Epilepsie-Medikamente
Zuletzt aktualisiert: 20. Oktober 2020

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Epilepsie-Medikamente sind eines der meistgekauften und hergestellten Medikamente. Mit den verschiedenen Einnahmemöglichkeiten der Medikamente ist es möglich, die Dosierung und Wirkungen so an den Patienten anzupassen, sodass ein Leben ohne Einschränkungen ermöglicht werden kann. So können diese sogar individuell wählen, in welcher Form die Betroffenen das Epilepsie Medikament einnehmen wollen.

Mit unserem Epilepsie-Medikamente Test 2020 wollen wir dir dabei helfen, alles Wissenswerte über die Epilepsie-Medikamente zu geben und dir bei der Entscheidung des passenden Medikaments helfen.

Dafür haben wir einige Epilepsie-Medikamente angeschaut und die essenziellen Faktoren für dich übersichtlich zusammengestellt. Zudem haben wir dir noch die Vor- und Nachteile der Epilepsie-Medikamente zusammengestellt.




Das Wichtigste in Kürze

  • Epilepsie-Medikamente werden zur Verhinderung eines epileptischen Anfalls eingenommen. Dabei können die Medikamente in verschiedene Formen als Sirup, Tabletten oder intravenös verabreicht werden.
  • Die Behandlung einer Epilepsie kann innerhalb einer Mono- oder Kombinationstherapie durchgeführt werden. Bei einer fokalen oder generalisierten Epilepsie werden verschiedene Wirkstoffe genutzt und von einem Arzt für die beste Behandlung gewählt.
  • Mit der richtigen Epilepsie-Medikamente schränkt die Krankheit das Leben der Betroffenen kaum ein. So können gesunde Schwangerschaften sowie das Autofahren immer noch möglich mithilfe der passenden Medikamente.

Epilepsie Medikamente Test: Favoriten der Redaktion

Das beste Epilepsie Medikament als Tablette

Das Carbamazepin Aristo 400 mg wird öfters als Tablette von den Ärzten für den Patienten ausgewählt, welcher unter epileptischen Anfällen leidet. Meistens wird dies zu Beginn von Anfällen oder als Folgebehandlung von Epilepsie verschrieben.

Bei Carbamazepin Aristo 400 mg muss die Tablette nur bis zu zweimal täglich mit einem Glas Wasser eingenommen werden. Zudem wird dieses Medikament auch bei manisch-depressiven Phasen oder anderen Krankheiten wie Trigeminus-Neuralgie verabreicht. Es bewirkt eine Verminderung bei überschießenden Reaktionen, Anfällen sowie auch bei Bewusstseinsstörungen.

Das beste Epilepsie Medikament als Kapsel

Gabapentin-Micro 300 mg als Wirkstoff wird ebenfalls gegen Epilepsie und Nervenschmerzen verabreicht. Das Medikament wird in Form von Kapseln bis zu dreimal täglich mit einem Glas Wasser eingenommen.

Gabapentin wirkt dabei so, dass Krämpfe verhindert werden. Es greift bei der Übermittlung von Signalen im Gehirn ein und schwächt so die Wirkung von anregend wirkenden Botenstoffen im Gehirn ab.

Das beste Epilepsie Medikament als Saft

Als Saft wird der Wirkstoff Levetiracetam Desitin 100 mg/ml ebenfalls für die Behandlung von Epilepsie verabreicht. Der Patient sollte dabei der Saft bis zu zweimal täglich einnehmen. Dabei kann der Saft zu Beginn von Behandlungen oder als Zusatzmedikament in Kombination mit anderen Medikamenten genutzt werden.

Levetiracetem wirkt so, dass im Gehirn die unkontrollierte Weiterleitung von elektrischen Signalen in den Nervenzellen verringert wird und so epileptische Krampfanfälle verhindert werden.

