Mittel gegen Arthrose
Zuletzt aktualisiert: 12. Oktober 2020

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen, die sich durch verschiedene Phasen äußert. Je nach Krankheitsverlauf müssen die Betroffenen mit mehr oder weniger rasch zunehmenden Einschränkungen im Alltag rechnen. Schwellungen des Gelenks, Belastungsschmerzen oder eingeschränkte Bewegungsfreiheit der betroffenen Region lassen auf diese Krankheit schließen.

Im folgenden Text werden wir dir einen Überblick darüber verschaffen, was Arthrose eigentlich ist, wie sich der Krankheitsverlauf äußert und wie du einer Verschlechterung des Zustandes präventiv entgegenwirken kannst.

Darüber hinaus stellen wir dir die beliebtesten Therapien, Hausmittel und Ernährungsformen vor, die ein zu rasch fortschreitendes Krankheitsbild verhindern können und im Alltag Milderung versprechen.




Das Wichtigste in Kürze

  • Arthrose ist eine Gelenkerkrankung, die sich durch Taubheitsgefühl sowie Belastungsschmerzen, aber auch durch Dauerschmerzen und Bewegungsunfähigkeit äußern kann.
  • Sämtliche Gelenke des Körpers können von einer Arthrose betroffen sein. Die häufigsten Regionen jedoch, die durch diese Erkrankung in ihrer Bewegungsfreiheit eingeschränkt werden, wären der Hand- und Kniebereich.
  • Um einer Arthrose entgegenzuwirken, gibt es mehrere verschiedene Therapieformen sowie auch Ernährungspläne und hilfreiche Hausmittel.

Definition: Was ist Arthrose?

Arthrose ist der medizinische Begriff für eine der häufigsten Gelenkerkrankungen (1). Besonders im Arm-, Hand, Knie- oder Hüftbereich treten Schmerzen in unterschiedlichem Ausmaße auf, die besonders bei direkter Belastung betroffen sind.

Es können aber auch alle anderen Körperregionen von der Krankheit befallen sein. Arthrose kann bei einem fortschreitenden Verlauf zu einer Bewegungsunfähigkeit der betroffenen Stellen führen. Grundsätzlich lässt sich eine Arthrose als beschleunigte Gelenkabnutzung definieren.

Die Betroffenen weißen einen höheren Grad an Verschleiß der befallenen Gelenke auf als für das entsprechende Alter und die Belastung gewöhnlich wäre. Arthrose äußert sich je nach Krankheitsverlauf in unterschiedlichem Ausmaße sowie Intensität.

Die Krankheit kann sich von einem dumpfen Taubheitsgefühl beginnend bis zur kompletten Bewegungsunfähigkeit steigern. Eine Arthrose ist nicht immer einer starken Überbelastung verschuldet, sondern kann auch genetisch bedingt sein (2).

Hintergründe: Was du über die Arthrose wissen solltest

Wenn du bei dir Symptome erkennst, die auf eine Arthrose schließen lassen könnten, so wendest du dich am besten an einen Arzt deines Vertrauens. Hier kannst du dir einen Überblick darüber verschaffen, was Arthrose eigentlich ist und wie sich diese Erkrankung äußert.

Auch erfährst du Details über verschiedene Behandlungen und wir haben dir hier die häufigsten Fragen im Zusammenhang mit Arthrose gesammelt und beantwortet.

Wie entsteht Arthrose überhaupt?

Knorpel, welche mit Gelenkflüssigkeit versorgt werden, befinden sich schützend über den Gelenken und fungieren als eine Art Stoßdämpfer. Wird diese Funktion aus irgendwelchen Gründen unterbunden, so nutzt das Gelenk schneller ab. Mögliche Gründe dafür können Unfälle, Verletzungen oder angeborene Fehlstellungen sein.

Die Medizin sieht jedoch eine chronische Entzündung als die maßgebliche Ursache für eine Arthrose. Diese Entzündungen führen zu einer Beeinträchtigung des Knorpels und somit auch seiner Funktion, weshalb Schmerzen auftreten (3).

