Willkommen bei unserem großen Probiotikum Test 2019. Hier präsentieren wir dir alle von uns näher getesteten Probiotika. Wir haben dir ausführliche Hintergrundinformationen zusammengestellt und auch noch eine Zusammenfassung der Kundenrezensionen im Netz hinzugefügt.

Damit möchten wir dir die Kaufentscheidung einfacher machen und dir dabei helfen, das für dich beste Probiotikum zu finden.

Auch auf häufig gestellte Fragen findest du Antworten in unserem Ratgeber. Sofern vorhanden, bieten wir dir auch interessante Test-Videos. Des Weiteren findest du auf dieser Seite auch einige wichtige Informationen, auf die du unbedingt achten solltest, wenn du dir ein Probiotikum kaufen möchtest.

Inhaltsverzeichnis

Das Wichtigste in Kürze

  • Ein Probiotikum ermöglicht es dir, die Darmflora ins Gleichgewicht zu bringen. Es enthält gesunde Mikroorganismen, wie etwa Milchsäurebakterien, die kurzkettige Fettsäuren bilden und den Darm sanieren und pflegen.
  • Ein Probiotikum eignet sich für jung und alt. Wichtig ist die regelmäßige Einnahme über mehrere Wochen, um die gewünschte Wirkung zu erzielen. Du kannst Probiotika präventiv oder heilend einnehmen und dadurch einer Reihe von Krankheiten vorbeugen.
  • Grundsätzlich sind Probiotika in allen Preisklassen in flüssiger Form oder als Kapseln, Tabletten und Pulver erhältlich, wobei es in jedem Fall auf eine gute Qualität ankommt. Frei von Zusatzstoffen und so natürlich wie möglich soll es sein.

Probiotikum Test: Das Ranking

Platz 1: Probivia Kulturen Komplex

Die Probivia Kulturen Komplex Kapseln sind hochwertige Kapseln zu einem durchschnittlichen Preis. Es handelt sich um 10 Mrd. KBE und 18 Bakterienstämme sowie einem Präbiotikum. Die empfohlene Tagesdosis beträgt zwei Kapseln, wobei die Packung 200 Stück beinhaltet und mindestens für drei Monate ausreicht.

Die Probivia Kulturen Komplex Kapseln sind für Veganer geeignet, frei von Pestiziden, Fungiziden und Magnesiumstearate. Diese Kapseln sind bei Konsumenten sehr beliebt — ganz besonders schätzen sie das gute Preis-Leistungsverhältnis, die einwandfreie Verträglichkeit und die gute Wirkung auf die Verdauung.

Platz 2: Probio Lacto Tabletten

Bei den Probio Lacto Tabletten mit 10 Mrd Bakterien handelt sich um hochdosierte Milchsäurebakterien mit Lactobacillus Acidophilus, die vegetarisch, laktosefrei und glutunfrei sind.

Die mittelpreisige Packung enthält 150 Tabletten, die unter Qualitätsstandards wie dem DIN EN ISO 9001 hergestellt werden. Die empfohlene Tagesdosis beträgt ein bis zwei Tabletten mit ausreichend Flüssigkeit.

Die Probio Lacto Tabletten eignen sich besonders gut als Nahrungsergänzung und sind frei von Magnesiumstearate. Diese Tabletten sind geschmacksneutral und aufgrund der guten Wirkung bei Darmaufbau sehr beliebt bei Konsumenten.

Platz 3: Flüssiges Darmflora-Probi forte

Das 500ml flüssige Darmflora Probi forte EM24 ist ein hochwertiges Probiotikum zu einem durchschnittlichen Preis. Es handelt sich dabei um ein natürlich fermentiertes Produkt mit ca. 100 Mrd. Bakterienkulturen pro 100ml, wobei die tägliche Verzehrempfehlung 30 ml beträgt.

Das Darmaflora-Probi forte EM24 ist vegetarisch, laktosefrei, zuckerfrei, glutenfrei, GMO-frei und enthält keine Farb-, Konservierungs-, oder Aromastoffe.

Durch die flüssige Darreichungsform kann das Probiotikum gut in Speisen eingebunden werden. Bei Konsumenten ist es sehr beliebt aufgrund seiner weitreichenden Wirkung, nicht nur im Darm sondern auch auf pathogene Keime wie Fußpilz, Ringwurm oder Candida.

Platz 4: Naturalie Probiotika Pulver

Das Naturalie Gesund Essen, Gesund Leben Probiotika Pulver ist ein hochwertiges, hochdosiertes Probiotikum zu einem mittelhohen Preis. Es handelt sich dabei um 14 Bakterienstämme mit Inulin und Reisstärke. Die Verzehrempfehlung beträgt 2,8g pro Tag.

Das Pulver mit 7,5 Milliarden gesunden Darmbakterien ist bei Konsumenten sehr beliebt — sie schätzen vor allem die positive Wirkung auf Magen-Darm-Beschwerden, die einfache Eigendosierung und die gute Kombination von Probiotikum und Präbiotikum.

Ratgeber: Fragen, mit denen du dich beschäftigen solltest, bevor du ein Probiotikum kaufst

Was ist ein Probiotikum?

Unter einem Probiotikum versteht man lebende Bakterien, Pilze oder Hefen. Im Alltag konsumierst du Probiotika als Milchsäurebakterien in Lebensmittel wie Joghurt oder Sauerkraut. In der Medizin kommen Probiotika auch als Arzneimittel oder Nahrungsergänzungsmittel zum Einsatz.

Übersetzt heißt probiotisch “für das Leben”. Ein Probiotikum setzt sich aus gutartigen Mikroorganismen zusammen. Zu den bekanntesten zählen die zwei Bakterienarten Lactobacillus und Bifidobacterium.

Du kannst einen probiotischen Kombucha selbst brauen, indem du gezuckerten Tee mithilfe von Bakterien und Hefe fermentierst. (Bildquelle: Pixabay.com / Tombock1)

Wenn du ein Probiotikum als Präparat oder in Form von fermentierten Lebensmitteln verzehrst, wandern die Mikroorganismen vom Magen über den Dünndarm in den Dickdarm, wo sie sich vermehren und die gesundheitsfördernde Wirkung entfalten. Diese fällt je nach Bakterienart unterschiedlich aus.