Kauf- und Bewertungskriterien für Epilepsie Medikamente

Wenn du im Internet nach dem geeigneten Epilepsie-Medikament suchst, werden dir allmögliche Medikamente gegen die epileptischen Krampfänfälle vorgestellt. Um dir die Entscheidung zu erleichtern, haben wir dir nachfolgend Kauf- und Bewertungskriterien zusammengestellt, an denen du dich orientieren kannst.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

Diese drei Kriterien solltest du auf jeden Fall bei deiner Entscheidung beachten.

Wirkstoff und Wirksamkeit

Es gibt unzählige Wirkstoffe, die Epilepsie helfen zu unterdrücken und ebenso viele Mechanismen, wie diese wirken. Bei der Wirksamkeit der Epilepsie Medikamente oder auch Antiepileptika ist vor allem darauf zu achten, von welcher Form von Epilepsie die Person betroffen ist.

So sollte der Wirkstoff und deren Wirkungsweise auf die Epilepsieform abgestimmt werden. Bei einer oralen Einnahme des Antieleptikums wird dieses durch den Magen-Darm-Trakt ins Blut aufgenommen und so zum Gehirn bewegt, wo es schließlich seine Wirkung entfalten kann.

Die Ausfilterung des Medikamentes geschieht über die Nieren und Leber und wird somit über den Harn oder Stuhl ausgeschieden.

Es ist wichtig, dass der Wirkstoff immer in einer wirksamen Konzentration im Gewebe vorhanden ist, um die Anfälle zu unterdrücken.

Dosierung

Wenn du eine Epilepsietherapie starten, wird der Arzt für dich die Dosierung des Antiepileptikums bestimmen. Normalerweise fängt die Therapie mit einem Medikament an (Monotherapie).

Dies aus diesem Grund, da der Arzt so Kontrolle über die Wirkung und Nebenwirkungen des Medikaments behält. Falls dies nicht zureichend hilft, wird mit einer erhöhten Dosierung behandelt.

Wenn die Wirkung eines Antieleptikums nicht genügt, kann die Behandlung mit einer Kombinationstherapie versucht werden. Dabei werden zwei Medikamente kombiniert, um die epileptischen Anfälle unterdrücken zu können.

Essenziell bei einer Kombinationstherapie ist, dass sich die zwei Medikamente und Wirkungsweisen miteinander gut vertragen und nur wenig Wechselwirkungen aufweisen. Mehr als zwei Epilepsie-Medikamente sollte jedoch vermieden werden.

Es sollte die ausreichende Dosierung angestrebt werden, da eine zu erhöhte Dosierung unerwünschte Nebenwirkungen und bei einer tiefen Dosierung die epileptischen Anfälle auslösen. Damit die Therapiebehandlung erfolgreich ist, sollte das Medikament im Vertrauen des Patienten immer regelmäßig eingenommen werden.

Nebenwirkungen

Neben der Hauptwirkung des Antiepileptikums gibt es leider auch unerwünschte Nebenwirkungen. Diese äußern sich durch körperliche oder psychische Auswirkungen.

Dabei gibt es drei verschiedene Arten von Nebenwirkungen:

  • unspezifische Nebenwirkungen
  • dosisabhängige Nebenwirkungen
  • allergische Nebenwirkungen

Zu den unspezifischen Nebenwirkungen gehören häufig Kopfschmerzen und Schwindel. Diese treten meistens zu Beginn einer Therapie auf und klingen nach kurzer Zeit wieder ab, ohne dass irgendwelche Dosieränderungen vorgenommen wurden.

Bei den dosisabhängigen Nebenwirkungen kommt es beispielsweise zu Schwindel, Übelkeit und Erbrechen, Sehen von Doppelbildern, Müdigkeit und Gangunsicherheit. Diese treten eher bei Dosiererhöhungen auf, welche mit der Feststellung und einer darauffolgenden verminderten Dosierung wieder zurückgehen.

Allergische Nebenwirkungen äußern sich durch allergische Hautreaktionen. Das heißt, dass die betroffene Person ausbreitende Flecken oder Pickel vom Gesicht bis zur Brust aufweist.