Besonders bei übergewichtigen Menschen ist eine Arthrose sehr problematisch, da das zusätzliche Gewicht die Knorpel belastet und die Gelenke mehr strapaziert.

Welche Körperregionen sind in der Regel von Arthrose betroffen sein?

Grundsätzlich kann die Arthrose jeden Bereich betreffen. Dennoch gibt es einige Regionen des Körpers, die besonders anfällig für diese Erkrankung sind. In den meisten Fällen tritt eine Arthrose in der Region des Oberkörpers im Handgelenk auf, während Hüfte und Knie die bevorzugten Gebiete dieser Krankheit im Bereich des Unterkörpers sind (4).

Körperstelle Krankheitsverlauf
Hand und Finger Betrifft die Arthrose vor allem die Gelenke im Bereich der Hand und der Finger, so äußert sich die Krankheit in diesen Regionen vor allem durch eine Störung der Wahrnehmungs- und Tastfähigkeiten sowie einer ausgeprägten Kälteempfindlichkeit. Die Bewegungsschwierigkeiten werden vor allem morgens auftreten.
Knie Im Bereich des Knies äußert sich der Schmerz beim Angehen und auch bei direkter Belastung. Vor allem beim Treppensteigen oder Bergaufgehen treten die Schmerzen in einem intensiven Ausmaß auf.
Hüfte Die Hüft-Arthrose äußert sich durch sogenannte Ermüdungsschmerzen. Diese machen sich durch ein ausgeprägtes Schwereempfinden in den Beinen nach einer Belastung bemerkbar. Die Schmerzen können sich bis in die Leistenregion ausbreiten.

Auch andere Körperregionen können von einer Arthrose betroffen sein. Zu den Regionen, die auch von Gelenkschmerzen befallen sein können zählen noch die Ellenbogen, die Schulter sowie das Sprunggelenk.

Welche Symptome lassen auf eine Arthrose schließen?

In Bezug auf eine Diagnose der Erkrankung Arthrose sind vor allem die Symptome entscheidend, wobei ein leichter Verlauf nur selten sofort erkannt wird und häufig als leichte Über- oder Fehlbelastung abgetan wird.

Symptom Beschreibung
Schwellung am Gelenk Ist die Arthrose noch nicht sehr ausgeprägt, so lassen sich die auftretenden Symptome nur schwer einordnen. Bei einem milden Verlauf treten zuallererst leichte Schwellungen am Gelenk auf, die von den Betroffenen als leichtes Überstrapazieren des Gelenks abgetan und nicht ernst genommen werden.
Belastungsschmerzen Im weiteren Verlauf jedoch treten zu diesen eben genannten Schwellung am Gelenk zusätzliche Belastungsschmerzen auf. Gerade beim Angehen oder zu Beginn der entsprechenden Belastung tritt dieses Leiden auf, welches sich jedoch während des Bewegungsakts wieder legen kann.

Bei dieser Phase des Krankheitsverlaufes wird den meisten Betroffenen bewusst, dass sie einen Arzt aufsuchen sollten, da sie durch den Belastungsschmerz zumindest teilweise eingeschränkt werden.

Dauerschmerzen und Bewegungseinschränkungen Bei fortschreitender Arthrose treten schließlich Dauerschmerzen und teilweise totale Bewegungseinschränkungen auf.

Die Betroffenen sind dadurch maßgeblich in ihrem alltäglichen Leben eingeschränkt, da sie sich nicht mehr so problemlos bewegen können und deshalb viele Aktivitäten nicht mehr möglich sind.

Auch wenn die Gelenke nicht direkt belastet werden, können Schmerzen auftreten, weshalb diese Phase der Erkrankung wirklich maximale Einschränkungen mitsichbringt und sich sowohl für die Betroffenen als auch für deren Umfeld extrem restriktiv auswirkt.

