit des Bluts, Bluthochdruck, Bandscheibenvorfall an der Halswirbelsäule, Verspannung der Nackenmuskulatur, Unterzuckerung bei Diabetes, Hitzschlag
Akuter Grüner Star (Glaukom-Anfall), Hirn-Aneurysma, Schlaganfall
Hirntumor, Pseudoallergie durch Zufuhr bestimmter Nahrungsmittel, bestimmte Medikamente (z.B. Nitrate, Östrogene zur Verhütung), häufige Schmerzmitteleinnahme, Drogenentzug

Welche Arten von Kopfschmerzen gibt es?

Insgesamt unterscheidet die Medizin über mehr als 220 Arten von Kopfschmerzen. Die am häufigsten auftretenden Formen sind der Spannungskopfschmerz und die Migräne.

Beide Arten sind Primäre Kopfschmerzen. Seltener sind sekundäre Kopfschmerzen, die z.B. durch Medikamente, Erkrankungen oder Verletzungen entstehen.

Migräne

Migräne Kopfschmerzen dauern meist zwischen 4 und 72 Stunden.

Migräne beginnen oft mit einseitigen Kopfschmerzen. Während des Migräneanfalls kann der Kopfschmerz die Kopfhälfte wechseln oder sich sogar beidseitig entwickeln.

Der mäßige bis stark auftretende Kopfschmerz fühlt sich pulsierend an und dauert normalerweise 4 bis 72 Stunden.

Typisch für Migräne sind Begleiterscheinungen, wie Übelkeit, Erbrechen oder Lärm- und Lichtempfindlichkeit.

Einige Betroffene erleben vor dem eigentlichen Kopfschmerz eine sogenannte Aura, die Sehstörungen und Kribbeln in Armen und Beinen auslösen kann.

Spannungskopfschmerz

Spannungskopfschmerzen sind leichte bis mittelschwere Kopfschmerzen, deren Intensitäten sich im Verlauf langsam steigern.

Die Schmerzen umfassen beide Kopfhälften, wobei in der Regel nur bestimmte Bereiche, wie Stirn, Schläfen oder Scheitel betroffen sind.

Diese Kopfschmerzart umfasst oft nur einen abgegrenzten Bereich, oftmals die Stirn oder die Schläfen. (Bildquelle: 123rf.com / 48758272)

Betroffene empfinden den Schmerz als dumpf und drückend. Die Schmerzen halten unterschiedlich an: von einer halben Stunde bis hin zu wenigen Tagen. Begleitbeschwerden sind jedoch sehr selten.

Medikamentenbedingter Kopfschmerz

Bei der häufigen Einnahme von Medikamenten, insbesondere Schmerzmittel, sind Kopfschmerzen keine Seltenheit.

Sie nennen sich medikamenteninduzierte Kopfschmerzen und werden als mittelstark bis stark, dumpf und beidseitig beschrieben.

Die Kopfschmerzen treten immer bei der Einnahme von Medikamenten auf. Die Gefahr eines Teufelskreises entsteht. Schmerzmittel werden aus Angst vor Schmerzen genommen.

Die wiederum verursachen erst den Kopfschmerz verursachen, woraufhin der Betroffene die Dosis weiter erhöht.

Cluster-Kopfschmerz

Cluster-Kopfschmerzen treten einseitig und stechend hinter dem Auge auf. Gleichzeitig tränt und schwillt das Auge an, während die Nase verstopft. Der Kopfschmerz steigert sich innerhalb eines kurzen Zeitintervalls auf das Maximum.

Die Beschwerden halten normalerweise zwischen 15 Minuten bis drei Stunden an.

Alkohol, Zigaretten oder flackerndes Licht können Auslöser von Cluster-Kopfschmerzen sein. Verglichen zu den o.g. Arten, treten sie selten auf.

Welche Begleiterscheinungen haben Kopfschmerzen?

Damit du die Symptome richtig deuten kannst, solltest du wissen, mit welchen Begleiterscheinungen Kopfschmerzen einhergehen. Da Kopfschmerzen von Person zu Person individuell ausfallen können, möchten wir dir hiermit einen Überblick geben:

Fieber

Kopfschmerzen in Verbindung mit Fieber werden in der Regel in Zusammenhang mit einem Erkältungsvirus ausgelöst. Dabei werden die Blutgefäße erweitert und verstärken den Druck im Kopf.

