Kopfschmerzen stellen für viele Menschen einen wöchentlichen Begleiter dar, dabei sind ihre Erscheinungsformen vielseitig. Ebenso vielseitig sind die Begleiterscheinungen, die mit Kopfschmerzen einhergehen.

Um Kopfschmerzen besonders schnell loszuwerden, wird dabei oftmals zur Tablette gegriffen. Dies ist jedoch nicht zwangsläufig die nachhaltigste und beste Behandlungsmethode für unseren Körper, da auf lange Sicht ebendiese Schmerzmittel, auch zu einer erhöhten Schmerzempfindung, der sogenannten Schmerzkrankheit, führen können.

Insbesondere bei leichten und mittelstarken Kopfschmerzen können natürliche Hausmittel auf schonende Art und Weise Abhilfe gegen Kopfschmerzen verschaffen.

In diesem Artikel möchten wir dir daher das komplexe Krankheitsbild Kopfschmerzen etwas näher bringen und dir aufzeigen, welche natürlichen Hausmittel gegen Kopfschmerzen helfen können.

Das Wichtigste in Kürze

  • Kopfschmerzen haben vielfältige Ursachen. Sie können durch akute Stressphasen, Wetterwechsel und weitere Umwelteinflüsse ausgelöst werden. Ferner unterteilt man Kopfschmerzen in primäre und sekundäre Kopfschmerzen. Dabei ist bei primären Kopfschmerzen der Kopfschmerz selbst die Erkrankung; bei sekundären Kopfschmerzen liegt eine andere Erkrankung zugrunde.
  • Verschiedene Symptome treten bei Kopfschmerzen auf: Fieber, Erkältungssymptome, Übelkeit , Müdigkeit, Tinnitus. Diese Symptome können sich bei unbehandelten Kopfschmerzen verschlimmern.
  • Mithilfe von natürlichen Hausmitteln kannst du leichten bis mittelstarken Kopfschmerzen gut entgegensteuern und deinen Körper dabei nachhaltig gesunden lassen. Dabei haben sich Kaffee mit Zitrone, Heiltees, Bewegung, Wärme und Akupressur als wahre Helfer bei Kopfschmerzen etabliert.

Definition: Was sind Kopfschmerzen?

Jeder kennt sie – Kopfschmerzen. Gemäß einer aktuellen Studie leiden rund 71% der Deutschen, zumindest gelegentlich unter ihnen – für andere jedoch stellt der vielfältig charakterisierte Schmerz einen alltäglichen Begleiter dar.

Ihr Name rührt von einer Schmerzempfindung im Bereich des Kopfes und wird durch eine Reizung schmerzempfindlicher Strukturen ausgelöst.

Natürliche Hausmittel stellen eine sanfte Alternative zur Tablette gegen Kopfschmerzen dar und können eine Prävention gegen den sogenannten Medikamentenkopfschmerz sein. (Bildquelle: pixabay.com / Robin Higgins)

Die Schmerzen können dabei dumpf, drückend, ziehend und pochend empfunden werden und sich über den gesamten Kopf, die Stirn, den Hinterkopf und die Schläfen erstrecken.

Der Verlauf von Kopfschmerzen lässt sich in sporadische, episodische und chronische Kopfschmerzen untergliedern.

Episodische Kopfschmerzen schrecken die Lebensqualität Betroffener sehr stark ein.

Während man unter sporadischen Kopfschmerzen seltene Schmerzepisoden mit einer Dauer von Minuten bis Tagen versteht, treten episodische Kopfschmerzen weitaus häufiger auf, beeinträchtigen die Lebensqualität der Betroffenen aber nur selten.

Hingegen ist im medizinischen Sprachgebrauch von chronischen Kopfschmerzen die Rede, wenn die Kopfschmerzen an 15 Tagen im Monat vorliegen.

Hintergründe: Was du über Kopfschmerzen wissen solltest

Wir haben dir einen kurzen Überblick verschafft, was genau unter Kopfschmerzen zu verstehen ist und wie diese ferner untergliedert werden können.

Im Folgenden möchten wir auf weitere Fragestellungen eingehen, die dir einen besseren Überblick über das Krankheitsbild geben sollen.

Wie entstehen überhaupt Kopfschmerzen? Welche Arten von Kopfschmerzen charakterisiert man und wie unterscheiden sich diese untereinander? Mit welchen Begleiterscheinungen gehen Kopfschmerzen einher?