Die nützlichen probiotischen Darmbakterien übernehmen wichtige Aufgaben in deinem Verdauungssystem. Dafür benötigen sie einen Nährboden, sogenannte Präbiotika.

Die sogenannten Synbiotika stellen eine Kombination aus Prä- und Probiotika dar. Hierbei fördern die präbiotischen Ballaststoffe die probiotische Aktivität und das Bakterienwachstum.

Damit sich das Probiotikum in deiner Darmwand ansiedeln kann, musst du den Bakterien nahrhafte Ballaststoffe wie Inulin zur Verfügung stellen. Diese Ballaststoffe werden Präbiotika genannt und sind in Lebensmittel wie Knoblauch, Zwiebel, Roggen oder Spargel enthalten.

Für wen eignen sich Probiotika?

Probiotika eignen sich prinzipiell für jede Lebensphase —vom Neugeborenen bis ins hohe Alter.

Die essentiellen Darmbakterien halten deine Verdauung in Schwung, schützen dein Immunsystem vor Krankheitserregern und helfen dir bei der Aufnahme von Nährstoffen und Vitamine.

Ein Probiotikum eignet sich für die ganze Familie und lindert Verdauungsbeschwerden aller Art. (Bildquelle: unsplash.com / Xavier Mouton)

In einem Probiotikum steckt aber noch viel mehr! Die wertvollen Mikroorganismen kommen in jeder Altersklasse zum Einsatz, die wir dir nachfolgend genannt haben:

Säuglingsalter

Als Säugling nimmst du Probiotika über die Muttermilch auf. Besonders nützlich sind Probiotika für ungestillte Kinder, da sie eine unruhige Verdauung normalisieren, für eine gesunde Darmflora sorgen und zu einem gestärkten Immunsystem verhelfen.

Auch bei Schreibabys haben sich Probiotika bewährt. Sie können die Schreizeit von Kolikbabys nicht nur erheblich verringern, sondern in vielen Fällen sogar gänzlich beheben.

Babys, die per Kaiserschnitt geboren werden, verfügen über andere Darmbakterienstämme als natürlich geborene Kinder. Mittels Lactobacillus reuteri können die fehlenden Bakterienstämme zugeführt und so Verdauungsproblemen entgegengewirkt werden.

Außerdem schaffen Probiotika Abhilfe bei Hautproblemen wie Neurodermitis.

Kindesalter

Im Kindesalter werden Probiotika ebenfalls bei Koliken, Neurodermitis, zum Aufbau der Darmflora und zur Stärkung des Immunsystems eingesetzt. Außerdem finden Probiotika präventiv Anwendung, um Allergien zu verhindern.

Probiotikum für Kinder Test 2019: Die besten Probiotika im Vergleich

Sind Kinder krank und müssen Antibiotika einnehmen, so können mithilfe von Probiotika häufige Nebenwirkungen wie Durchfall abgeschwächt werden.

Erwachsenenalter

Im Erwachsenenalter werden Probiotika ebenso vorbeugend oder nach einer Antibiotika-Therapie zum Aufbau der Darmflora eingesetzt.

Ein Ungleichgewicht der Darmflora entsteht auch häufig bei chronischen Erkrankungen. Weiterhin sind Probiotika bei Blähungen und Durchfall hilfreich. Auch zur Unterstützung der Gewichtsabnahme bei einer Diät können Probiotika eingenommen werden.

Letztlich kannst du in jeder Lebensphase mit den richtigen probiotischen Lebensmitteln und Präparaten deiner Darmflora Gutes tun und die Verdauung in Schwung halten.

Wann soll ich ein Probiotikum einnehmen?

Ein Probiotikum nimmst du am besten auf leeren Magen mit reichlich Wasser ein. So treten die Bakterien weniger mit Magensäure und Verdauungsenzyme in Kontakt und kommen innerhalb von 30 Minuten lebend im Darm an.

Ein Probiotikum sollte direkt am Morgen oder eine halbe Stunde vor Mahlzeiten eingenommen werden.

Je weniger Magensäure produziert wird und Verdauungsenzyme aktiviert sind, desto besser funktioniert die Aufnahme, denn diese greifen die probiotischen Bakterien an und reduzieren sie.

Die Dauer der Einnahme richtet sich nach deiner jeweiligen Symptomatik und hängt auch vom Zustand deines Darms sowie deinem Alter und Lebensstil ab. Als Faustregel gilt die minimale Einnahmedauer von einem Monat.

Zu den häufigsten Beschwerden zählen Magen-Darm-Beschwerden und Reizdarm, wobei sich Einnahmedauer über einen Zeitraum von zwei Monate bis fünf Jahre erstreckt.

Manche Krankheiten verlangen auch eine dauerhafte Einnahme. Ebenfalls wird während der Schwangerschaft und Stillzeit eine konstante Einnahme empfohlen.

Was bewirkt ein Probiotikum?

Schon gewusst? Das sogenannte enterische Nervensystem durchzieht deinen Verdauungstrakt, wobei Nervenverbindungen zwischen Darm und Gehirn bestehen, die kontinuierlich hormonelle und immunologische Signale und Nervensignale austauschen.

Demzufolge hat eine gestörte Darmflora auch Auswirkungen auf das Nervensystem und kann psychische Erkrankungen verstärken. Ein Probiotikum erweist sich vor allem bei Störungen des Verdauungstraktes als wirksam.

Nachstehend haben wir dir nochmal alle wichtigen Krankheitsbereiche zusammengefasst, in denen Probiotika ihre positive Wirkung entfalten:

  • Angst- und Zwangsstörungen, Depressionen, Autismus, Gedächtnisstörungen und chronische Erschöpfung
  • Reizdarm, Morbus Chron, Ulcerative Colitis und Magenschleimhautentzündung
  • Verstopfung, Bauchschmerzen und Durchfall jeglicher Herkunft
  • Nekrotisierende Enterokolitis und Koliken bei Neugeborenen
  • Ekzeme und atopische Dermatitis im Kindesalter
  • Linderung von Sodbrennen
  • Bakterielle Vaginose und Scheidenpilz
  • Allgemeine Mundhygiene
  • Senkung des „schlechten“ LDL Cholesterins
  • Arhtritis

Was ist ein Leaky-Gut-Syndrom?