Erkältungskopfschmerzen äußern sich dabei in der Regel mit einem dumpfen Pochen und Ziehen im Bereich der Schläfen.

Kopfschmerzen, die mit einer Erkältungssymptomen, wie Fieber einhergehen, sind in der Regel gut mit Hausmitteln zu behandeln, über die wir dich im Folgenden gerne aufklären möchten.

Übelkeit

Kopfschmerzen in Verbindung mit Übelkeit gehen häufig mit weiteren Symptomen einher, welchen für eine korrekte Diagnostik des Krankheitsbildes, eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Weitere Symptome, die in diesem Falle auftreten können sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Lichtempfindlichkeit
  • Sprachstörungen
  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • Müdigkeit

Bei Kopfschmerzen in Kombination mit Erbrechen und Durchfall, liegt in der Regel ein Magen-Darm-Infekt als Ursache zugrunde. Die Kopfschmerzen gehen in diesem Fall mit dem durch den Infekt verursachten Flüssigkeitsverlust einher.

Im Weiteren weisen Lichtempfindlichkeit und Sprachstörungen auf eine Migräne hin, während Fieber, Müdigkeit und Gliederschmerzen, Anzeichen eines grippalen Infekts sind.

Müdigkeit

Unter Müdigkeit versteht man an sich keine Erkrankung, es ist aber eine Äußerung des Körpers, dass er Ruhe benötigt. Folglich bedarf es einer differenzierten Betrachtung des Symptoms Kopfschmerzen vor dem Hintergrund von Müdigkeit.

Treten diese Kopfschmerzen nur selten auf und können mit bestimmten Ereignissen, wie beispielsweise einer durchzechten Nacht in Verbindung gebracht werden, so gelten sie als unbedenklich.

Deinem Körper mangelt es in diesem Fall an Erholung und die Kopfschmerzen in Kombination mit Müdigkeit stellen lediglich einen Ausdruck dieses Bedürfnisses dar.

Anders sieht es jedoch aus, wenn du permanent unter Müdigkeit in Verbindung mit Kopfschmerzen leidest.

In sehr seltenen Fällen können Kopfschmerzen in diesem Fall ein Ausdruck organischer Schäden, Krankheiten, oder Verletzungen sein. In diesem Falle solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, um andere Krankheitsursachen auszuschließen.

Erkältung

Viele Menschen klagen bei einer Erkältung nicht über Schnupfen, Halsschmerzen, oder Husten, sondern über starke Kopfschmerzen. Kopfschmerzen, die im Zusammenhang mit einer Erkältung auftreten, äußern sich in der Regel im Bereich der Stirn, oder der Schläfen.

Die Kopfschmerzbeschwerden liegen dabei in der Regel mit einer Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen zusammen.

Dabei wird ein Sekret gebildet, welches einen Druck im Kopf auslöst, wenn es nicht mehr abfließen kann.

Treten bei einer Erkältung Kopfschmerzen in Kombination mit Gesichtsschmerzen auf, so sind dies Anzeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung, die einer ärztlichen Behandlung bedarf.

Wer trotz Erkältungssymptome, wie starke Kopfschmerzen, seinem Körper nicht die nötige Ruhe gönnt, läuft Gefahr, Spannungskopfschmerzen zu entwicklen, die sich in einem dumpfen Drücken, oder Ziehen äußern können.

Wetterfühligkeit

Mehr als der Hälfte der Deutschen leidet unter Wetterfühligkeit. Gehörst du auch zu dem Personenkreis, der insbesondere im Herbst oder Frühling mit dem Wetterwechsel zu kämpfen hat, so ist dir sicherlich auch aufgefallen, dass diese Temperaturschwankungen zugleich einen Kopfschmerz-Trigger darstellen.

Reagierst du empfindlich auf Wetterwechsel, so können Kopfschmerzen einen Ausdruck deiner verstärkten Wetterfühligkeit darstellen. (Bildquelle: unsplash.com / Johannes Plenio)

Insbesondere Migräne-Patienten sind stark von Wetterfühligkeit betroffen. Gemäß aktueller Forschungsergebnisse, erhöht ein Temperaturanstieg von sechs Grad, die Wahrscheinlichkeit einer Migräne um 36 Prozent.

Ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit um 20%, erhöht die Wahrscheinlichkeit Kopfschmerzen zu bekommen um 22%.

Verantwortlich für die mit Wetterfühligkeit einhergehenden Kopfschmerzen, werden Schwerewellen in der Luft gemacht, die beim Aufeinandertreffen eines Hoch- und Tiefdruckgebiets entstehen können.

Aber auch elektromagnetische und lichtschnelle Impulse, die beispielsweise kurz vor Gewittern auftreten, lassen uns wetterfühlig machen und einen potentiellen Trigger für unsere Kopfschmerzen darstellen.

Tinnitus

Insbesondere Migräne-Patienten berichten von Tinnitus als Vorbote einer Migräne-Attacke. Das Ohrgeräusch wird dabei als Rauschen, Brummen, oder Pfeifen umschrieben.

Diese Ohrgeräusche treten auf, ohne dass ein äußeres akustisches Signal vorliegt, auf welches die Geräuschwahrnehmung zurückzuführen ist.

Meist tritt der Kopfschmerz im Anschluss an den Tinnitus auf, die Symptome können jedoch auch überlappend vorliegen. Forschern zufolge, leiden fast 45% der Tinnitus-Patienten zugleich unter Migräne.

Einen Anstoß für weitere Forschungen wirft dabei die Fragestellung auf, wie die beiden Erkrankungen physiologisch zusammenhängen.

Dabei wird davon ausgegangen, dass der Tinnitus als Vorbote Spuren im Gehirn hinterlässt, die anschließend zu einer Kopfschmerzattacke führen.

Welche Hausmittel helfen bei hormonellen Kopfschmerzen während der Periode ?

Kopfschmerzen können auch durch hormonelle Störungen verursacht werden. Dabei lässt sich bei Frauen zudem beobachten, dass diese Dysbalancen insbesondere im weiblichen Zyklus auftreten.

Ursachen hierfür können eine Östrogendominanz sein, die durch einen höheren Anteil von Östrogen im Verhältnis zu Progesteron verursacht wird.

Solltest du öfters unter Kopfschmerzen in Zusammenhang mit deiner Periode leiden, so solltest du deine Hormone testen lassen. Sicherheit verschafft dabei ein Hormonspeicheltest, der Unregelmäßigkeiten im hormonellen Gleichgewicht feststellt.

Zudem hilft es beim ersten Anflug von Kopfschmerzen, zwei große Wasser zu trinken. Hausmittel wie Pfefferminzöl, Ingwer und Wechselduschen, helfen dabei, Verspannungen zu lösen und ins Gleichgewicht zu finden.

Falls du unter einer gestörten Darmflora leidest, kann dies auch ein potenzieller Auslöser hormoneller Kopfschmerzen darstellen. Hier können Mineralerde-Kuren wahre Wunder bewirken.

Welche Hausmittel helfen bei stressbedingten Kopfschmerzen?

Stressbedingte Kopfschmerzen werden auch als psychosomatische Kopfschmerzen definiert. Wie auch die vielfältige Charakterisierung psychosomatischer Erkrankungen, so kann auch der Verlauf dieser Kopfschmerzen unterschiedlich ausfallen.

Sind die Kopfschmerzen psychosomatischer Ursache, so sollten die Hausmittel auf Entspannung abzielen. Hilfreich sind dabei Entspannungsmethoden, wie Meditation, sanfte Yoga-Einheiten, oder ein gemütlicher Spaziergang an der frischen Luft.

Auch Ingwertee kann dich dabei unterstützen, deine Kopfschmerzen zu verringern und Entspannung zu finden.

Ebenso hilfreich sind Achtsamkeitsübungen, bei welchen du dich nach und nach auf verschiedene Körperteile konzentrierst. So lenkst du dein Bewusstsein weg vom Kopfschmerz und der Anspannung und kannst dich entspannen.

Entscheidung: Welche Arten von Hausmitteln gegen Kopfschmerzen gibt es und welche ist die richtige für dich?

Nachdem du nun einen Überblick darüber erhalten hast, was Kopfschmerzen eigentlich sind, wie sie entstehen und mit welchen unliebsamen Begleiterscheinungen sie einhergehen, möchten wir dir gerne einen Überblick darüber verschaffen, wie du dagegen vorgehen kannst.