Auf diese Fragen möchten wir dir gerne in diesem Artikel eine Antwort geben.

Wie entstehen Kopfschmerzen?

Kopfschmerzen entstehen entgegen der Vermutung außerhalb des Gehirns und werden durch einen Druck auf die Hirnhäute ausgelöst. Zudem kann eine verringerte Durchblutung, oder Entzündung der Hirnhäute Kopfschmerzen hervorrufen.

Zudem können bestimmte Schmerzmittel Kopfschmerzen hervorrufen. Mediziner sprechen dann vom sogenannten „Medikamentenkopfschmerz“, der durch häufiges Zuführen von schmerzlindernden Arzneien ausgelöst wird.

Ferner können Kopfschmerzen und ihr Ursachengrund in primäre und sekundäre Kopfschmerzen untergliedert werden.

Während bei primären Kopfschmerzen der Schmerz selbst die Erkrankung ist, stellen sekundäre Kopfschmerzen die Begleiterscheinung einer anderen Erkrankung dar.

Welche Arten von Kopfschmerzen unterscheidet man und wie sind diese zu charakterisieren?

Kopfschmerzen treten in unterschiedlichen Formen auf, die zudem unterschiedliche Charakteristika aufweisen. Häufig überlappt sich jedoch die Symptomatik, sodass die eigentliche Kopfschmerzursache schwierig identifiziert werden kann.

Im Folgenden werden häufige Formen von Kopfschmerzen definiert:

Spannungskopfschmerzen

Spannungskopfschmerzen sind bilateral auftretende Kopfschmerzen, das heißt, sie werden vom Patienten zweiseitig wahrgenommen und lokalisiert. Sie sind zugleich die häufigste Kopfschmerzart, von der alleine rund 29 Millionen Menschen in Deutschland betroffen sind.

Dabei ist eine genetische Veranlagung die Hauptursache von Spannungskopfschmerzen. Der Schmerz wird als dumpf, drückend, bis ziehend charakterisiert.

Migräne

Unter einer Migräne versteht man einen periodisch auftretenden Kopfschmerz. Migräne-Patienten beschreiben die Art des Schmerzes als schmerzintensiv und pulsierend.

Die Kopfschmerzen treten dabei häufig „anfallartig“ auf. Mit der Migräne gehen dabei unter anderem Symptome, wie Übelkeit, Erbrechen, Licht- und Lärmempfindlichkeit einher. Die Kopfschmerzen können dabei individuell Stunden bis hin zu Tagen andauern.

Cluster-Kopfschmerzen

Cluster-Kopschmerzen treten in kurzen Attacken bis zu achtmal täglich auf. Dabei verspüren Betroffene den Schmerz immer nur in einer Kopfhälfte. Begleiterscheinungen von Cluster-Kopschmerzen sind ein tränendes Auge, sowie eine laufende Nase.

Dabei treten die Kopfschmerzen bei Betroffenen meist zur selben Tages- und Jahreszeit auf. Auch Fernreisen können aufgrund der Verschiebung des Tagesrhythmus, einen Auslöser von Cluster-Kopfschmerzen darstellen.

Mit welchen Begleiterscheinungen gehen Kopfschmerzen einher?

Damit du die Symptome richtig deuten kannst, solltest du wissen, mit welchen Begleiterscheinungen Kopfschmerzen einhergehen. Da Kopfschmerzen von Person zu Person individuell ausfallen können, möchten wir dir hiermit einen Überblick geben:

Fieber

Kopfschmerzen in Verbindung mit Fieber werden in der Regel in Zusammenhang mit einem Erkältungsvirus ausgelöst. Dabei werden die Blutgefäße erweitert und verstärken den Druck im Kopf.

Erkältungskopfschmerzen äußern sich dabei in der Regel mit einem dumpfen Pochen und Ziehen im Bereich der Schläfen.

Kopfschmerzen, die mit einer Erkältungssymptomen, wie Fieber einhergehen, sind in der Regel gut mit Hausmitteln zu behandeln, über die wir dich im Folgenden gerne aufklären möchten.

Übelkeit

Kopfschmerzen in Verbindung mit Übelkeit gehen häufig mit weiteren Symptomen einher, welchen für eine korrekte Diagnostik des Krankheitsbildes, eine besondere Aufmerksamkeit geschenkt werden sollte.