Bei einem Leaky-Gut-Syndrom ist deine Darmbarriere geschwächt. Die Schutzfunktion der Darmschleimhaut gegenüber Toxine und Krankheitserreger ist angegriffen, weshalb schädliche Stoffe in den Blutkreislauf gelangen.

Zu häufigen Symptomen zählen Bauchschmerzen, Kopfschmerzen, Müdigkeit und Unwohlsein. Probiotika und Präbiotika stärken hier die durchlässige Darmbarriere und verhindern, dass Schadstoffe in den Körper eindringen.

Leaky Gut wird aus dem Englischen als undichter Darm übersetzt — das Leaky-Gut-Syndrom bezeichnet deshalb eine undichte Darmbarriere. (Bildquelle: pixabay.com / Free-Photos)

Ein Leaky-Gut-Syndrom entsteht unter anderem durch zuckerreiche und fettreiche Ernährung, Nahrungsmittelintoleranzen, Durchfallbakterien und Magenkeime, Alkohol und Antibiotika, Schmerzmittel und Stress.

In weiterer Folge kann eine durchlässige Darmbarriere zu Entzündungen, Allergien, Autoimmunerkrankungen, Übergewicht, Diabetes, Leberkrankheiten und Erkrankungen der Bauchspeicheldrüse führen.

Welche Vorteile bietet ein Probiotikum bei der Darmsanierung?

Ein Probiotikum saniert deinen Darm gezielt indem es ihn zuerst reinigt und von Schadstoffen befreit und danach wieder aufbaut. So erhältst du eine gesunde und problemlose Verdauung und damit Beschwerdefreiheit nach dem Essen.

Allerdings kann eine Darmsanierung die Symptome lindern und viele Patienten leben anschließend nahezu beschwerdefrei. Eine Darmsanierung ist nicht von heute auf morgen getan, sondern besteht aus drei Schritten über einen längeren Zeitraum:

Der Begriff Mikrobiom bezeichnet die Gesamtheit der Mikroorganismen, die den Körper besiedeln. Dazu zählen Bakterien, Pilze, Viren, Phagen und Archaeen.

Die Darmflora wird auch Mikrobiom genannt und besteht aus 1.000 verschiedenen Bakterienarten, die sich in der Darmwand sowie im Darminneren eingesiedelt haben.

Mehrere Einflüsse bestimmen das Darm-Mikrobioim, wovon die bekanntesten nachfolgend genannt werden:

  • Art des Geburtsvorganges (natürlich oder Kaiserschnitt)
  • Falsche Ernährung ( Übermengen an rotem Fleisch und Alkohol)
  • Vitaminmangel
  • Medikamente wie Antibiotika
  • Lebensstilfaktoren wie chronischer Stress und Schlafmangel
  • Chronische Erkrankungen und Infekte
Dr. Michael de VreseChemiker, Institut Max Burner

Das Ergebnis einer Studie zur Wirkung von Probiotika auf Erkältungen an der Bundesforschungsanstalt für Ernährung und Lebensmittel in Karlsruhe zeigte, dass die Häufigkeit der Erkältungen unbeeinflusst bleibt, aber die Dauer der Erkältung um fast zwei Tage reduziert werden kann und auch die Schwere der Erkältung verringert wird, wenn Probanden ein Probiotikum bekommen.

(Quelle: Xenius: Probiotische Lebensmittel – Braucht unser Darm diese Unterstützung? [Arte, 16.01.16])

Ein Probiotikum kann deine Stimmung verbessern, das Ansprechen auf medikamentöse Therapien fördern, deine Hirnfunktion und Psyche stärken, Krankheiten wie Darmentzündungen, Übergewicht und Diabetes lindern und allgemein dein Immunsystem stärken, um die Dauer von Erkältungen zu verringern.

Die gesamte Doku zur Studie probiotischer Lebensmittel und deren Wirkung auf deine Gesundheit findest du hier:

Welche Vorteile bietet ein Probiotikum bei der Einnahme von Antibiotika?

Antibiotika sind Medikamente, die gegen bakteriell verursachte Infektionen ankämpfen und sowohl schädliche als auch nützliche Bakterien vernichten. Dies kann eine nachhaltige Schädigung der Darmflora bedingen.

Am besten nimmst du Probiotika während und bis zu einen Monat nach Abschluss des Antibiotikums ein.

Häufige Nebenwirkungen bei Antibiotika sind Durchfall und Übelkeit. Diese treten entweder unmittelbar während oder zeitverzögert einige Wochen nach Einnahme auf. Probiotika sollst du deshalb länger einnehmen, als die Antibiotikatherapie andauert.

Allerdings solltest du sie nicht zum gleichen Zeitpunkt einnehmen. Nimmst du das Antibiotikum am Morgen, dann achte darauf, dass du dein Probiotikum erst am späten Nachmittag oder Abend zuführst, um die gewünschte Wirkung zu erzielen.

Worauf muss ich bei der Dosierung von Probiotika achten?

KBE steht für kolonienbildende Einheiten und ist eine Kennzahl für die Menge an lebenden Mikroorganismen, die sich im Darm vermehren können.

Ein Probiotikum, dass du täglich einnimmst, sollte optimalerweise 5 bis 10 Milliarden KBE haben. Keinesfalls sollte die Zahl unter einer Milliarde KBE liegen, da sonst nicht genug Bakterien lebendig im Darm ankommen.

Probiotika erhältst du in Form von Tabletten, Kapseln, als Pulver oder als Flüssigkeit. Orientiere dich bei der Dosierung an der Empfehlung des Herstellers.

