Vitamin D Überdosierung
Zuletzt aktualisiert: 2. Oktober 2020

Rund 80% der deutschen Bevölkerung leidet heutzutage unter einem Vitamin D Mangel. Gerade wegen solchen Aussagen entscheiden sich immer mehr Menschen dazu, selbständig Vitamin D Präparate zu sich zu nehmen, um einen Mangel auszugleichen oder vorzubeugen. Eine unbedachte Einnahme ohne genügend Vorkenntnisse kann jedoch in einer Überdosierung münden, welche wiederum schwerwiegende gesundheitliche Folgen mit sich bringen kann.

Im folgenden Artikel klären wir dich über alle wichtigen Hintergrundinformationen rund um das Thema Vitamin D auf. Unter anderem wie eine Vitamin D Überdosierung entstehen, bemerkt und welche gesundheitlichen Folgen sie häufig mit sich bringen kann. Ebenso werden wir dir fünf effektive Ansätze vorstellen, wie du eine Überdosierung an Vitamin D erkennen, behandeln und vorbeugen kannst.




Das Wichtigste in Kürze

  • Vitamin D ist besonders für den Kalziumhaushalt sowie die Mineralisation der Knochen wichtig. Um eine ausreichende Produktion an Vitamin D zu gewährleisten, muss dem Körper regelmäßig genügend Sonnenlicht zugefügt werden. Da dies jedoch nicht immer möglich ist, greifen viele Menschen zu Vitamin D Präparaten.
  • Eine Vitamin D Überdosierung, auch Hypervitaminose genannt, kann nur durch die Einnahme von Vitamin D Präparaten, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten entstehen. Exzessives Sonnenbaden oder eine Vitamin D reichhaltige Ernährung können grundsätzlich keinen Überschuss auslösen.
  •  Um eine Überdosierung vorzubeugen ist es besonders wichtig, auf die richtige Dosierung der Vitamin D Präparate zu achten. Diese sollte wenn möglich immer mit einem Arzt abgesprochen werden, damit du ein auf dich und deine Bedürfnisse abgestimmtes Präparat verschrieben bekommst.

Definition: Was ist Vitamin D?

Vitamin D ist der Oberbegriff für eine Gruppe fettlöslicher Vitamine, den sogenannten Calciferole. Sie beschäftigen sich hauptsächlich mit dem körpereigenen Kalziumstoffwechsel und der Mineralisation der Knochen. Das Vitamin kann sowohl über die Nahrung als auch mithilfe von Sonnenlicht vom Körper selbstständig hergestellt und aufgenommen werden (1).

Vitamin D Überdosierung-01

Vitamin D kann anders als bei anderen Vitaminen von unserem Körper selbst, unter Einwirkung von Sonnenlicht, hergestellt werden. Die Sonnenstrahlen bewirken, dass das in der Haut vorhandene Cholesterol in das Provitamin D umgewandelt wird.
(Bildquelle: A. L. / unsplash.com)

Laut Definition sind Vitamine lebenswichtige Stoffe, welche regelmäßig mit der Nahrung aufgenommen werden müssen, weil der Körper sie gar nicht oder nur in ungenügenden Mengen herstellen kann. Da allerdings 80 bis 90 Prozent des benötigten Vitamin-D-Gehalts bei ausreichender Sonnenlichtaufnahme vom Körper produziert werden kann, ist es streng genommen kein richtiges Vitamin.

Natürlich ist es aber gerade in kälteren Monaten nicht immer möglich, täglich genügend Vitamin D durch Sonneneinstrahlung aufzunehmen, manchmal lässt es der Alltag auch nicht zu. In diesem Fall muss das Vitamin dem Körper über die Nahrung, Präparate oder Ergänzungsmittel zugefügt werden, was die Bezeichnung als Vitamin wieder rechtfertigt.

Der Vitamin D Gruppe gehören auch einige Vitamin-Untergruppen an, welche das genau sind und welche Funktionen sie genau im Körper ausüben, erfährst du in den nächsten Abschnitten.

Hintergründe: Was du über eine Vitamin D Überdosierung wissen solltest

Bevor wir genauer auf die Behandlung und Vorbeugung einer Vitamin D Überdosierung eingehen, solltest du dich gründlich mit dem Vitamin befassen.

In den folgenden Absätzen habe wir daher für dich die wichtigsten Fragen herausgesucht und ausführlich beantwortet.