Die Symptome können jedoch je nach Intensität und Verlauf der Krankheit in unterschiedlichem Ausmaß auftreten. Treten diese Erscheinungen im Bereich der Hand, des Fingers, der Hüfte oder des Knies auf, so sollte dies für dich schon ein entsprechendes Warnsignal sein.

Besteht ein Wechselspiel zwischen Arthrose und Ernährung?

Der Verlauf der Arthrose kann sehrwohl durch die Art der Ernährung beeinflusst werden, weshalb bei ausgewogener Nahrungsaufnahme ein rascher Krankheitsverlauf verhindert werden kann. Gesunde Ernährung kann nämlich zum einem eine entzündungslindernde Funktion herbeirufen und zum anderen leiden Personen, die sich bewusst und ausgewogen ernähren, seltener an Übergewicht.

Mittel gegen Arthrose-1

Gesunde und ausgewogene Lebensmittel können präventiv einer Arthrose entgegenwirken und auch Symptome mildern. Deshalb solltest du Obst, Gemüse und wertvolle Ballaststoffe reichlich zu dir nehmen. (Bildquelle: unsplash \ Alexandr Podvalny)

Überschüssige Kilos strapazieren die Gelenke zusätzlich (5). Aus diesem Grund sollte auch ohne Erkrankung darauf geachtet werden, dass dem Körper nicht viel mehr zugeführt wird als er tatsächlich braucht. Besonders aber, wenn du an Arthrose leidest, solltest du bewusst auf deine Ernährung achten, um deine Gelenke dadurch zu entlasten.

Wann sollte ich mich an einen Arzt wenden?

Es wurden bereits Ursachen und Symptome einer Arthrose genannt. Nicht jede Schwellung am Gelenk und auch nicht jeder Belastungsschmerz ist automatisch von einer Arthrose verschuldet. Diese Erscheinungen sollten aber trotzdem auf jeden Fall ernst genommen werden.

Bei früherer Erkennung der Krankheit kann präventiv noch viel bewirkt werden und der weitere Krankheitsverlauf verspricht bei guter Begleitung zumindest Milderung.Grundsätzlich ist es aber nie eine Fehlentscheidung bei Schmerzen und Schwellungen einen Arzt aufzusuchen.

Symptome werden von den Betroffenen nicht immer richtig erkannt und die Krankheit kann letztlich nur von einem Experten diagnostiziert werden. Deshalb empfiehlt es sich, einen entsprechenden Arzt aufzusuchen, wenn die Schmerzen und Schwellungen nicht nach einigen Tagen nachlassen.

Wie ist der Krankheitsverlauf bei Arthrose?

Der Verlauf einer Arthrose kann sich sehr individuell äußern, je nach Intensität der Erkrankung. Auch, ob die Krankheit früh erkannt und präventive Schadensbegrenzung betrieben wurde, ist ein entscheidendes Kriterium dafür, in welchem Tempo die Arthrose fortschreitet. Auch der Grad der Symptome wird dadurch beeinflusst.

Übergewichtigen Personen wird wärmstens empfohlen überschüssige Kilos zu verlieren, da das Gewicht die Gelenke zusätzlich strapaziert.

In den meisten Fällen jedoch äußert sich die Erkrankung durch eine Schwellung am betroffenen Gelenk, geht dann in Belastungsschmerzen über und endet in einem Dauerschmerz und einer kompletten Bewegungseinschränkung. Mit gelenkschonendem Sport (6) und ausgewogener Ernährung kann einem rasch fortschreitenden Krankheitsverlauf entgegengewirkt werden.

Mittel gegen Arthrose: Die besten Tipps & Tricks für Betroffene einer Arthrose

Wurde bei dir eine Arthrose diagnostiziert, so gibt es nicht eine einzige Behandlungsmethode, die Heilung verspricht. Es existieren verschiedene Therapieformen, aber auch Ernährungstipps sowie einige Hausmittel, die zu einer Schmerzlinderung und einer Einbremsung des Krankheitsverlaufes führen.