Zu schnell und zu viel? Wenn du zum ersten Mal ein probiotisches Präparat einnimmst, ist es sinnvoll mit einer geringen Dosis zu starten.

Du kannst die Tagesdosis auch auf mehrere Etappen über den Tag verteilen. So lassen sich unerwünschte Nebenwirkungen wie Blähungen vermeiden.

In der Regel werden Probiotika zwischen vier und zwölf Wochen eingenommen. Auch eine dauerhafte Einnahme ist je nach Wohlbefinden möglich und sollte mit dem Arzt abgesprochen werden.

Welche Nebenwirkungen und Risiken bergen Probiotika?

Grundsätzlich ist die Einnahme von Probiotika unbedenklich, da sie in natürlicher Form in der Darmflora vorkommen. Außerdem enthalten fermentierte Lebensmittel wie Kombucha und Joghurt ebenfalls probiotische Bakterienstämme.

Wenn du mit dem Probiotikum beginnst, kann kurzfristig eine Verstärkung der zu behandelnden Symptome auftreten. So zeigt dir dein Körper, dass er auf das Probiotikum reagiert.

Probiotika Nebenwirkungen: Die wichtigsten Fragen und Antworten

Nur in Ausnahmefällen bei machen chronisch-entzündeten Darmerkrankungen kann die Einnahme von Probiotika zusätzliche Beschwerden oder Infektionen auslösen. Hier sollte die Einnahme in jedem Fall zuvor mit einem Arzt abgeklärt werden.

Welche Bakteriengattungen sind in Probiotika enthalten?

Zu den bedeutendsten probiotischen Bakteriengattungen zählen Lactobazillen, Bacteroides, Bifidobakterien und Akkermansia, wobei jeder Stamm andere Vorteile für deine Gesundheit mitbringt.

Probiotika enthalten unterschiedliche Bakterienstämme. Je mehr Stämme ein Produkt abdeckt, desto weitreichender seine Wirkung. (Bildquelle: unsplash.com / Drew Hays)

Ein hochwertiges Probiotikum sollte einerseits dünndarmspezifische Lactobazillen und andererseits dickdarmspezifische Bifidobakterien kombiniert mit verschiedenen Bakterienstämmen enthalten.

Darüber, welcher Bakterienstamm welche Beschwerden verringert, gibt es bereits einige Forschungsergebnisse, die in der nachfolgenden Tabelle genannt werden:

Bakterienstamm Anwendungsgebiet
Lactobacillus Rhamnosus, Saccharomyces Boulardii, Lactobacillus Casei und Lactobacillus Acidophilus Verhindern, dass die guten Bakterien durch Antibiotika zerstört werden.
Lactobacillus Rhamnosus und Lactobacillus Fermentum Verringern juckenden Hautausschlag.
Bifidobacterium Animalis Lactis und Lactobacillus Acidophilus Reduzieren Erkältungserscheinungen indem sie die Antikörperproduktion ankurbeln.
Lactobacillus Acidophilus Produziert das Lactase-Enzym, welches Laktose aufnimmt.
Lactobacillus Plantarum Hilft, Blähungen und Durchfall bei Reizdarm zu regulieren.
Lactobacillus Acidophilus, Lactobacillus Rhamnosus und Lactobacillus Reuteri Beseitigen Harnwegsinfektionen und schützen vor unerwünschten Infektionen, Bakterien und Pilzen.

Welche natürlichen Quellen bieten eine Alternative zu probiotischen Präparaten?

Grundsätzlich sind probiotischen, fermentierten Lebensmittel sehr gesund. Milchprodukte enthalten beispielsweise probiotische Milchsäurebakterien, wobei anderen Lebensmitteln diese Bakterien zugesetzt werden.

  • Naturjoghurt: Naturjoghurt wird durch Milchsäurebakterien fermentiert und ist eine der besten probiotischen Bakterienlieferanten. Es verbessert die Darmflora, hilft gegen Durchfall und Verstopfung. Regelmäßiger Konsum kann die Knochen verdichten und Bluthochdruck vorbeugen.
  • Frisches Sauerkraut: Frisches Sauerkraut wird mit fermentierten Kohl angereichert und ist dadurch leicht verdaulich und hoch probiotisch. Weiters enthält es VitaminB12, Vitamin C und Ballaststoffe und hilft so nicht nur deiner Verdauung sondern auch für die Zellerneuerung, Blutbildung und das Immunsystem.
  • Saure Gurken: Saure Gurken werden durch Milchsäuregärung in Wasser mit Kräutern, Zucker und Salz angesetzt und haltbar gemacht. Sie sind kalorienarm und fettfrei und wirken sich positiv auf Verdauung und Immunsystem. Aber nur Gurken, die durch die Milchsäuregärung sauer geworden sind anstatt der Zugabe von Essig, enthalten lebende Milchsäurebakterien.
  • Kombucha Tee: Frischer fermentierter Kombucha wird aus Kombucha Pilz hergestellt. Dieser Pilz wird dem gezuckerten Kräuter- oder Schwarztee zugesetzt. Durch die Gärung entsteht wiederum Milchsäure aber auch Essigsäure und Alkohol, in unbedenklicher Menge. Er wirkt antibakteriell und verdauungsfördernd.
  • Biologischer Apfelessig: Trüb braun bis goldfarbener Apfelessig wird aus gärendem Apfelwein gewonnen und hilft gegen Erkältung, Gicht und Arthritis. Die spinnennetzartige Substanz im Essig ist ein Qualitätszeichen.
  • Kefir: Kefir enthält nicht nur Milchsäurebakterien sondern auch Hefen und somit viele probiotische Mikroorganismen und Folsäure. Es hilft ebenso wie Joghurt bei Knochendichte und Verdauungsbeschwerden und hat bei regelmäßigem Verzehr auch eine blutdrucksenkende, entzündungshemmende Wirkung.
  • Lange gereifter Käse: Cheddar, Gruyere, Gouda, Mozzarella und Parmesankäse enthalten lebende Milchsäurebakterien. Lange gereifter Käse enthält mehr probiotische Bakterien und auch Eiweiß, Vitamin A, Vitamin B2 und Kalzium.
  • Japanische Gewürzpaste – Miso: Miso wird aus Sojabohnen und Getreide hergestellt und enthält viele Milchsäurebakterien, Proteine und Ballaststoffe durch die lange Reifezeit und Gärung.
  • Tempeh: Tempeh ist geschmacks- und geruchslos und wird wie Tofu aus fermentierten Sojabohnen oder auch Körnern hergestellt. Es enthält viel Eiweiß, das durch die Fermentation gut aufgenommen werden kann. Neben den probiotischen Bakterien enthält Tempeh auch Mineralstoffe wie Magnesium, Kalium und Phosphor.