Welche Funktion übt Vitamin D im Körper aus?

Die Funktionen von Vitamin D im Körper sind vielfältig, die Hauptfunktion liegt aber im Bereich der Knochen. Die Vitamine der Gruppe D unterstützen dabei vor allem die Bildung und Reifung der Knochenstammzellen, sind aber auch in weitere wichtige Stoffwechselvorgänge involviert. So wirken sie beispielsweise auch bei der Bildung von Proteinen und der Steuerung von zahlreichen Genen mit (2).

Vitamin D beteiligt sich maßgeblich am Knochenstoffwechsel im Körper und fördert so insbesondere die Aufnahme von Kalzium und Phosphat aus dem Darm sowie deren Einbau in die Knochen. Kalzium und Phosphat bewirken, dass die Knochen hart und stark werden und sind außerdem auch ein wichtiger Bestandteil starker Zähne. Die Vitamine der Gruppe D nehmen somit eine zentrale Rolle hinsichtlich der Knochenmineralisierung ein.

Vitamin D Überdosierung-02

Die Aufnahme von Vitamin D kann dazu beitragen, dass die Muskulatur besser und schnell wächst, da die Bildung neuer Muskelfasern erhöht und gleichzeitig mehr Kalzium in den Muskeln freigesetzt wird. Bei regelmäßigem Muskeltraining werden nämlich auch die Knochen gestärkt.
(Bildquelle: Jonathan Borba / unsplash.com)

Eine ausreichende Versorgung an Vitamin D beeinflusst den Mineralstoff Kalzium merklich, indem dieser besonders gut und schnell vom Körper aufgenommen und verarbeitet werden kann. Was wiederum einen ausgesprochen positiven Einfluss auf Knochen, Muskeln, Nerven sowie das Immunsystem ausüben kann (3).

Phosphat ist ein wichtiger Baustein für Knochen und Zähne und nimmt zudem eine wichtige Schlüsselrolle im Energiestoffwechsel ein. Es ist ein sogenanntes Elektrolyt und trägt daher bei seiner Auflösung in Körperflüssigkeiten, wie Blut, eine elektrische Ladung. Damit reguliert Phosphat die Nerven- und Muskelfunktionen und sorgt dafür, dass der Säure-Basen-Haushalt sowie der Wasserhaushalt aufrechterhalten bleiben können (4).

Des Weiteren kann Vitamin D unsere Gesundheit folgendermaßen beeinflussen:

  • Schnellerer und besserer Knochenaufbau
  • Kräftigung der Muskulatur
  • Verkleinerung des Risikos von Knochenbrüchen nach Stürzen
  • Stärkung des Immunsystems
  • Stärkung des Herz-Kreislaufs-System
  • Verringerung von Gefäßerkrankungen
  • Senkung des Blutzuckers und Blutdrucks
  • Verbesserung der Psyche – stimmungsaufhellende Wirkung

Vitamin D besitzt eine weitreichende Wirkung sowohl für die physische als auch psychische Gesundheit des Körpers und Geistes. So kann eine ausreichende Vitamin-D-Versorgung bei Säuglingen und Kindern beispielsweise Rachitis und im hohen Alter Hüftfrakturen vorbeugen.

Welche Vitamine gehören zur Vitamin D Gruppe?

Wenn von Vitamin D die Rede ist, wird damit meistens vom Vitamin D3 gesprochen, auch in diesem Artikel beziehen wir uns ausschließlich auf Vitamin D3 wenn Vitamin D erwähnt wird. Beim Vitamin D3 handelt es sich um das natürliche Vitamin D, welches vom Körper selbstständig produziert wird.

Insgesamt gehören jedoch folgende Vitamine der D Gruppe an:

  • Vitamin D1
  • Vitamin D2
  • Vitamin D3
  • Vitamin D4
  • Vitamin D5

Die Vitamine D1, D2, D4 und D5 sind künstlich erzeugte Vitamine, welche aus medizinischer Sicht keine große Bedeutung haben. Lediglich das Vitamin D2 wird speziell in den USA Lebensmitteln zugesetzt und ergänzt diese so mit seinen Nährstoffen.

Wenn du dich hierzulande in einer Apotheke oder bei einem Arzt nach Vitamin D Nahrungsergänzungsmitteln erkundigst, erhältst du stets das Vitamin D3. Kaufst du deine Präparate allerdings online, solltest du unbedingt darauf achten, dass sie Vitamin D3 und nicht D2 beinhalten (5).