Kopfschmerzen haben in den meisten Fällen eine unbedenkliche Ursache. Folglich ist auch der Griff zur Tablette nicht immer erforderlich und natürliche, bewährte Hausmittel können dir auf schonende Art und Weise schnell Abhilfe gegen die Schmerzen verschaffen:

  • Wasser
  • Heiltees
  • Wärme
  • Kälte
  • Ätherische Öle
  • Pflanzliche Mittel
  • Koffein
  • Bewegung und Entspannung
  • Akupressur

Da die Ursachen von Kopfschmerzen sehr vielfältig sein können, möchten wir dir auch einen umfassenden Überblick geben, welche Hausmittel bei welchen Arten von Kopfschmerzen besonders hilfreich sein können.

Wasser

Trinke viel Wasser, besonders im Sommer.

Leichte Kopfschmerzen können schnell entstehen, wenn du nicht genügend Flüssigkeit zu dir genommen hast.

Das passiert oft in sommerlichen Monaten, wenn es sehr warm ist und durch das Schwitzen mehr Wasser verlierst. Deswegen kann viel trinken schon Abhilfe gegen Kopfschmerzen schaffen.

Heiltees

Bei Kopfschmerzen können Heiltees Abhilfe verschaffen und Schmerzen lindern. Ingwer ist dabei ein sehr beliebtes Heilmittel und Gewürz. Die Wurzel des Ingwers wirkt am besten in Kombination mit Zitronensaft, oder Zitronengras gegen Kopfschmerzen.

Wie du bereits gelernt hast, ist Koffein ein bekanntes Heilmittel gegen Kopfschmerzen. Bist du allerdings kein Kaffeefan, so können Grüntee und Schwarztee eine gute Alternative für dich darstellen.

Die Kombination von Schwarztee mit Ingwer ist ein besonders beliebter Heiltrunk gegen Kopfschmerzen.

Wärme

Insbesondere bei Spannungskopfschmerzen kann Wärme deine Muskeln entspannen und somit deine Beschwerden lindern.

Dazu bietet sich ein warmer Duschstrahl, ein warmes Kirschkernkissen oder eine warme, feuchte Kompresse am Nacken an.

Verschiedene ätherische Öle und warme Anwendungen haben sich als Hausmittel gegen Kopfschmerzen bewährt. Am besten helfen sie in Kombination mit einer leichten Massage am Kopf.

Kälte

In anderen Fällen kann sogar Kälte helfen, z.B. wenn Kopfschmerzen entstehen, nachdem du lange am Computer gesessen hast.

Kälte kann den Kopfschmerz lindern.

Ein Kühlpad aus dem Kühlschrank oder ein kalter Waschlappen auf die Stirn bzw. Schläfen können die Beschwerden lindern.

Weiterhin sind kalte Armbäder ebenfalls eine gute Alternative. Durch die Kühlung wird die Durchblutung verstärkt.

Die erfrischende und kreislaufanregende Maßnahme hilft gegen Kopfschmerzen, insbesondere wenn diese Müdigkeit und niedrigen Blutdruck verursachen.

Ätherische Öle

Ein bekanntes Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist Pfefferminzöl. Der schmerzlindernde Effekt dieses Öls wird oft mit der Einnahme einer Schmerztablette gleichgestellt.

Dazu massiert man das Pfefferminzöl großzügig an Schläfe, Scheitel und Nacken ein. Vorsicht jedoch vor Augen und Heizreizungen, deswegen empfiehlt sich eher ein verdünntes Pfefferminzöl.

Weiterhin wird auch ätherisches Lavendelöl gegen Kopfschmerzen eingesetzt. Einige Studien belegen, dass die Inhaltsstoffe von Lavenöl bei etwa 70 % der Betroffenen gegen Kopfschmerzen geholfen haben.

Pflanzliche Mittel

Weidenrinde oder Mädesüß können dir auch bei Kopfschmerzen helfen.

Pflanzliche Mittel, wie Weidenrinde oder Mädesüß, haben sich bei der Schmerzlinderung ebenfalls bewährt.

Sowohl Weidenrinde als auch Mädesüß enthalten Salicylate, welche Vorstufen des Schmerzhemmers Acetylsalicylsäure (ASS) sind.

Beide Varianten gibt es in Teeform, wobei du beachten solltest, dass vor allem Weidenrinde einen sehr bitteren Geschmack mit sich bringt.