Weitere Symptome, die in diesem Falle auftreten können sind:

  • Erbrechen
  • Durchfall
  • Lichtempfindlichkeit
  • Sprachstörungen
  • Fieber
  • Gliederschmerzen
  • Müdigkeit

Bei Kopfschmerzen in Kombination mit Erbrechen und Durchfall, liegt in der Regel ein Magen-Darm-Infekt als Ursache zugrunde. Die Kopfschmerzen gehen in diesem Fall mit dem durch den Infekt verursachten Flüssigkeitsverlust einher.

Im Weiteren weisen Lichtempfindlichkeit und Sprachstörungen auf eine Migräne hin, während Fieber, Müdigkeit und Gliederschmerzen, Anzeichen eines grippalen Infekts sind.

Müdigkeit

Unter Müdigkeit versteht man an sich keine Erkrankung, es ist aber eine Äußerung des Körpers, dass er Ruhe benötigt. Folglich bedarf es einer differenzierten Betrachtung des Symptoms Kopfschmerzen vor dem Hintergrund von Müdigkeit.

Treten diese Kopfschmerzen nur selten auf und können mit bestimmten Ereignissen, wie beispielsweise einer durchzechten Nacht in Verbindung gebracht werden, so gelten sie als unbedenklich.

Deinem Körper mangelt es in diesem Fall an Erholung und die Kopfschmerzen in Kombination mit Müdigkeit stellen lediglich einen Ausdruck dieses Bedürfnisses dar.

Anders sieht es jedoch aus, wenn du permanent unter Müdigkeit in Verbindung mit Kopfschmerzen leidest.

In sehr seltenen Fällen können Kopfschmerzen in diesem Fall ein Ausdruck organischer Schäden, Krankheiten, oder Verletzungen sein. In diesem Falle solltest du unbedingt einen Arzt aufsuchen, um andere Krankheitsursachen auszuschließen.

Erkältung

Viele Menschen klagen bei einer Erkältung nicht über Schnupfen, Halsschmerzen, oder Husten, sondern über starke Kopfschmerzen. Kopfschmerzen, die im Zusammenhang mit einer Erkältung auftreten, äußern sich in der Regel im Bereich der Stirn, oder der Schläfen.

Die Kopfschmerzbeschwerden liegen dabei in der Regel mit einer Entzündung der Nasenschleimhaut und der Nasennebenhöhlen zusammen.

Dabei wird ein Sekret gebildet, welches einen Druck im Kopf auslöst, wenn es nicht mehr abfließen kann.

Treten bei einer Erkältung Kopfschmerzen in Kombination mit Gesichtsschmerzen auf, so sind dies Anzeichen für eine Nasennebenhöhlenentzündung, die einer ärztlichen Behandlung bedarf.

Wer trotz Erkältungssymptome, wie starke Kopfschmerzen, seinem Körper nicht die nötige Ruhe gönnt, läuft Gefahr, Spannungskopfschmerzen zu entwicklen, die sich in einem dumpfen Drücken, oder Ziehen äußern können.

Wetterfühligkeit

Mehr als der Hälfte der Deutschen leidet unter Wetterfühligkeit. Gehörst du auch zu dem Personenkreis, der insbesondere im Herbst oder Frühling mit dem Wetterwechsel zu kämpfen hat, so ist dir sicherlich auch aufgefallen, dass diese Temperaturschwankungen zugleich einen Kopfschmerz-Trigger darstellen.

Reagierst du empfindlich auf Wetterwechsel, so können Kopfschmerzen einen Ausdruck deiner verstärkten Wetterfühligkeit darstellen. (Bildquelle: unsplash.com / Johannes Plenio).

Insbesondere Migräne-Patienten sind stark von Wetterfühligkeit betroffen. Gemäß aktueller Forschungsergebnisse, erhöht ein Temperaturanstieg von sechs Grad, die Wahrscheinlichkeit einer Migräne um 36 Prozent.

Ein Anstieg der Luftfeuchtigkeit um 20%, erhöht die Wahrscheinlichkeit Kopfschmerzen zu bekommen um 22%.