Wie hoch ist der Tagesbedarf an Vitamin D?

Grundsätzlich kann der tägliche Bedarf an Vitamin D bei ausreichender Sonneneinstrahlung problemlos gedeckt werden, ohne dass zusätzliche Vitamine zugeführt werden muss (6). Dabei reichen schon wenige Minuten am Tag:

  • Hellere Hauttypen: zwischen 5 – 20 Minuten
  • Dunklere Hauttypen: zwischen 15 – 25 Minuten

Die Sonnenlichtstärke kann sich aufgrund der vielen klimatischen Einflüsse jedoch täglich verändern. Gerade in den kalten Monaten von Oktober bis März kann der Körper kaum Vitamin D bilden, da die Sonne zu schwach und die nackte Haut aufgrund der niedrigen Temperaturen stets verpackt ist und muss daher von seinen im Sommer gesammelten Reserven leben.

Dazu kommt, dass es immer mehr Menschen in industrielle Ballungsräume zieht, wo die UV-Strahlung nur erschwert eindringen kann. Der heutige Alltag vieler Menschen spielt sich zudem hauptsächlich drinnen ab, was auch nicht wirklich dazu beiträgt, dass der Körper genügend Sonnenvitamin erhält.

Der Tagesbedarf an Vitamin D bei fehlender körpereigener Bildung wird von der Deutschen Gesellschaft für Ernährung, kurz DGE, ab dem Erreichen des ersten Lebensjahres auf 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag geschätzt. Säuglinge benötigen in ihren ersten Monaten die Hälfte davon.

Alter Vitamin D-Tagesbedarf in Mikrogramm
Säuglinge: 0 bis 12 Monate 10 Mikrogramm pro Tag
Kinder: 1 bis 15 Jahre 20 µg Mikrogramm Tag
Jugendliche und Erwachsene: 15 bis 65 Jahre 20 Mikrogramm pro Tag
Erwachsene: Ab 65 Jahre 20 Mikrogramm pro Tag

Mit der Einnahme von bestimmten Lebensmitteln, Vitamin D Präparaten, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten kann der empfohlene Tageswert von 20 Mikrogramm schnell erreicht werden.

Allerdings reicht die alleinige Einnahme von Vitamin-D-haltigen Lebensmitteln bei einem Defizit oftmals nicht aus, da diese dem Körper täglich meistens nur zwischen 1 bis 4 Mikrogramm Vitamin D liefern.

In welchen Lebensmitteln ist Vitamin D enthalten?

Vor allem tierische Lebensmittel weisen einen vergleichsweise hohen Vitamin D-Gehalt auf. Es gibt aber auch durchaus pflanzliche Nahrungsmittel, in welchen Vitamin D enthalten ist. In der unten stehenden Tabelle haben wir einige nennenswerte Vitamin D-Vorkommen in Lebensmitteln zusammengefasst:

Lebensmittel Vitamin-D-Gehalt
Aal 20 Mikrogramm / 100g
Hering 25 Mikrogramm / 100g
Lachs 16 Mikrogramm / 100g
Sardine 11 Mikrogramm / 100g
Leber 2 Mikrogramm / 100g
Steinpilz, roh 3,1 Mikrogramm / 100g
Eigelb 5,6 Mikrogramm / 100g
Schmelzkäse 3,1 Mikrogramm / 100g
Butter 2,5 Mikrogramm / 100g

Wie du der Tabelle entnehmen kannst, gibt es durchaus einige Fischarten, welche den Tagesbedarf von 20 Mikrogramm an Vitamin D abdecken können. Allerdings wirst du diese mit großer Wahrscheinlichkeit nicht täglich zu dir nehmen können oder wollen.

Bei anderen Lebensmitteln sieht es schon schwieriger aus, um auf die empfohlenen 20 Mikrogramm Vitamin D pro Tag zu kommen, müsstest du beispielsweise ein Kilogramm Leber oder 650 Gramm Steinpilze essen. Daher ist es wichtig darauf zu achten, dass du deine Haut regelmäßig der Sonne aussetzt oder die für dich passende Dosis an Vitamin D beispielsweise in Form von Nahrungsergänzungsmitteln zu dir nimmst.