Dieser Hautausschlag tritt meistens in den ersten paar Wochen der Behandlung auf und kann durch einen Wechsel des Medikaments behandelt werden.

Andere Nebenwirkungen zeigen sich meistens Jahre später wie etwa Gewichtsverlust, Knochenschwund oder psychische Veränderungen. Dies sollte jedoch von einem Arzt abgeklärt werden, da diese beschriebenen Nebenwirkungen auch von einer anderen Ursache herkommen könnten.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du Epilepsie Medikamente kaufst

Bevor du Epilepsie Medikamente kaufst und einnimmst, solltest du dir noch einige Aspekte genauer anschauen. Die wichtigsten Fragen haben wir dir nachfolgend zusammengestellt und beantwortet.

Was ist das Besondere an Epilepsie Medikamenten und welche Vorteile bieten sie?

Epilepsie- Medikamente erscheinen in erster Linie nicht besonders. Äußerlich betrachtet sehen die Tablette, Kapseln oder Säfte nicht anders aus als andere Medikamente.

Jedoch sind die Epilepsie-Medikamente in ihrer Wirkung sehr besonders. Denn diese Medikamente sorgen dafür, dass die epileptischen Krampfanfälle unterdrückt werden und unter Kontrolle gehalten werden. Bei regelmäßiger und ausreichender Dosierung können die neurologischen Anfälle verhindert werden.

Darmflora aufbauen Medikamente

Um ein stabiles Leben ohne Epilepsieanfällen zu führen, können Tablettenboxen die regelmäßige Einnahme und Dosierung den Patienten unterstützen. (Bildquelle: Dmytro / 123rf)

Die für den Patienten passenden Epilepsie-Medikamente sind deshalb so wichtig, da bei richtigen Dosierung die betroffene Person ein epilepsiefreies Leben führen kann.

Welche Arten von Epilepsie Medikamenten gibt es?

Medikamente, die gegen Epilepsie helfen, kommen in allen möglichen Arten und Formen. Nachstehend haben wir dir die verschiedenen Arten und deren Vor- und Nachteile zusammengefasst.

Epilepsie Medikamente als Sirup

Epilepsie Medikamente können durch einen Sirup oder Saft flüssig eingenommen werden. Auch hier sollte beachtet werden, welche Therapieform der Patient durchläuft und sich daraufhin für einen Sirup entscheiden.

Vorteile
  • einfach und praktisch zum Einnehmen
  • für Kinder und ältere Personen geeignet
  • zweimal tägliche Einnahme
Nachteile
  • umständlich zum Mitnehmen
  • muss vor Sonnenlicht geschützt werden
  • vor Gebrauch schütteln

Sirup ist vor allem für Betroffene praktisch, welche nicht geübt oder nicht gerne harte Tabletten schlucken. So können beispielsweise Kinder oder auch ältere Menschen von dieser Medikamentart profitieren.

Die Anwendung verläuft so, dass der Sirup oftmals zweimal täglich, morgens und abends, eingenommen wird. Wichtig hierbei ist, dass der Sirup vor dem Gebrauch geschüttelt wird.

Epilepsie Medikamente als Tabletten oder Kapseln

Wie viele andere Medikamente können die gegen Epilepsie helfende Medikamente auch in Form von Tabletten oder Kapseln eingenommen werden. Als Antiepileptikum gibt es unzählige Tabletten und Kapseln wie etwa Filmtablette oder Retardtablette, Hart- oder Weichkapseln.

Je nach Form und Schweregrad der Epilepsie wird entschieden, welche Tablette oder Kapsel sich für den Patient eignet.

Vorteile
  • einfach und handlich zum Mitnehmen
  • keine zeitaufwändige Einnahme
Nachteile
  • Flüssigkeit für die Einnahme notwendig
  • bis zu dreimal tägliche Einnahme

Zudem gibt es auch Tabletten oder Kapseln, welche nur für Monotherapien geeignet sind. Wenn der betroffene Patient die Polytherapie durchführt, sollte dies ebenfalls auch bei der Wahl der Tablette oder Kapsel beachtet werden.