Verantwortlich für die mit Wetterfühligkeit einhergehenden Kopfschmerzen, werden Schwerewellen in der Luft gemacht, die beim Aufeinandertreffen eines Hoch- und Tiefdruckgebiets entstehen können.

Aber auch elektromagnetische und lichtschnelle Impulse, die beispielsweise kurz vor Gewittern auftreten, lassen uns wetterfühlig machen und einen potentiellen Trigger für unsere Kopfschmerzen darstellen.

Tinnitus

Insbesondere Migräne-Patienten berichten von Tinnitus als Vorbote einer Migräne-Attacke. Das Ohrgeräusch wird dabei als Rauschen, Brummen, oder Pfeifen umschrieben.

Diese Ohrgeräusche treten auf, ohne dass ein äußeres akustisches Signal vorliegt, auf welches die Geräuschwahrnehmung zurückzuführen ist.

Meist tritt der Kopfschmerz im Anschluss an den Tinnitus auf, die Symptome können jedoch auch überlappend vorliegen. Forschern zufolge, leiden fast 45% der Tinnitus-Patienten zugleich unter Migräne.

Einen Anstoß für weitere Forschungen wirft dabei die Fragestellung auf, wie die beiden Erkrankungen physiologisch zusammenhängen.

Dabei wird davon ausgegangen, dass der Tinnitus als Vorbote Spuren im Gehirn hinterlässt, die anschließend zu einer Kopfschmerzattacke führen.

Was tun gegen Kopfschmerzen: Die besten Hausmittel

Nachdem du nun einen Überblick darüber erhalten hast, was Kopfschmerzen eigentlich sind, wie sie entstehen und mit welchen unliebsamen Begleiterscheinungen sie einhergehen, möchten wir dir gerne einen Überblick darüber verschaffen, wie du dagegen vorgehen kannst.

Kopfschmerzen haben in den meisten Fällen eine unbedenkliche Ursache. Folglich ist auch der Griff zur Tablette nicht immer erforderlich und natürliche, bewährte Hausmittel können dir auf schonende Art und Weise schnell Abhilfe gegen die Schmerzen verschaffen.

Da die Ursachen von Kopfschmerzen sehr vielfältig sein können, möchten wir dir auch einen umfassenden Überblick geben, welche Hausmittel bei welchen Arten von Kopfschmerzen besonders hilfreich sein können:

Kaffee mit Zitrone gegen Kopfschmerzen

Eines der bekanntesten und altbewährtesten Hausmittel gegen Kopfschmerzen ist eine Tasse schwarzer Kaffee, oder Espresso mit Zitrone.

Dabei kommt der in Kaffee enthaltene Wirkstoff Koffein zum Greifen, welcher Kopfschmerzen positiv beeinflussen kann und zudem Anwendung in Schmerzmitteln findet.

Nicht für empfindliche Magen geeignet, jedoch ein wahres Wundermittel bei leichten Kopfschmerzen: Kaffee in Kombination mit Zitrone. (Bildquelle: unsplash. com / Emre Gencer)

Dabei unterstützt der Zusatz von Zitrone die körpereigene Schmerzminderung. Koffein blockiert die Bildung des Enzyms Prostaglandinen, welches hormonähnliche Substanzen ausschüttet, die für die Schmerzempfindung verantwortlich sind.

Jedoch hilft Experten zufolge dieses Hausmittel nur bei leichten Kopfschmerzen, da das Koffein die Ausschüttung der Prostaglandine nur bedingt hemmen kann.

Heiltees gegen Kopfschmerzen

Bei Kopfschmerzen können Heiltees Abhilfe verschaffen und Schmerzen lindern. Ingwer ist dabei ein sehr beliebtes Heilmittel und Gewürz. Die Wurzel des Ingwers wirkt am besten in Kombination mit Zitronensaft, oder Zitronengras gegen Kopfschmerzen.

Wie du bereits gelernt hast, ist Koffein ein bekanntes Heilmittel gegen Kopfschmerzen. Bist du allerdings kein Kaffeefan, so können Grüntee und Schwarztee eine gute Alternative für dich darstellen.

Die Kombination von Schwarztee mit Ingwer ist ein besonders beliebter Heiltrunk gegen Kopfschmerzen.