Was sind Ursachen für eine Vitamin D Überdosierung?

Eine Vitamin D Überdosierung kommt vergleichsweise selten vor. Jedoch können sowohl akute als auch chronische Überdosierungen sehr gefährlich für unsere körperliche Gesundheit sein.

Vorab ist es wichtig zu erwähnen, dass eine Vitamin D Überdosierung grundsätzlich nicht auf natürlichem Wege entstehen kann, weder durch exzessives Sonnenbaden noch durch den übermäßigen Verzehr von Vitamin D reichhaltigen Lebensmitteln wie Seefisch.

Jedoch wendet sich das Blatt, wenn regelmäßig hochdosierte Vitamin D Nahrungsergänzungsmittel oder Medikamente eingenommen werden. In Kombination mit einer großen Menge an mit Vitamin D angereichteren Lebensmitteln kann dies dann zu einer Vitamin D-Vergiftung führen (7).

Vitamin D Überdosierung-03

Gerade bei der Online-Bestellung von Vitamin D Präparaten solltest du ein besonderes Augenmerk auf die Dosierung legen. Diese kann länderspezifisch variieren und dazu führen, dass du ungewollt eine zu hohe Menge des Vitamins einnimmst, was zu einer Überdosierung führen kann.
(Bildquelle: Michele Blackwell / unsplash.com)

Wenn täglich mehr als 100 Mikrogramm Vitamin D eingenommen werden, können Nebenwirkungen wie Nierensteine auftreten. Dies liegt daran, dass der Körper einen Überschuss an den fettlöslichen Vitaminen nicht so einfach ausscheiden kann.

Er beginnt damit, dass Vitamin D im Fett- und Muskelgewebe zu speichern, was ebenfalls zu einem erhöhten Kalziumspiegel im Blut führt.

Die auftretende Erhöhung des Kalziumspiegels im Blut kann schließlich zur Bildung von Nierensteinen führen und im Extremfall zum völligen Nierenversagen, was auch tödlich enden kann (8).

Eine akute Vitamin D Überdosierung entsteht, wenn eine übermäßig hohe Dosis an Vitamin D einmalig oder über einen sehr kurzen Zeitraum hinweg eingenommen wird. Von einer chronischen Vitamin D-Intoxikation spricht man, wenn dem Körper über längere Zeit zu viel Vitamin D zugeführt wird, sei dies über Präparate und oder mit Vitamin D angereicherten Lebensmitteln.

Welche Symptome treten bei einer Vitamin D Überdosierung auf?

Es gibt unterschiedliche Wege, wie sich eine Vitamin D Überdosierung körperlich bemerkbar machen kann. Bedenke aber, dass eine Überdosierung nur durch die regelmäßige Einnahme von Vitamin D Präparaten, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten zustande kommen.

Die häufigsten Symptome einer Vitamin D Überdosierung sind folgende:

  • Übelkeit und Erbrechen
  • Bauchschmerzen
  • Appetitlosigkeit mit darauffolgender Gewichtsabnahme
  • Müdigkeit
  • Schwindelgefühl
  • Verwirrtheit
  • Dehydration und Polydipsie
  • Apathie

Alle Symptome einer Vitamin D Intoxikation sind auf die Hyperkalzämie, sprich die übermäßige Aufnahme von Kalzium, zurückzuführen. Es kann durchaus auch vorkommen, dass Beschwerden ausbleiben, die Organe und Gefäße aber dennoch beschädigt werden (9).

Welche Folgen kann eine Vitamin D Überdosierung auslösen?

Eine Vitamin D Überdosierung kann einige gesundheitliche Beschwerden und Probleme mit sich bringen. Die wohl am häufigsten auftretende Folge einer Überdosierung ist ein erhöhter Kalziumspiegel im Blut.

Die Überdosierung an Vitamin D bewirkt, dass aus der Nahrung übermäßig viel Kalzium aufgenommen wird und der Körper zudem auch damit beginnt, vermehrt Kalzium aus den Knochen herauszulösen. Diese beiden Prozesse können wiederum weitere gesundheitliche Beschwerden zur Folge haben, wie unter anderem Appetitlosigkeit, Übelkeit und Erbrechen, Knochenschmerzen, Konzentrationsstörungen oder Kopfschmerzen (10).