Die Einnahme der Tabletten und Kapseln verläuft ebenso wie bei anderen Medikamenten. Die Antiepileptika sollten täglich bis zu dreimal mit etwas Flüssigkeit eingenommen werden.

Epilepsie Medikamente als Infusion

Zur Unterdrückung der epileptischen Krampfanfälle können die Medikamente auch intravenös eingenommen werden. Dies bedeutet, dass durch eine Infusion das Medikament dem Körper verabreicht wird. Es wird als eine alternative Methode zur oralen Einnahme angesehen.

Vorteile
  • Wirkstoff wird direkt ins Blut geführt
  • ärztliche Betreuung bei der Verabreichung des Wirkstoffes
  • hohe Dosierung möglich
Nachteile
  • zeitaufwändige Einnahme (jeweils 15 Minuten)
  • intravenöse Einnahme durch Nadeln
  • nicht für Personen unter 16 Jahren geeignet

Die Anwendung verläuft dabei so, dass der Arzt dem Betroffenen das Arzneimittel durch eine Infusion verabreicht. Der Patient braucht für eine erfolgreiche Therapie mindestens zweimal täglich eine intravenöse Anwendung. So wird die Dosierung täglich zwischen 1000 und 3000 mg sein.

Welche Alternativen gibt es zu Epilepsie Medikamenten?

Wenn man die Epilepsie nicht durch Medikamente behandeln möchte, gibt es noch zwei alternative Wege:

  • Epilepsieoperation
  • Vagusnerv-Stimulation

Bei der ersten wird am Gehirn der zuständige Bereich operiert, welcher die epileptischen Anfälle auslöst. Durch eine Entfernung des krampfanfälligen Bereich oder durch eine Durchtrennung der Gehirnnerven wird versucht die epileptischen Anfälle zu verhindern.

Beim zweiten Weg wird anhand von Neuronstimulationen versucht die Anfälle zu behandeln. Dabei wird durch eine Operation ein kleines Gerät im Brustbereich implantiert.

Um epileptische Anfälle zu behandeln, wird nicht selten zu kleineren Operationen gegriffen. (Bildquelle: unsplash / Javier Matheu)

Das Gerät ist dabei zuständig, den Vagusnerv am Hals zu reizen, damit dieser Impulse zum Gehirn weitersendet. Durch die Reizimpulse sollten die epileptischen Anfälle verhindert werden.

Welche Wirkstoffe werden für Epilepsie Medikamente genutzt?

Die Wahl der Wirkstoffe für die Epilepsie Medikamente ist abhängig von der Epilepsieform. Dabei wird zwischen der generalisierten und fokalen Epilepsie unterschieden.

Bei der generalisierten Epilepsie ist meist das gesamte Gehirn von den Anfällen betroffen und erblich bedingt. Anders ist dies bei der fokalen Epilepsie, bei dieser ist nur ein bestimmter Bereich des Gehirns von den Anfällen betroffen.

  • Wirkstoffe bei der generalisierten Epilepsie: Lamotrigin, Topiramat, Valproinsäure, Levetiracetam, Perampanel.
  • Wirkstoffe bei der fokalen Epilepsie: Carbamazepin, Gabapentin, Lamotrigin, Levetiracetam, Oxcarbazepin, Topiramat, Valproinsäure, Zonisamid, Eslicarbazepinacetat, Lacosamid, Perampanel, Pregabalin.

Welche Wirkstoffe schliesslich für die Behandlung passend sind, entscheidet der zuständige Arzt.

Für wen sind Epilepsie Medikamente geeignet?