Welche Methode für dich die richtige ist, hängt von verschiedenen Faktoren ab. Um dir jedoch dabei zu helfen, haben wir dir nun die renommiertesten und beliebtesten Mittel gegen Arthrose vorgestellt, aus denen du frei wählen kannst. Die meisten Erkrankten präferieren eine Kombination aus mehreren Hausmitteln, Methoden und Therapieformen.

Hausmittel

Wie der Name bereits verrät, gibt es einige Mittel gegen Arthrose, die sich im Zusammenhang mit Gelenkschmerzen als äußerst dienlich herausgestellt haben. Hagebuttenpulver wäre beispielsweise ein altbewährtes Hausmittel zur Linderung von Gelenkschmerzen (7).

Wir wollen dir hier nun vier natürliche und pflanzliche Hausmittel vorstellen, die sich bei einer Arthrose schmerzlindernd auswirken.

Quark-Wickel

Der Quark-Wickel ist ein sehr bekanntes Allheilmittel für viele verschiedene Krankheiten und Schmerzen in den unterschiedlichsten Bereichen. Er ist zudem sehr simpel zu machen, da man lediglich Quark und ein Handtuch benötigt.

Den Quark lässt du zuerst in einem Sieb abtropfen. Anschließend nimmst du die bröcklige Masse, wickelst diese in ein Baumwolltuch und legst dieses auf die betroffene Stelle. Den Wickel solltest du in etwa 20 Minuten auf dem schmerzenden Gelenk anliegen lassen und ihn spätesten dann entfernen, wenn er sich erwärmt.

Kohlwickel

Der Kohlwickel wird schon seit mehreren Generationen zur Linderung von Gelenkschmerzen verwendet. Dafür lässt du ganz einfach Kohlblätter für etwa 30 Minuten im kochenden Wasser blanchieren, lässt sie anschließend trocknen und wälzt sie abschließend.

Danach kannst die Blätter auf die betroffene Stelle legen und diese mittels eines Verbandes oder Tuches stabilisieren.

Den Wickel solltest du mindestens 2 Stunden einwirken lassen, wobei hier die Maxime gilt: Je länger, desto besser. Du solltest den Kohlwickel in einem Zeitraum von etwa zwei Wochen jeden Abend an die betroffene Stelle anbringen.

Arnikablüten-Wickel

Alles, was du für deinen Arnikablüten-Wickel gegen Arthrose benötigst, sind Arnikablüten und klarer Alkohol wie Wodka. Die Blüten legst du für zwei Wochen in die Flüssigkeit ein, entnimmst sie danach wieder und lässt sie anschließend nochmal 10 Tage ziehen. Du kannst dir aber auch eine bereits fertig abgemischte Tinktur in der Apotheke kaufen.

Die Arnikablüten-Tinktur sollte unter keinen Umständen getrunken werden und auf etwa 500 Milliliter sollte ein Esslöffel des Heilmittels hinzugefügt werden.

Anschließend legst du dein Handtuch in die fertige Mischung und bindest es abschließend über die betreffende Stelle. Diesen Wickel solltest du alle zwei bis drei Stunden wechseln, bis die Schmerzen nachlassen.

Retterspitz-Wickel

Der Retterspitz-Wickel wirkt schmerzlindernd und entzündungshemmend. Dafür benötigst du lediglich ein Innentuch, zwei Außentücher und die Retterspitz-Lösung, die in einem 1:1 Verhältnis mit Wasser vermengt wird.

Hierbei muss besonders darauf geachtet werden, dass die Retterspitz-Tinktur eine Temperatur von 14-18 Grad aufweist. Gegebenenfalls kann die Flüssigkeit kurz in den Kühlschrank gestellt werden, um die gewünschte Temperatur zu erreichen. Das Innentuch wird in die Mischung getaucht, danach ausgedrückt und anschließend doppellagig auf die betroffene Stelle gelegt.