Zusätzlich können sich auch Kalkablagerungen in Blutgefässen, der Lunge und dem Herz bilden. Schlimmstenfalls kann dies ein Auslöser für Überhitzungen, Erbrechen oder gar Wahnvorstellungen sein (11).

Doch auch Knochen können durch Kalkablagerungen Schaden erleiden, indem sie immer wie dünner und poröser werden. Dies führt dazu, dass Knochenschmerzen entstehen und sie gleichzeitig auch anfälliger für Brüche werden. (12).

Eine weitere, schwerwiegende Folge einer Vitamin D Überdosierung ist die Verkalkung der Niere und der Bildung von Nierensteinen. Dabei wird die Filterleistung der Niere durch den Kalk maßgeblich beeinträchtigt. Im Extremfall kann dies dann zu einem totalen Nierenversagen führen, was durchaus auch ein tödliches Ende nehmen kann (13).

Konsultiere immer zuerst deinen Arzt und lass deine Blutwerte bestimmen, damit du ein für dich geeignetes Präparat verschrieben bekommst und keine Vitamin D Überdosierung befürchten musst. Es empfiehlt sich nicht, ohne ärztlichen Rat und Absprache Vitamin D Präparate einzunehmen.

Doch auch Hautausschläge, Herzrhythmusstörungen oder Bewusstlosigkeit können Nebenwirkungen einer Überdosierung sein.

Oftmals wird angepriesen, dass die meisten Menschen ohnehin schon unter einem Vitamin D Mangel leiden, daher entscheiden sich viele dazu, auf eigene Faust Präparate zu sich zu nehmen, um diesen zu beheben oder gar vorzubeugen. Dies kann allerdings schwerwiegende Folgen mit sich bringen.

Wie äußert sich ein Vitamin D Mangel?

Auch wenn du bislang keine Beschwerden aufweist, könntest du trotzdem unter einer Mangelerscheinung leiden. In der heutigen Zeit verbringen immer mehr Menschen die meiste Zeit in Gebäuden und halten sich nur selten im Freien auf. Dies führt dazu, dass die Haut kaum Sonnenstrahlen abbekommt, was wiederum die Wahrscheinlichkeit, unter Vitamin D Mangel zu leiden, erhöht.

Weit verbreitete Symptome eines Vitamin D Mangels sind Müdigkeit und Konzentrationsschwächen.

Oftmals macht sich ein Vitamin D Mangel in Form von Knochenschmerzen und Muskelschwäche bemerkbar. Diese kommen zustande, da ein Mangel eine Entkalkung und somit Verformung der tragenden Knochen auslösen kann, was auch als Osteomalazie bezeichnet wird. Im höheren Alter kann dies ebenfalls zu einer Osteoporose, sprich zu leicht zerbrechlichen Knochen führen (14, 15).

Sollten die soeben erwähnten Punkte auf dich zu treffen, dann kläre am besten zuerst bei deinem Arzt ab, ob du wirklich unter einem Vitamin D Mangel leidest, ehe du hochdosierte Präparate zu dir nimmst.

Bei Säuglingen und Kleinkindern ist ein Vitamin D Mangel noch gefährlicher, da diese drohen an Rachitis zu erkranken. Bei der Krankheit werden die Knochen erweicht und verformt, was gerade in den jungen Jahren sehr problematisch sein kann (16).

Handlungsbedarf besteht aber in jedem Fall, zumal ein Mangel an Vitamin D gewisse Krankheiten begünstigen kann:

  • Bluthochdruck
  • Diabetes
  • Immunerkrankungen
  • Entzündungen und Infektionen
  • Psychische Krankheiten wie beispielsweise Depressionen

Bei einem Arzt kannst du mittels eines Testes feststellen lassen, ob du tatsächlich an einem Vitamin D Mangel leidest oder nicht.

Vitamin D Überdosierung: 5 effektive Ansätze um eine Überdosis vorzubeugen

Um eine mögliche Vitamin D Überdosierung vorzubeugen oder zu behandeln, gibt es einige Maßnahmen, welche von Nutzen sein können.

In den nachfolgenden Absätzen werden wir genauer auf die einzelnen Punkte eingehen und dir erklären, was jeweils zu beachten ist.

Allfällige Symptome im Auge behalten

In den vorherigen Abschnitten haben wir dich ausführlich über allfällige Symptome einer Vitamin D Überdosierung informiert. Natürlich treffen einige dieser Symptome auch auf andere Krankheitsbilder zu. Behalte sie dennoch gut im Auge, gerade wenn du hochdosierte Vitamin D Präparate zu dir nimmst.