Tabletten- oder Kapselformen sind vom Geschmack her wesentlich angenehmer.

Allergiker gegen Salicylate sollten generell auf Weidenrinde und Mädesüß verzichten. Weiterhin ist Weidenrinde für Menschen, die Blutverdünner einnehmen, und Kinder nicht empfehlenswert.

Koffein

Niedriger Blutdruck kann ein Auslöser von Kopfschmerzen sein. In diesem Falle hilft Koffein gegen die Beschwerden. Der Wirkstoff verengt die Gefäße und erhöht damit den Blutdruck.

Deswegen greifen viele bei Kopfschmerzen auf einen Kaffee oder Espresso zurück.

Beachten solltest du aber, dass die Wirkung insbesondere bei Menschen anschlägt, die nicht regelmäßig Kaffee trinken. Bei erhöhtem Konsum ist der Effekt nicht so groß.

Eines der bekanntesten und altbewährtesten Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist eine Tasse schwarzer Kaffee, oder Espresso mit Zitrone.

Dabei kommt der in Kaffee enthaltene Wirkstoff Koffein zum Greifen, welcher Kopfschmerzen positiv beeinflussen kann und zudem Anwendung in Schmerzmitteln findet.

Dabei unterstützt der Zusatz von Zitrone die körpereigene Schmerzminderung. Koffein blockiert die Bildung des Enzyms Prostaglandinen, welches hormonähnliche Substanzen ausschüttet, die für die Schmerzempfindung verantwortlich sind.

Jedoch hilft Experten zufolge dieses Hausmittel nur bei leichten Kopfschmerzen, da das Koffein die Ausschüttung der Prostaglandine nur bedingt hemmen kann.

Bewegung und Entspannung

Schmerzen an Scheitel, Hinterkopf oder Nacken lassen sich in einigen Fällen auch gut durch Bewegung lösen.

In vielen Fällen reichen ein paar Dehn- und Lockerungsübungen oder ein Spaziergang an der frischen Luft.

Oftmals hilft schon ein kleiner Spaziergang an der frischen Luft, um deine Kopfschmerzen zu lindern. Das hilft insbesondere, wenn du einen Tag lange im Raum vor dem Computer gesessen hast. Um den gewünschten Effekt zu erreichen, solltest du mindestens 20 Minuten spazieren gehen. (Bildquelle: 123rf.com / 107564340)

Letztes gilt vor allem dann, wenn du lange drin warst. Der Sauerstoff in der frischen Luft regt deine Durchblutung und die Stoffwechselprozesse an.

Außerdem entlastet der weite Blick deine Augen, die z.B. durch die Arbeit am Rechner müde sind und daher auch Kopfschmerzen auslösen können.

Einfache Übungen wie Schulterkreisen, Kopfkreisen, Halsdehnen oder Brustkorb durch weit aufgestreckte Armen öffnen sorgen für eine schnelle Entlastung der Muskeln und können zur Linderung der Schmerzen helfen.

Leichte Massagen am Kopf können Muskelspannungen lösen. Dazu hilft es, wenn du z.B. mit den Fingerkuppen kreisförmig über die Schläfen fährst.

Bei Migränen solltest du jedoch vorsichtig mit Massagen sein. Einige Nackenmassagen können Migräne Attacken auslösen.

Akupressur

Im Weiteren kann Akupressur erkältungsbedingte Kopfschmerzen verbessern. Dadurch kann der Druck im Bereich der Stirn und der Schläfen reduziert werden.

Du wirst dich nun fragen, wie man eine Akupressur am besten durchführt? Etwa eineinhalb Fingerbreit hinter und unterhalb des äußeren Endes deiner Augenbraue liegt eine kleine Vertiefung.

Massiere diese mit deinen Fingerspitzen etwa zwei Minuten lang in kreisförmigen Zügen. Bemerkst du dadurch eine Besserung deiner Kopfschmerzen, so kannst du die Akupressur bei Bedarf häufiger durchführen.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Hausmittel gegen Kopfschmerzen

Was tue ich, wenn die natürlichen Hausmittel nicht helfen?

Hausmittel sind einfache, natürliche Helfer, die bei leichten Kopfschmerzen schnell Abhilfe schaffen können.

Sie sind in der Regel gut, aber manchmal helfen auch sie nicht weiter. Kopfschmerztabletten sind dann von Nöten.