Es ist relativ einfach, Lebensmittel zu fermentieren und damit den Anteil an Milchsäurebakterien zu erhöhen.

Wenn du Gemüse wie Karotten, Kohl und Fenchel in Stücke schneidest, gesalzen in ein Glas gibst und dieses für etwa vier Wochen verschließt, so wandelt der natürliche Gärungsprozess die Stärke und den Zucker in Milchsäure um.

 

Doch du musst nicht unbedingt Milchprodukte konsumieren, auch andere Lebensmittel liefern von Natur aus sehr viele Probiotika. Frisches Sauerkraut, beispielsweise, eignet sich hervorragend als natürliche probiotische Quelle.

Wieviel kosten Probiotika?

Zwischen den verschiedenen probiotischen Präparaten herrscht eine enorm große Preisspanne. Je nach Qualität und Menge ist der Kostenpunkt unterschiedlich.

Die Spanne reicht von 10 Euro pro 100g bis 100 Euro pro 100g. Vor allem die längerfristige Einnahme über mehrere Monate kann auf die Dauer sehr teuer sein.

Um ein hochwertiges Produkt zu erwerben, das nicht nur die gewünschte Wirkung erzielt, sondern unerwünschte Nebenwirkungen fern hält, solltest du bei probiotischen Präparaten jedoch keineswegs auf Billigprodukte zurückgreifen.

Wo kann ich Probiotika kaufen?

Probiotika erhältst du in Apotheken und Online Shops. Probiotische Säfte wie Kombucha kannst du auch in Drogeriemärkten und Reformhäusern kaufen, häufig erzielen diese jedoch nicht die gleiche Wirkung als selbstgemachter Kombucha.

Achte beim Kauf nicht nur auf die koloniebildenden Einheiten (KBE) sondern auch darauf, dass deine probiotische Quelle als Non-GMO, also gentechnikfrei, gekennzeichnet ist.

Speziell für Kinder bieten viele Hersteller Kinder-Probiotika an, die ausgewählte Darmbakterienstämme enthalten und optimal auf den Kindermagen abgestimmt sind.

Unseren Recherchen zufolge werden über diese Onlineshops die meisten Probiotika verkauft:

  • amazon.de
  • vitaminexpress.org
  • wolz.de
  • rossmann.de
  • reformhaus.de
  • shop-apotheke.com
  • robertfranz.shop
  • dm.de

Alle Probiotika, die wir dir auf unserer Seite vorstellen, sind mit einem Link zu mindestens einem dieser Shops versehen. Wenn du ein Probiotikum gefunden hast, das dir gefällt, kannst du gleich zuschlagen.

Welche Probiotika eignen sich bei Laktoseintoleranz, Histaminintoleranz und veganer Ernährung?

Ein funktionsfähiger Darm produziert Laktase, welches zur Verstoffwechslung des Milchzuckers benötigt wird.

Bei der Therapie von Laktoseintoleranz haben sich insbesondere Bifidobakterien als nützlich erwiesen, da sie einerseits die Produktion des fehlenden Laktase-Enzyms anregen und andererseits Beta-Galactosidase herstellen.

Bei langfristiger Einnahme klingen die Symptome zunehmend ab und es erfolgt eine Wiederherstellung der Darmflora.

Laktoseintoleranz: Symptome, Ursachen und Behandlung

Bei veganer Ernährung eignen sich Nahrungsergänzungsmittel mit Escherichia Coli Bakterien und S. Boulardii Hefe. Laktobazillen gelten hier als Grauzone, da Laktobazillen zwar keine Milch enthalten, sich aber von Milchprodukten ernähren.

Somit wird die Milchindustrie durch Präparate mit Laktobazillen in zweiter Instanz unterstützt.

Bei Histaminintoleranz kannst du keine fermentierten Lebensmittel zu dir nehmen, weil beim Fermentieren Histamin gebildet wird. Hier schaffen Präparate die histaminsenkende Bakterienstämme wie Bifidum infantis sowie Bifidum longum enthalten Abhilfe.

Grundsätzlich gelten die Bakterienstämme Bifidum Breve, Bifidum infantis, Bifidum lactis, Bifidum longum, Lactobacillus gasseri, Lactobacillus rhamnosus als unbedenklich.

Wenn ein Präparat für histaminintolerante, laktoseintolerante und vegane Menschen  geeignet ist, wird dies vom Hersteller fast immer auf der Verpackung vermerkt.

Entscheidung: Welche Arten von probiotischen Präparaten gibt es und welche ist die richtige für dich?

Was zeichnet probiotische Tabletten aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Probiotische Tabletten werden als Pulver komprimiert und bestehen neben Bakterien meist aus Füllmittel wie Cellulose oder Trennmittel wie Magnesiumstearat.

Grundsätzlich sind Tabletten sehr lange haltbar und vor allem deswegen so beliebt, weil sie geschmacksneutral, vordosiert, gut transportierbar und einfach einzunehmen sind.

Bei der Herstellung können jedoch wertvolle Bakterien verloren gehen, da es sich als schwierig gestaltet, Tabletten mit genug lebensfähigen Bakterien herzustellen.

Probiotische Bakterien lassen sich nicht gut komprimieren. Sie müssen lebend im Darm ankommen, um die gewünschte Wirkung zu erhalten. Teilweise können bessere Effekte mit anderen Darreichungsformen oder der Kombination verschiedener Präparate erzielt werden.