Die beiden Außentücher sollten so angebracht werden, dass diese das Innentuch gut überlappen und der schmerzende Bereich somit optimal geschützt ist. Der Wickel sollte in etwa 2 Stunden auf der betroffenen Stelle liegen und erst dann abgenommen werden, wenn er trocken ist.

Therapien

Neben dieser eben genannten altbewährten Hausmittel gegen Arthrose und Gelenkschmerzen im Allgemeinen existieren auch einige Therapieformen. Empfohlen wird hierbei, sich nicht auf eine einzelne Therapie zu versteifen, sondern eine Kombination aus den verschiedenen Varianten zu wählen.

So kann die optimale Wirkkraft erzielt werden. Deshalb wollen wir dir nun die renommiertesten Therapieformen vorstellen, damit du die optimale Methode für dich findest.

Bewegungstherapie

Arthrose kann langfristig für Bewegungsunfähigkeit und zu Schmerzen während einer Belastung führen. Deshalb klingt es vielleicht paradox, dass Bewegung als Therapieform zur Bekämpfung dieser Krankheit eingesetzt wird. Auch  älteren Leuten wird es empfohlen, regelmäßig einen gelenkschonenden Sport zu betreiben (8).

Auch Massagen führen zu einer Verbesserung der Bewegungsfreiheit.

Das betroffene Gelenk sollte zwar grundsätzlich geschont werden, jedoch wird erst durch Bewegung Gelenkflüssigkeit produziert, die für die Stärkung des Knorpels elementar ist. Deshalb wird empfohlen, sich mehrmals die Woche aktiv zu bewegen.

Dabei solltest du einen gelenkschonenden Sport wählen, damit das Gelenk nicht zusätzlich strapaziert wird, da sich eine zu intensive Auslastung der Gelenke wieder negativ auswirken kann (9). Gerne kannst du Kraftsport oder Aquagymnastik betreiben oder lange, ausgedehnte Spaziergänge in deinen Alltag integrieren.

Ernährungstherapie

Wie bereits erwähnt ist die Ernährung ein zusätzlicher wichtiger Aspekt der den Krankheitsverlauf einer Arthrose mitbeeinflusst. Mit ausgewogener Ernährung kann das Stadium der Bewegungsunfähigkeit verlangsamt und hinausgezögert werden.

Achtest du auf eine gesunde Nahrungsaufnahme und führst deinem Körper bewusst nur Lebensmittel zu, die wertvoll und fördernd sind, so werden sich schnell Erfolge einstellen.

Mittel gegen Arthrose-2

Neben gelenkschonender Bewegung kann auch deine Ernährung einen Einfluss auf die Arthrose haben. (Bildquelle: unsplash \ Richard R. Schünemann)

Bewusste und gesunde Ernährung stärkt das Immunsystem und hat somit auch eine entzündungshemmende Wirkung.

Des Weiteren kann damit ein mögliches Übergewicht verhindert werden, welches oft die Ursache von ungesunder, fettiger Ernährung ist. Dadurch schonst du deine Gelenke, da diese nicht noch zusätzlich durch überschüssige Kilos belastet und strapaziert werden.

Medikamentöse Therapie

Solltest du zu Medikamenten gegen Arthrose greifen, so wirst du an Hagebuttenpulver (10) nicht vorbeikommen, da es einen raschen Knorpelabbau hemmt. Abgesehen von dieser Lösung gibt es jedoch keine anerkannten und Linderung versprechende Medikamente, die gezielt gegen Arthrose eingesetzt werden (11).

Zwar kann Kortison verwendet werden, um die Schmerzen zu reduzieren, jedoch wirkt sich dieses Medikament langfristig wiederum ungünstig auf die Knochen aus. Auch Acetylsalicylsäure ist bekannt für eine schmerzlindernde und entzündungshemmende Wirkkraft.