Treten die Kopfschmerzen mit anderen Symptomen auf oder helfen auch die Kopfschmerztabletten nicht, solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen!

Wie beuge ich Kopfschmerzen vor?

Ein gesunder Lebensstil und einige zusätzliche Maßnahmen helfen dir dabei, Kopfschmerzen vorzubeugen. Einige Tipps haben wir dir hier aufgelistet:

  • Ausgewogene Ernährung
  • Viel Trinken (z.B. Wasser, Tee)
  • Wenig Alkohol, Verzicht auf Nikotin
  • Regelmäßige Bewegung an der frischen Luft
  • Ausdauersport
  • Ausreichend Schlaf
  • Entspannungstechniken

Helfen die natürlichen Hausmittel auch gegen Kopfschmerzen bei Kindern?

Die meisten o.g. Hausmittel können gut bei Kindern angewendet werden. Lediglich auf Koffein und pflanzliche Mittel sollte weitestgehend verzichtet werden.

Helfen die Hausmittel nicht, sollte unbedingt auf die Symptome geachtet werden, die mit den Kopfschmerzen einhergehen.

Du solltest bei den folgenden Symptomen sofort einen Kinderarzt bzw. eine Kinderärztin aufsuchen.

  • Grippaler Infekt mit Kopfschmerzen hinter Stirn und Wangenknochen
  • Kopfschmerzen mit Fieber, Nackenschmerzen, Empfindlichkeit gegenüber Licht und Geräusche
  • Kopfschmerzen nach Sturz oder Schlag mit Schwindel, Sehstörungen
  • Kopfschmerzen länger als drei Tage
  • Anzeichen für Migräne

Ab wann sollte ich bei Kopfschmerzen zum Arzt gehen?

Kopfschmerzen haben in der Regel unbedenkliche Ursachen, es gibt jedoch bestimmte Warnhinweise, die auf eine ernste Erkrankung hindeuten können und daher einer ärztlichen Abklärung bedarf.

Die meisten Kopfschmerzen beruhen auf unbedenklichen Ursachen, jedoch sollten ernsthafte Begleitsymptome ernst genommen werden und ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Abkürzung Symptome
S für systemische Symptome Dabei treten die Kopfschmerzen mit weiteren Krankheitszeichen auf, die den ganzen Körper betreffen, wie beispielsweise hohes Fieber.
N für neurolgische Symptome  Darunter sind Anzeichen wie Schwindel, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübungen, Sehstörungen, Schwäche, oder Taubheit zu verstehen.
O für Onset, zu deutsch „einsetzende“ Symptome  Dabei setzt der Kopfschmerz explosionsartig ein und der Schmerz erreicht innerhalb sehr kurzer Zeit sein Maximum.
O für older Age of Onset, zu deutsch „höheres Alter beim Beginn“ Wenn Menschen jenseits der 50 erstmals sehr starke Kopfschmerzen entwickeln, sollte ein Arzt andere Grunderkrankungen, wie beispielsweise Schlaganfälle ausschließen, die mit höherem Alter steigen.
P für Pattern Change (Änderung des Kopfschmerz-Musters)  Beobachten Kopfschmerzpatienten eine Änderung in ihrem Kopfschmerzmuster, so sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden, um einer ersthafte Grunderkrankung auszuschließen.

Auch bei häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen, sollte ein Arzt konsultiert werden, da eine dauerhafte Selbstmedikation langfristig durch Medikamenten bedingte Kopfschmerzen hervorrufen kann.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.docsonnet.com/de/kopfschmerzen-migraene/hausmittel-gegen-migraene

[2] https://www.stern.de/gesundheit/hausmittel-gegen-kopfschmerzen-ins-bad-oder-ins-bett-3261842.html

[3] https://www.kopfschmerzen.de/therapie/kopfschmerzen-hausmittel

[4] https://www.we-go-wild.com/hausmittel-gegen-kopfschmerzen/

(Bildquelle: 123rf.com / 32264714)

Warum kannst du mir vertrauen?

Anna hat sich auf medizinischen Journalismus spezialisiert und schreibt nicht nur über den menschlichen Körper, sondern kennt sich auch im Bereich Nahrungsergänzungsmittel sehr gut aus. Durch ihr Studium in Sportwissenschaften besitzt sie ein fundiertes theoretisches Hintergrundwissen über die Materie.