Außerdem enthalten manche Präparate mehrere E-Nummern, ungesunde synthetische Stoffe und Geschmacksverstärker wie Mononatriumglutamat, die als umstritten gelten und dem Körper auf Dauer schaden können. Achte also immer auf die Inhaltsstoffe und frage gegebenenfalls beim Hersteller nach, wenn etwas unklar ist.

Vorteile
  • Kostengünstig
  • Einfach Einzunehmen
  • Lange Haltbarkeit
  • Keine Kühlung Nötig
Nachteile
  • Kein Gesichertes Überleben der Bakterienstämme
  • Geringere Wirkung
  • Füll- und Trennmittel
  • Ungeeignet für Menschen mit Tablettenschluckprobleme

Was zeichnet probiotische Kapseln aus und was sind ihre Vorteile und Nachteile?

Probiotische Kapseln bieten eine gute Alternative zu Tabletten, meist sind sie jedoch etwas kürzer haltbar. Damit die Bakterienzahl stabil bleibt, empfiehlt sich eine kühle und trockene Lagerung, denn probiotische Bakterien reagieren empfindlich auf Wärme und Feuchtigkeit.

Oftmals sind die Bakterien in den Kapseln auch gefriergetrocknet und benötigen keine Kühlung.

Hochwertige probiotische Kapseln werden schonend mit Spezialtechnologien hergestellt, um den Kapselinhalt so natürlich wie möglich zu halten. Mittlerweile gibt es nicht nur Gelatinehüllen, sondern auch pflanzliche Hüllen, die für Veganer geeignet sind.

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Aufgepasst! Nicht alle probiotischen Kapseln sind zum Öffnen geeignet. Besitzt die Hülle einen magensäureresistenten Mantel und flüssigen Inhalt, so stellt dieser sicher, dass die Bakterien erst im Darm freigesetzt werden. Die meisten Pulverkapseln eignen sich hingegen zum Öffnen.

Manche Kapseln enthalten auch Inulin und Oligofructose — ein Präbiotikum, dass den probiotischen Darmbakterien als Futter dient. Produkte, die sowohl Pro- als auch Präbiotikum enthalten, werden als Synbiotikum gekennzeichnet.

Vorteile
  • Beliebte Darreichungsform
  • Magensäureresistent
  • Viele Lebensfähige Bakterien
  • Als Synbiotikum mit Inulin Erhältlich
Nachteile
  • Tierische Kapselhülle
  • Hochpreisiger
  • Ungeeignet für Menschen mit Kapselschluckprobleme

Wer die Ergebnisse verbessern will, kann Kapseln mit flüssigen Probiotika kombinieren.

Was zeichnet pulverisiertes Probiotikum aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Pulverisiertes Probiotikum enthält häufig ein Präbiotikum und Zucker, die als Nahrungsgrundlage und zur Resistenz gegen Magensaft dienen.

Durch den Zucker und die Präbiotika wird auch die Aktivierungszeit der Probiotika ausgedehnt. Dies führt leider dazu, dass weniger Bakterien in den Darm gelangen. Pulverisierte Probiotika bieten jedoch die Möglichkeit dein Probiotikum individuell zu dosieren.

Vorteile
  • Individuelles Dosieren
  • Kombinierbar mit Speisen
  • Geeignet für Kinder
  • Geeignet für Menschen mit Tablettenschluckprobleme
Nachteile
  • Weniger Magensäureresistent
  • Enthalten Meist Zusatzstoffe

Was zeichnet flüssiges Probiotikum aus und was sind die Vorteile und Nachteile?

Flüssige Probiotika können mitunter fermentierte Kombucha Tees sein. Bei flüssigen Präparaten schwanken die Zellzahlen jedoch enorm — pro 100ml können bis zu 100 Milliarden Bakterienkulturen enthalten sein.

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Gerade ist der Kirsch-Erdbeer Kombucha fertig, habe ich einen neuen mit Schwarztee/Kardamon angesetzt, ich bin jetzt schon auf den Geschmack gespannt. Warum Kombucha ? Kombucha ist ein Probiotikum, dass heißt es enthält Bakterien und Hefen, die sich positiv auf die Darmflora auswirken sollen. Deshalb ist es auch wichtig unpasteurisierten Kombucha zu trinken. Der im Supermarkt erhältliche ist meist erhitzt um ihn haltbar zu machen. Da sind die Mikroorganismen abgetötet und die Wirkung hinüber. In Asien ist Kombucha ein Superfood, vergleichbar mit Sauermilch bei uns oder Kefir. #fitfood #superfood #fermentedfoods #healthylife #kombucha #aesculapskitchen #probiotikum #darmgesundheit #darmflora #mikrobiom #microbiome #foody #kitchennerd #fitnessfood #instafood #glutenfree #glutenfrei #fermenteddrinks

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In flüssigen Präparaten ist häufig auch Zucker enthalten. Davon wird ein Großteil jedoch während des Fermentationsprozesses in Milchsäure umgewandelt.

Du solltest flüssiges Probiotikum kühl bei bis zu 7°C aufbewahren. Es besitzt eine kürzere Haltbarkeit als Pulver und Tabletten. Aufgrund der natürlichen Inhaltsstoffe sowie zusätzlicher Kräuter- und Heilpflanzenextrakte hat es eine gute Wirkung und ist meist auch vegetarisch und laktosefrei.

Vorteile
  • Viele Lebensfähige Bakterien
  • Geeignet für Kinder
  • Geeignet für Menschen mit Tablettenschluckprobleme
  • Eigenherstellung Möglich
Nachteile
  • Enthalten Meist Zucker
  • Benötigen Kühle Lagerung
  • Große Qualitätsunterschiede

Kaufkriterien: Anhand dieser Faktoren kannst du Probiotika vergleichen und bewerten

Im Folgenden möchten wir dir zeigen, anhand welcher Faktoren du Probiotika vergleichen und bewerten kannst. Dadurch wird es dir leichter fallen zu entscheiden, ob sich ein bestimmtes Probiotikum für dich eignet oder nicht.