Aufgrund der starken Nebenwirkungen wird aber von einer langfristigen Einnahme dringend abgeraten. Gegen Knie- und Handarthrose  werden bevorzugt schmerzlindernde Salben eingesetzt (12).

Multimodale Schmerztherapie

Bei chronischen Schmerzen empfiehlt sich eine multimodale Schmerztherapie, bei der mit einem fachübergreifenden Programm die Schmerzen in den Griff gebracht werden sollten. Dabei arbeiten sowohl Psychotherapeuten, Physiotherapeuten und Ärzte zusammen an einem Konzept.

So sollen die Grenzen der Belastung von Arthrose-Erkrankten ausgetestet werden. Die Betroffenen unterziehen sich einer vierwöchigen Intensivtherapie, in der sie allerhand über akute und chronische Gelenkschmerzen erfahren und diese anschließend besser ein- und auch zuordnen können.

Ganzheitliche Therapie

Die ganzheitliche Therapie berücksichtigt neben den körperlichen Schmerzen auch die psychischen Leiden. Psychische Schmerzen sollen von körperlichen unterschieden werden, wobei sich die erkrankte Person über die Art des Schmerzes bewusst sein sollte, damit sie diesen richtig einordnen und somit auch entsprechend verarbeiten kann.

Die reale Ursache kann oft in einem psychischen Leiden liegen. Deshalb ist es für die Betroffenen einer Arthrose besonders wichtig, diese verschiedenen Schmerzen unterscheiden zu können. So können sie bestmöglich an ihrem Schopf gepackt und eliminiert werden. Auch Stammzellentherapien werden verwendet, um einer Arthrose entgegenzuwirken (13).

Fazit

Arthrose ist eine der häufigsten Gelenkerkrankungen und äußert sich durch ein Taubheitsgefühl der betroffenen Gelenke und zunehmende Belastungsschmerzen. Bei fortschreitendem Krankheitsverlauf treten vermehrt Dauerschmerzen und Bewegungseinschränkungen als kennzeichnende Symptome der Erkrankung auf. Bei Arthrose gibt es mehrere verschiedene Behandlungsmöglichkeiten, Ernährungsformen und Therapien, die zielführend sind und häufig in Kombination angewendet werden.

Eine gesunde und bewusste Ernährungsform wirkt sich positiv auf dein Immunsystem aus und zeigt zudem eine entzündungshemmende Wirkung. Auch gelenkschonende Sportarten stärken die Muskulatur deines Körpers und sagen überschüssigen Kilos den Kampf an, die noch mehr Druck auf die Gelenke ausüben.

Zusätzlich solltest du regelmäßig einige Hausmittel wie verschiedene Wickel in Anspruch nehmen, um deine Gelenkschmerzen zu lindern. Eine Kombination aus diversen Therapieformen, altbewährten Hausmitteln, Sport und gesunder Ernährung kann Schmerzlinderung bedingen.

Bildquelle: Suppamethasawat / 123rf

Einzelnachweise (13)

1. DEGS: Studie zur Gesundheit Erwachsener in Deutschland. Basispublikation.
Quelle

2. Khan HI, Aitken D, Chou L, et al.: A family history of knee joint replacement increases the progression of knee radiographic osteoarthritis and medial tibial cartilage volume loss over 10 years. Osteoarthritis Cartilage 2015; 23(2): 203–9. doi: 10.1016/j.joca.2014.11.016. Epub 2014 Nov 25
Quelle

3. Rolauffs B, Rothdiener M, Bahrs C, et al.: Onset of preclinical osteoarthritis: the angular spatial organization permits early diagnosis. Arthritis Rheum 2011; 63(6): 1637–47
Quelle

4. Therapeutische Ansätze zur Gonarthrose. Jean-Noël Argenson, Sébastien Parratte, Matthieu Ollivier.
Quelle

5. Raynauld JP, Pelletier JP, Roubille C, et al.: Magnetic resonance imaging-assessed vastus medialis muscle fat content and risk for knee osteoarthritis progression: relevance from a clinical trial. Arthritis Care Res (Hoboken) 2015; 67(10): 1406–15
Quelle