Schnelltest durchführen

Es gibt zwei Varianten, wie du einen Schnelltest durchführen kannst, um deinen Vitamin D Spiegel zu kontrollieren. Sowohl eine Vitamin D Überdosierung als auch ein Mangel machen sich, wenn überhaupt, erst mit der Zeit bemerkbar. Daher solltest du bei einem Verdacht unbedingt zu einem Schnelltest greifen, um Langzeitschäden vorzubeugen.

Beim Arzt kann ein Bluttest durchgeführt werden, um den Vitamin D Spiegel zu kontrollieren.

Der Vorteil hierbei ist, dass er dir wenn nötig direkt ein für dich passendes Vitamin D Präparat verschreiben kann.

Du kannst aber auch einen Vitamin D Test für zu Hause im Handel erwerben. Dafür musst du lediglich einige Tropfen Blut aus deinem Finger entnehmen und die Blutprobe danach ins Fachlabor schicken. Deine Ergebnisse erhältst du nach der Auswertung und Begutachtung von anerkannten Spezialisten.

Ernährung umstellen

In seltenen Fällen kann eine Überdosierung durch die Kombination von Vitamin D Präparaten und reichhaltigen Lebensmitteln entstehen. In diesem Fall lohnt es sich, die Ernährung umzustellen und beispielsweise auf Seefisch zu verzichten.

Grundsätzlich wird jedoch nur sehr wenig Vitamin D über die Nahrung aufgenommen. Viele Lebensmittel enthalten nur einen geringen Gehalt an Vitamin D und müssten in großen Mengen konsumiert werden, um überhaupt den Tagesbedarf abzudecken.

Hochdosierte Vitamin D Präparate und Nahrungsergänzungsmittel vermeiden

Eine Möglichkeit, eine Vitamin D Überdosierung zu behandeln oder vorzubeugen, ist das Vermeiden von hochdosierten Vitamin D Präparaten, Nahrungsergänzungsmitteln oder Medikamenten. Wir empfehlen dir, dich mit deinem Arzt abzusprechen, damit du ein für dich richtig dosiertes Präparat erhältst.

Eine Überdosierung kann nicht über zu viel Sonnenbestrahlung oder Vitamin D reichhaltige Lebensmittel entstehen.

Daher lässt sie sich gut vermeiden, wenn keine Präparate eingenommen werden. Stellst du fest, dass du mögliche Symptome aufweist, solltest du die Einnahme von Medikamenten abstellen und einen Vitamin D Spiegel durchführen.

Ärztlichen Rat einholen

In jedem Fall ist es von enormer Bedeutung, dir ärztliche Hilfe zu holen. Ein Arzt kann deinen Vitamin D Spiegel testen und dir das für dich beste Präparat oder Medikament verschreiben um deinen Vitamin D Tagesbedarf abzudecken.

Auch bei einer Überdosis kann er dir dabei helfen, diese zu behandeln, indem er dir Therapien oder weitere Medikamente verschreibt, welche gegen den erhöhten Kalziumspiegel im Blut senken und behandeln können. Eine frühe Behandlung kann schwerwiegendere Krankheiten und Beschwerden vorbeugen.

Fazit

Eine Vitamin D Überdosierung darf nicht unterschätzt werden, zumal sie viele gesundheitliche Nebenwirkungen auslösen kann. Allerdings kann eine Überdosis sehr leicht vermieden werden. Am besten ist es, wenn du vor der Einnahme von Vitamin D Präparaten deinen Arzt aufsuchst, einen Test durchführst und dich beraten lässt. Dies empfehlen wir dir wärmstens.

Möchtest du es doch auf eigene Faust probieren, dann beachte die erwähnten Angaben zur Dosierung und dem empfohlenen Tagesbedarf an Vitamin D. Wenn du alle Informationen verinnerlicht hast und unsere Tipps beachtest und anwendest, solltest du keine Bedenken bezüglich einer Überdosierung an Vitamin D haben müssen.