Bewegung gegen Kopfschmerzen

Wie auch bei anderen Erkrankungen, so kann bei Kopfschmerzen Bewegung wahre Wunder bewirken und Schmerzepisoden vorbeugen. Bewegung hilft daher bei spannungsbedingten Kopfschmerzen, da sie die angestaute Anspannung löst und den Kreislauf wieder in Schwung bringt.

Empfohlen werden dabei sportliche Aktivitäten von zweimal jeweils 45 Minuten pro Woche, sowie sanfte Bewegungsformen, wie spazieren gehen, oder Fahrrad fahren.

Sportliche Betätigung macht darüber hinaus angenehm müde und sorgt für einen gesunden Schlaf, der ebenfalls Kopfschmerzen vorbeugen kann.

Mit Sport verbesserst du darüber hinaus dein Immunsystem und vermeidest so Kopfschmerzen, die mit einem grippalen Infekt einhergehen. Bei akuten Kopfschmerzen, solltest du allerdings auf anstrengende körperliche Aktivitäten verzichten.

Ein Spaziergang an der frischen Luft, sorgt für eine bessere Durchblutung und lindert Schmerzen.

Wärme gegen Kopfschmerzen

Insbesondere bei Spannungskopfschmerzen, kann Wärme Abhilfe gegen die Schmerzen verschaffen.

Viele Betroffenen empfinden es daher als angenehm, sich einen warmen Lappen in den Nacken zu legen. Dadurch können Verspannungen gelöst werden, die häufig Auslöser der Kopfschmerzen sind.

Darüber hinaus können warme, feuchte Umschläge auch wahre Wunder bei erkältungsbedingten Kopfschmerzen bewirken, da sie dabei helfen, Schleimsekrete zu lösen.

Hierfür legst du den Umschlag auf Gesicht und Nase. Dies hat zur Folge, dass Sekrete gelöst werden, wodurch zudem der Druck im Kopf gemindert wird. Im Weiteren kann dir eine Rotlichtlampe bei erkältungsbedingten Kopfschmerzen helfen.

Akupressur gegen Kopfschmerzen

Im Weiteren kann Akupressur erkältungsbedingte Kopfschmerzen verbessern. Dadurch kann der Druck im Bereich der Stirn und der Schläfen reduziert werden.

Du wirst dich nun fragen, wie man eine Akupressur am besten durchführt? Etwa eineinhalb Fingerbreit hinter und unterhalb des äußeren Endes deiner Augenbraue liegt eine kleine Vertiefung.

Massiere diese mit deinen Fingerspitzen etwa zwei Minuten lang in kreisförmigen Zügen. Bemerkst du dadurch eine Besserung deiner Kopfschmerzen, so kannst du die Akupressur bei Bedarf häufiger durchführen.

Trivia: Was du noch über Kopfschmerzen wissen solltest:

Obwohl das Thema Kopfschmerzen in diesem Artikel bereits umfangreich analysiert wurde, hast du an dieser Stelle unter Umständen noch Rückfragen, auf die wir dir gerne eine Antwort geben möchten:

Hormonelle Kopfschmerzen während der Periode  – welche Hausmittel helfen?

Kopfschmerzen können auch durch hormonelle Störungen verursacht werden. Dabei lässt sich bei Frauen zudem beobachten, dass diese Dysbalancen insbesondere im weiblichen Zyklus auftreten.

Ursachen hierfür können eine Östrogendominanz sein, die durch einen höheren Anteil von Östrogen im Verhältnis zu Progesteron verursacht wird.

Solltest du öfters unter Kopfschmerzen in Zusammenhang mit deiner Periode leiden, so solltest du deine Hormone testen lassen. Sicherheit verschafft dabei ein Hormonspeicheltest, der Unregelmäßigkeiten im hormonellen Gleichgewicht feststellt.

Zudem hilft es beim ersten Anflug von Kopfschmerzen, zwei große Wasser zu trinken. Hausmittel wie Pfefferminzöl, Ingwer und Wechselduschen, helfen dabei, Verspannungen zu lösen und ins Gleichgewicht zu finden.

Falls du unter einer gestörten Darmflora leidest, kann dies auch ein potenzieller Auslöser hormoneller Kopfschmerzen darstellen. Hier können Mineralerde-Kuren wahre Wunder bewirken.

Stressbedingte Kopfschmerzen – welche Hausmittel helfen?