6. Uthman OA: Exercise for lower limb osteoarthritis: systematic review incorporating trial sequential analysis and network meta-analysis. Br J Sports Med 2014; 48: 1579–88
Quelle

7. Ein Pulver aus Samen und Schalen einer Hagebutten-Unterart (Rosa canina) reduziert die Symptome der Knie- und Hüftarthrose: eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie. K Winther, K Apel , G Thamsborg
Quelle

8. Quintrec JL, Verlhac B, Cadet C, et al.: Physical exercise and weight loss for hip and knee osteoarthritis in very old patients: a systematic review of the literature. Open Rheumatol J 2014; 8: 89
Quelle

9. Siebenrock KA, Schwab JM: The camtype deformitiy – what is it? SCFE, osteophyte, or a new disease? J Pediatr Orthop 2013; Suppl 1: 121–5
Quelle

10. Ein Pulver aus Samen und Schalen einer Hagebutten-Unterart (Rosa canina) reduziert die Symptome der Knie- und Hüftarthrose: eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie. K Winther, K Apel , G Thamsborg
Quelle

11. Wirksamkeit nichtsteroidaler entzündungshemmender Medikamente zur Behandlung von Schmerzen bei Knie- und Hüftarthrose: eine Netzwerk-Metaanalyse Bruno R da Costa, Stephan Reichenbach, Noah Keller, Linda Nartey, Simon Wandel, Peter Jüni, Sven Trelle.
Quelle

12. Topicalanalgesicsforacuteandchronicpaininadults-anoverviewofCochraneReviews.(Review)Derry S, Wiffen PJ, Kalso EA, Bell RF, Aldington D, Phillips T, Gaskell H, Moore RA.
Quelle

13. Steinert AF, Kunz M, Prager P, et al.: Characterization of bursa subacromialis-derived mesenchymal stem cells. Stem Cell Res Ther 2015; 6: 114
Quelle

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Khan HI, Aitken D, Chou L, et al.: A family history of knee joint replacement increases the progression of knee radiographic osteoarthritis and medial tibial cartilage volume loss over 10 years. Osteoarthritis Cartilage 2015; 23(2): 203–9. doi: 10.1016/j.joca.2014.11.016. Epub 2014 Nov 25
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Rolauffs B, Rothdiener M, Bahrs C, et al.: Onset of preclinical osteoarthritis: the angular spatial organization permits early diagnosis. Arthritis Rheum 2011; 63(6): 1637–47
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Therapeutische Ansätze zur Gonarthrose. Jean-Noël Argenson, Sébastien Parratte, Matthieu Ollivier.
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Raynauld JP, Pelletier JP, Roubille C, et al.: Magnetic resonance imaging-assessed vastus medialis muscle fat content and risk for knee osteoarthritis progression: relevance from a clinical trial. Arthritis Care Res (Hoboken) 2015; 67(10): 1406–15
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Uthman OA: Exercise for lower limb osteoarthritis: systematic review incorporating trial sequential analysis and network meta-analysis. Br J Sports Med 2014; 48: 1579–88
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Ein Pulver aus Samen und Schalen einer Hagebutten-Unterart (Rosa canina) reduziert die Symptome der Knie- und Hüftarthrose: eine randomisierte, doppelblinde, placebokontrollierte klinische Studie. K Winther, K Apel , G Thamsborg
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Quintrec JL, Verlhac B, Cadet C, et al.: Physical exercise and weight loss for hip and knee osteoarthritis in very old patients: a systematic review of the literature. Open Rheumatol J 2014; 8: 89
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Siebenrock KA, Schwab JM: The camtype deformitiy – what is it? SCFE, osteophyte, or a new disease? J Pediatr Orthop 2013; Suppl 1: 121–5
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