Zusammengefasst handelt es sich dabei um:

  • Produktinformationen
  • Inhaltsstoffe
  • Bakterienstamm und Menge der kulturbildenden Einheiten
  • Darreichung und Behandlungsziel
  • Unverträglichkeiten und vegane Ernährung

Produktinformationen

Da nur bestimmte Bakterienstämme bestimmte Beschwerden lindern, ist es meist nicht ganz einfach, ein zuverlässiges Produkt zu erhalten, das auf die eigenen Beschwerden ausgerichtet ist.

Der Gehalt an Produktinformationen gilt bereits als erstes Qualitätsmerkmal. Achte hier auf die folgende Inhalte:

  • Gattung, Art und Stamm des Bakteriums
  • Mindestzahl von lebensfähigen Bakterien
  • Haltbarkeitsdauer und korrekte Lagerung
  • Gesundheitsbezogene Aussagen
  • Kontaktdaten des Herstellers und wissenschaftliche Belege

Inhaltsstoffe

Viele probiotische Produkte enthalten auch Präbiotika, die dem Probiotikum die Ansiedlung der aktiven Bakterien erleichtern. Diese werden unter den Inhaltsstoffen meist als Inulin angeführt.

Ein Probiotikum sollte außer Bakterienstämme und dem Präbiotikum möglichst wenig bis keine Zusatzstoffe beinhalten. Achte vor allem bei Kapseln darauf, dass kein Zucker oder Allergene wie Laktose, Weizen und Gluten enthalten ist, denn diese können wiederum den Magen-Darm-Trakt belasten.

Wichtig ist auch, dass die Kapselhülle stabil gegen Magensaft ist und die Bakterien so vor der Säure schützt, damit sie den Darm lebend erreichen. Zucker wird vor allem bei Billigprodukten verwendet, um die Gärung zu beschleunigen.

Bakterienstamm und Menge der kulturbildenden Einheiten

Ein gutes Probiotikum beinhaltet etwa 7-25 unterschiedliche Bakterienstämme und deckt damit ein gewisses Spektrum ab.

Produkte, die für Kinder zugelassen sind, sollten andere Bakterienstämme enthalten als Präparate für Erwachsene, da die kindliche Darmflora sich von der eines Erwachsenen unterscheidet.

Die Menge an kultur- oder koloniebildenden Einheiten beschreibt die Menge an lebensfähigen Bakterien. Während 1-3 Milliarden KBE für Kinder günstig sind, werden 5-10 für Erwachsene empfohlen.

Häufig enthalten Präparate jedoch nur 1-3 Bakterienstämme, wobei die Darmflora eines Erwachsenen aus 200 – 400 verschiedenen Stämmen besteht. Deshalb solltest du Probiotika kaufen, die eine möglichst große Vielfalt an Bakterienstämmen aufweisen.

Je mehr nützliche Stämme, umso mehr Wirkungen werden erzielt. Hier haben wir dir einige Stämme und Ihre bereits erforschte Wirkung zusammengefasst:

Bakterienstamm Anwendungssymptome
Lactobacillus Reuteri Reduziert den Zahnbeleg, lindert Zahnfleischentzündungen, unterschützt die Cholesterinspiegelsenkung und reduziert das Allergierisiko bei Kindern.
Lactobacillus Helveticus Führt zu Knochengesundheit, fördert die Resorption von Mineralstoffen und fördert die Bildung von Knochenstubstanz.
Rhamnosus Hilft bei Vaginalpilzinfektion und beim Abnehmen.
Plantarum Hilft bei Magenkeim-Infektionen und beim Abnehmen.
Saccharomyces Boulardii Ist ein Hefestamm, der akute Durchfälle stoppen und Antibiotika bedingten Durchfall verhindern kann.

Darreichung und Behandlungsziel

Je nach Ziel der Behandlung, eignen sich bestimmte Darreichungsformen mit speziellen Bakterienstämmen besser als andere. Zur vorbeugenden Nahrungsergänzung sind Tabletten, Kapseln, Pulver und Vitaminsäfte ausreichend.

Für Kinder sind Kapseln und Tabletten eher weniger geeignet. Hier ist Pulver oder flüssiges Probiotikum ratsam, dass du in Getränke oder Speisen einrühren kannst. Auch Probiotika in Form von Kautabletten werden angeboten, wobei diese häufig mehr unerwünschte Zusatzstoffe wie Zucker enthalten sind.

Zur Hautpflege eignen sich Cremen mit lebenden Mikroorganismen. Bei Krankheiten, die eine gestörte Darmflora begünstigen, solltest du lieber zu hochdosierten Tabletten greifen.

Unverträglichkeiten und vegane Ernährung

Meist deklarieren Hersteller ihr Produkt genauestens, damit du dir sicher sein kannst, dass es sich trotz veganer Ernährung und möglichen Unverträglichkeiten für dich eignet. Einige Kapseln beinhalten jedoch tierische Gelatine in der Kapselhülle.

Auch glutenfreie Präparate sollten stets als solche gekennzeichnet sein. Wenn du grundsätzlich einen empfindlichen Magen hast, sind Tabletten und Kapseln eher weniger geeignet, da sich Pulver besser dosieren lässt.

Treten bei geringer Dosierung bereits unerwünschte Reaktionen ein, so greif lieber zu einem anderen Produkt. Probiotische Säfte sind zwar häufig sehr niedrig dosiert, helfen dafür aber meist nur vorbeugend und nicht behandelnd.

Trivia: Wissenswerte Fakten rund um das Thema Probiotikum

Was ist der Unterschied zwischen Präbiotika und Probiotika?

Präbiotisch heißt übersetzt “die Darmflora nährend.” Präbiotika sind die Nahrung der gesundheitsfördernden Probiotika.

Die Ballaststoffe beeinflussen sowohl das Wachstum, als auch die Aktivität der probiotischen Bakterien. Obwohl diese Begriffe sehr ähnlich klingen, unterscheiden sie sich grundlegend.