Die Epilepsie-Medikamente sind dafür geeignet, um die krankheitsbedingten Krampfanfälle zu verhindern. Somit sollten die Personen solche Medikamente einnehmen, welche von einem Arzt oder Ärztin eine Epilepsie diagnostiziert erhielt. Ohne die ärztliche Verschreibung erhält die betroffene Person nicht das Arzneimittel gegen die epileptischen Anfällen.

Was kostet ein Epilepsie Medikament?

Die Epilepsie-Medikamente kosten unterschiedlich viel. Der Preis für das Medikament hängt jeweils vom Hersteller, Wirkstoffes sowie von der Menge ab.

So ist ein Epilepsie-Medikament teurer, wenn es eine stärkere Wirkstoffmenge und höhere Tablettenanzahl beinhaltet. Die ungefähren Kosten liegen zwischen 25 und 200 Euro.

Epilepsie Medikament Kosten
N1 (50 Tabletten) Circa 15 bis 50 Euro
N2 (100 Tabletten) Circa 20 bis 90 Euro
N3 (200 Tabletten) Circa 50 bis 170 Euro

Die Kosten der Epilepsie-Medikamente variieren stark und sind somit von dem Wirkstoff und Hersteller abhängig.

Wo kann ich Epilepsie Medikamente kaufen?

Die Epilepsie Medikamente sind in örtlichen Apotheken erhältlich sowie auch in medizinischen Online-Shops. Wichtig für den Kauf eines Antiepileptikum ist die Pflicht eines Rezepts, das von einem Arzt gegeben wird.

Auf folgenden Online-Shops können die Medikamente in einer großen Auswahl gekauft werden:

  • medpex.de
  • ihreapotheken.de
  • mycare.de

Dein zuständiger Arzt wird dich bestimmt auch beraten, wo du deine Epilepsie-Medikamente am besten kaufen kannst.

Wann können Epilepsie Medikamente abgesetzt werden?

Die Einnahme von Epilepsie-Medikamente zu beenden ist möglich, sollte jedoch nicht auf eigene Faust abgesetzt werden. Eine solche Entscheidung sollte auf jeden Fall mit dem zuständigen Arzt oder Ärztin besprochen werden.

Es kann durchaus möglich sein, dass nach einigen Jahren Einnahme der Medikamente keine rückfälligen Anfälle mehr vorkommen. Dies kann vor allem bei folgenden Patienten der Fall sein:

  • Personen, die schon einige Jahre anfallsfrei leben
  • Personen, die schon ein sehr niedrig dosiertes Medikament einnehmen
  • Personen, bei denen das EEG keine Auffälligkeiten auf einen Anfall aufzeigen

Ist das Risiko dennoch sehr hoch, dass weitere Anfälle auftreten, sollten die Epilepsie-Medikamente nicht abgesetzt werden.

Wenn sich entschieden wird, die Einnahme der Medikamente zu beenden, dann wird die Dosierung über einige Monate hinweg reduziert und von einem Arzt beobachtet.

Dieser sollte den Patienten darüber aufklären, wie bei einem erneuten Anfall gehandelt werden sollte und wie sich dies auf das eigene Leben auswirken kann.

Können Epilepsie Medikamente während der Schwangerschaft  eingenommen werden?

Viele Frauen sorgen sich, dass sich die Einnahme der Epilepsie-Medikamente negativ auf ihr Kind auswirken kann. Dennoch bringen die meisten Frauen gesunde Kinder zur Welt.

Wenn eine Schwangerschaft geplant ist, sollte auf jeden Fall den Arzt kontaktiert werden, damit dieser die betroffene Patientin über die Schwangerschaft mit Epilepsie Medikamente beraten kann. Es kann je nach Medikament durchaus sein, dass diese wegen einer Schwangerschaft angepasst werden müssen.

Um die Fehlbildungsrate des Kindes möglichst niedrig zu halten, wird die Dosierung während der Schwangerschaft verringert.

Zudem wird den schwangeren Frauen ans Herz gelegt, zusätzliche Folsäurepräparate einzunehmen. Dies aus dem Grund, da einige Epilepsie Medikamente den Folsäurespiegel senken.