Stressbedingte Kopfschmerzen werden auch als psychosomatische Kopfschmerzen definiert. Wie auch die vielfältige Charakterisierung psychosomatischer Erkrankungen, so kann auch der Verlauf dieser Kopfschmerzen unterschiedlich ausfallen.

Sind die Kopfschmerzen psychosomatischer Ursache, so sollten die Hausmittel auf Entspannung abzielen. Hilfreich sind dabei Entspannungsmethoden, wie Meditation, sanfte Yoga-Einheiten, oder ein gemütlicher Spaziergang an der frischen Luft.

Auch Ingwertee kann dich dabei unterstützen, deine Kopfschmerzen zu verringern und Entspannung zu finden.

Ebenso hilfreich sind Achtsamkeitsübungen, bei welchen du dich nach und nach auf verschiedene Körperteile konzentrierst. So lenkst du dein Bewusstsein weg vom Kopfschmerz und der Anspannung und kannst dich entspannen.

Ab wann sollte ich zum Arzt gehen?

Kopfschmerzen haben in der Regel unbedenkliche Ursachen, es gibt jedoch bestimmte Warnhinweise, die auf eine ernste Erkrankung hindeuten können und daher einer ärztlichen Abklärung bedarf.

Die meisten Kopfschmerzen beruhen auf unbedenklichen Ursachen, jedoch sollten ernsthafte Begleitsymptome ernst genommen werden und ein Arzt zu Rate gezogen werden.

Abkürzung Symptome
S für systemische Symptome Dabei treten die Kopfschmerzen mit weiteren Krankheitszeichen auf, die den ganzen Körper betreffen, wie beispielsweise hohes Fieber.
N für neurolgische Symptome  Darunter sind Anzeichen wie Schwindel, Verwirrtheit, Bewusstseinstrübungen, Sehstörungen, Schwäche, oder Taubheit zu verstehen.
O für Onset, zu deutsch „einsetzende“ Symptome  Dabei setzt der Kopfschmerz explosionsartig ein und der Schmerz erreicht innerhalb sehr kurzer Zeit sein Maximum.
O für older Age of Onset, zu deutsch „höheres Alter beim Beginn“ Wenn Menschen jenseits der 50 erstmals sehr starke Kopfschmerzen entwickeln, sollte ein Arzt andere Grunderkrankungen, wie beispielsweise Schlaganfälle ausschließen, die mit höherem Alter steigen.
P für Pattern Change (Änderung des Kopfschmerz-Musters)  Beobachten Kopfschmerzpatienten eine Änderung in ihrem Kopfschmerzmuster, so sollte ebenfalls ein Arzt konsultiert werden, um einer ersthafte Grunderkrankung auszuschließen.

Auch bei häufig wiederkehrenden Kopfschmerzen, sollte ein Arzt konsultiert werden, da eine dauerhafte Selbstmedikation langfristig durch Medikamenten bedingte Kopfschmerzen hervorrufen kann.

Fazit

Jeder Mensch leidet gelegentlich unter Kopfschmerzen. Diese können auf vielfältigen Ursachen beruhen und mit ebenso vielfältigen Begleiterscheinungen einhergehen. Dabei lassen sich leichte bis mittelstarke Kopfschmerzen sehr gut mit natürlichen Hausmitteln behandeln.

Hausmittel, wie Heiltees, Kaffee mit Zitrone, Bewegung, Wärme und Akupressur, können dabei wahre Helfer sein. Vorsicht ist jedoch bei plötzlich stark auftretenden Kopfschmerzen, die ein unbekanntes Kopfschmerzmuster aufweisen geboten.

Dies bedarf einer dringenden Abklärung durch einen Arzt um einer ernsthafte Grunderkrankung auszuschließen.

Die meisten Kopfschmerzen sind jedoch unbedenklich. Insbesondere in unserer heutigen schnelllebigen Zeit, kannst du mit einem achtsamen Lebensstil, der Entspannung und eine ausgewogene Ernährung beinhaltet, langfristig Kopfschmerzen vorbeugen.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] https://www.kopfschmerzen.de/kopfschmerzen/kopfschmerz-ursachen/wetter

[2] https://www.apotheken-umschau.de/Kopfschmerzen/Kopfschmerzen-Diese-Hausmittel-koennen-helfen-539645.html

(Bildquelle: 123rf.com / 69606530)

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Anna Bassler
Anna Bassler

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