Während Probiotika lebende oder gefriergetrocknete Bakterien wie Kolibakterien oder Milchsäurebakterein sind, sind Präbiotika unlösliche Ballaststoffe wie Kartoffelstärke oder lösliche Ballaststoffe wie Pektin aus Obst und Gemüse.

Zwiebeln und Knoblauch sind sehr ballaststoffreich und dadurch hervorragende präbiotische Nahrungsquellen. (Bildquelle: unsplash.com / Aliona Gumeniuk)

Probiotika werden in die Darmflora integriert. Sie gelangen unverdaut in den Darm und dienen den Bifidobakterien und Lactobazillen als Nahrung, wodurch sich ihre Überlebensfähigkeit erhöht und ihre Vermehrung begünstigt. Zu den Präbiotika zählen Inulin und Fructooligosacharide.

Zu den Präbiotika zählen Kohlenhydrate wie Oligosaccharide, Haferflocken, Weizenflocken, Roggen, Zwiebeln, Lauch, Knoblauch, Topinambur, Spargel, Chicoree, grüne Bananen, Artischocken, Pastinaken und Schwarzwurzeln.

Wie bereite ich probiotischen Joghurt zu?

Probiotischer Joghurt enthält etliche Keime, die in ausreichender Anzahl die Magensäure überleben sollten. Diesen kannst du auf mehrere Arten herstellen — mit oder ohne Joghurtmaschine.

Hier eine kurze Anleitung, wie du dir selbst ein probiotisches Joghurt zubereiten kannst:

  • Erhitze 1L Milch auf etwa 90°C und behalte die Temperatur für 5 Minuten bei. Dann die Milch wieder auf 50°C abkühlen lassen. Die Temperatur kannst du ganz einfach mit einem Küchenthermometer messen.
  • Nun gibst du zusätzlich 2EL Milchpulver hinzu und kannst dich anschließen entscheiden ob du Joghurt oder Milchsäurebakterien beifügen möchtest. Solltest du Joghurt hinzufügen, muss die Mixtur für 30 Minuten und 50°C in den Backofen. Dabei ist es wichtig, dass sich das Gemisch in fest verschlossenen Gläsern befindet. Möchtest du hingegen mit Joghurtkulturen arbeiten, solltest du dich an die Angaben des Herstellers halten.
  • Für die Joghurtvariante kommt jetzt die Abkühlphase. Schlate den Backofen aus und lass die Gläser über Nacht auskühlen.
  • Nun ist das selbstgemachte Joghurt fertig und sollte kühl gelagert werden. So ist es bis zu 4 Tagen haltbar.

(Quelle: fitforfun.de)

Wenn du mehrere Bakterienstämme in deinen Joghurt packen willst, kannst du dies durch Zugabe verschiedener Bakterienkulturen machen.

Wie werden Probiotika bei Tieren angewendet?

Von den meisten gesundheitlichen Aspekten des Probiotikums profitieren nicht nur wir Menschen, sondern auch Tiere.

Vor allem die Bakterienstämme Enterococcus faecium und Lactobacillus acidophilus eignen sich für Tieren. Die Zugabe von Präbiotika wird ebenfalls empfohlen, da Probiotika oft nur im Dünndarm wirken. Ein Synbiotikum schafft hier Abhilfe.

Wenn du deinem Verbeiner ein Probiotikum oder Synbiotikum verabreichst, eignet sich Nassfutter besser als Trockenfutter, indem du das Pulver einfach untermischst. (Bildquelle: pixabay.com / Jagdprinzessin)

Du kannst das Synbiotikum problemlos unter das Futter deines Vierbeiners mischen. Allerdings soll auch hier mit einer geringen Dosis begonnen werden, da es sonst den Darm überfordern kann. Nach ein paar Tagen legen anfängliche Nebenwirkungen wie Blähungen.

Auch bei Tieren können Probiotika über Monate hinweg angewandt werden.

Was muss ich zur Lagerung und Haltbarkeit von Probiotika beachten?

Um Probiotika möglichst lange haltbar zu machen, werden sie vorzugsweise an einem kühlen und trockenen Ort aufbewahrt und vor direkter Sonneneinstrahlung geschützt.

Einige Präparate müssen sogar im Kühlschrank aufbewahrt werden, denn nur so kann auch gewährleistet werden, dass genug lebende Bakterien vorhanden sind.

Ein Produkt sollte außerdem nicht mit “Anzahl der lebendigen Mikroorganismen zum Zeitpunkt der Abfüllung” gekennzeichnet sein. Diese sollte bis Ende der Haltbarkeit garantiert sein.

Wofür wird ein Probiotikum im Alltag noch angewendet?

Mittlerweile werden Probiotika auch in der Kosmetikindustrie angewendet. Die aktiven Mikroben schaffen es, sich an unsere Hautzellen anzudocken und bilden so ein Schutzschild.

Das probiotische Schönheitsprodukt wehrt Krankheitserreger ab, wodurch die Haut langsamer altert, sich besser regeneriert und frisch bleiben kann.

Weiterführende Literatur: Quellen und interessante Links

[1] zentrum-der-gesundheit.de/probiotika-baby-ia.html

[2] zentrum-der-gesundheit.de/darmflora-kinder.html#toc-was-sind-probiotika-fur-kinder

[3] euvergleich.com/kinder-probiotikum-vergleich.html

[4] https://www.fitforfun.de/abnehmen/gesund-essen/joghurt-selber-machen-in-4-schritten-so-einfach-geht-joghurt-selber-machen-278693.html

[5] darmflora-ratgeber.de/bauchhirn.html

[6] heilfasten-portal.com/fachartikel-fasten/probiotika-bakterien-abnehmen.html

[7] elle.de/probiotische-hautpflege

[8] zentrum-der-gesundheit.de/probiotika-anwendung-und-einnahme.html#toc-probiotika-in-kapseln-und-in-flussiger-form

[9] infomedizin.de/krankheiten/leaky-gut-syndrom/

[10] clean-feeding.de/probiotika-beim-hund-sinnvoll-einsetzen/

Bildquelle: Pixabay.com / Mizianitka

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