Epileptische Anfälle schaden allgemein nicht dem ungeborenen Kind. Es sei denn, wenn sich die schwangere Person sich während des Anfalls schwer verletzt, was aber höchst selten geschieht.

Wie gefährlich ist das Vergessen von Epilepsie Medikamenten?

Wenn eine betroffene Person die Einnahme des Antiepileptikum vergisst, ist ein epileptischer Anfall das Schlimmste was passieren kann.

Dieses Risiko kann vermindert werden, wenn der Patient das Medikament nachträglich noch einnimmt. So kann die Konzentration des Wirkstoffes im Körper noch einigermassen stabil gehalten werden, was den epileptischen Anfall verhindern kann.

Wie verträgt sich Alkohol mit Epilepsie Medikamenten?

Viele Ärzte raten davon ab, Alkohol während der Epilepsiebehandlung mit Medikamenten zu trinken. Dies aus dem Grund, da sich Alkohol und Epilepsie Medikamente nicht gut miteinander vertragen.

Es wird empfohlen, nicht mehr als 1-2 Gläser Wein oder Bier zu trinken.

Durch den Alkoholkonsum wird in der Leber neben dem Alkohol auch der Wirkstoff des Medikaments abgebaut. So wird auch die Wirkung des Antieptileptikum gemindert und erhöht so das Risiko eines epileptischen Anfalls.

Andere Ärzte sind zudem auch der Meinung, dass während der Behandlung Alkohol getrunken werden darf.

Niedriger Alkoholkonsum sollte nur eine geringe Auswirkung auf das Medikament haben. Dennoch sollte sich das Risiko eines epileptischen Anfalls dennoch bewusst sein.

Darf ich mit Epilepsie Medikamenten noch Auto fahren?

Nach der Diagnose einer Epilepsie dürfen die Betroffenen erstmals nicht Autofahren. Sobald die passende Medikation erhalten wurde, wird schliesslich der Arzt anhand von Richtlinien entscheiden, ob der Patient fahrtüchtig ist.

Um sich und anderen Schutz zu gewähren, sollten epilepsiegefährdete Personen nicht Auto fahren. (Bildquelle: unsplash / Danylo Suprun)

Dies wird anhand von den BAST-Richtlinien (Begutachtungsleitlinien zur Kraftfahrereignung der Bundesanstalt für Straßenwesen) entschieden. Nach der Diagnose oder einem einmaligen Anfall wird die Beurteilung auf Fahrtauglichkeit jährlich von einem Facharzt untersucht.

So gilt, dass die betroffene Person nach der Diagnose ein Jahr lang anfallsfrei sein muss, bevor diese wieder fahren darf. Nach einem einmaligen Anfall ist die Fahruntauglichkeit auf sechs Monate beschränkt.

Fazit

Epilepsie Medikamente helfen bei regelmäßiger Einnahme die krankheitsbedingten Krampfanfälle zu verhindern. Dabei gibt es diverse Wirkstoffe, die bei der Behandlung von Epilepsie genutzt werden.

Die Wahl eines Antiepileptikums ist von der Form der Krankheit sowie von der Wirkungsweise des Wirkstoffes abhängig. Zudem können Arzt und Patient zwischen einer Mono- und Kombinationstherapie entscheiden, wie die Epilepsie behandelt werden soll.

Patientinnen können auch während ihrer Schwangerschaft ihre Behandlung mit einer niedrigen Dosierung fortsetzen und sollten zusätzliche Folsäurepräparate einnehmen.

Ebenfalls kann während der Behandlung in niedrigen Massen Alkohol konsumiert werden, ohne dass der Patient unter epileptischen Anfälle leidet. Die Fahrtauglichkeit wird zwar bei Epileptikern infrage gestellt und bei regelmässigen Untersuchungen neu beurteilt.

Bildquelle: Srikijvilaikul / 123rf

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