Bildquelle: Davydov/ 123rf.com

Einzelnachweise (16)

1. Matthias Wacker and Michael F. Holick (2013). Vitamin D — Effects on Skeletal and Extraskeletal Health and the Need for Supplementation
Quelle

2. Sylvia Christakos, Martin Hewison, David G. Gardner, Carol L Wagner, Igor N. Sergeev, Erica Rutten, Anastassios G. Pittas, Ricardo Boland, Luigi Ferrucci and Daniel D. Bikle (2013). Vitamin D: beyond bone
Quelle

3. James C. Fleet (2017). The Role of Vitamin D in the Endocrinology Controlling Calcium Homeostasis
Quelle

4. Ulrike Trautvetter, Bianka Ditscheid, Gerhard Jahreis and Michael Glei (2018). Calcium and Phosphate Metabolism, Blood Lipids and Intestinal Sterols in Human Intervention Studies Using Different Sources of Phosphate as Supplements—Pooled Results and Literature Search
Quelle

5. Adrian R. Martineau, Kenneth E. Thummel, Zhican Wang, David A. Jolliffe,1 Barbara J. Boucher, Simon J. Griffin, Nita G. Forouhi and Graham A. Hitman (2019). Differential Effects of Oral Boluses of Vitamin D2 vs Vitamin D3 on Vitamin D Metabolism: A Randomized Controlled Trial
Quelle

6. Matthias Wacker and Michael F. Holick (2013). Sunlight and Vitamin D - A global perspective for health
Quelle

7. Peter N. Taylor and J. Stephen Davies (2018). A review of the growing risk of vitamin D toxicity from inappropriate practice
Quelle

8. Sebastien Ellis, Georgios Tsiopanis and Tanuj Lad (2018). Risks of the ‘Sunshine pill’ – a case of hypervitaminosis D
Quelle

9. Peter J. Tebben, Ravinder J. Singh and Rajiv Kumar (2016). Vitamin D-Mediated Hypercalcemia: Mechanisms, Diagnosis, and Treatment
Quelle

10. Behzat Ozkan, Sükrü Hatun and Abdullah Bereket (2012). Vitamin D intoxication
Quelle

11. Darko Duplancic, Marijan Cesarik, Nikola Kolja Poljak, Maja Radman, Vedran Kovacic, Josipa Radic and Veljko Rogosic (2013). The influence of selective vitamin D receptor activator paricalcitol on cardiovascular system and cardiorenal protection
Quelle

12. Ana Laura Teodoro de Paula, Wemerson Philipe Ferreira Gonzaga, Lucas Martins Oliveira, Taciana Carla Maia Feibelmann, Juliana Markus (2020). Exogenous intoxication by non-prescribed use of vitamin D, a case report
Quelle

13. Eric N. Taylor, Andrew N. Hoofnagle and Gary C. Curhan (2015). Calcium and Phosphorus Regulatory Hormones and Risk of Incident Symptomatic Kidney Stones
Quelle

14. Noortje M. Rabelink, Gans M. Westgeest, Nathalie Bravenboer, Maarten A. J. M. Jacobs and Paul Lips (2011). Bone pain and extremely low bone mineral density due to severe vitamin D deficiency in celiac disease
Quelle

15. Ashraf T. Soliman, Vincenzo De Sanctis, Rania Elalaily, Said Bedair and Islam Kassem (2014). Vitamin D deficiency in adolescents
Quelle

16. Melissa Zerofsky, Mark Ryder, Suruchi Bhatia, Charles B. Stephensen, Janet King and Ellen B. Fung (2016). Effects of early vitamin D deficiency rickets on bone and dental health, growth and immunity
Quelle

Warum kannst du mir vertrauen?

Wissenschaftliche Studie
Matthias Wacker and Michael F. Holick (2013). Vitamin D — Effects on Skeletal and Extraskeletal Health and the Need for Supplementation
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Wissenschaftliche Studie
Sylvia Christakos, Martin Hewison, David G. Gardner, Carol L Wagner, Igor N. Sergeev, Erica Rutten, Anastassios G. Pittas, Ricardo Boland, Luigi Ferrucci and Daniel D. Bikle (2013). Vitamin D: beyond bone
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Adrian R. Martineau, Kenneth E. Thummel, Zhican Wang, David A. Jolliffe,1 Barbara J. Boucher, Simon J. Griffin, Nita G. Forouhi and Graham A. Hitman (2019). Differential Effects of Oral Boluses of Vitamin D2 vs Vitamin D3 on Vitamin D Metabolism: A Randomized Controlled Trial
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